Aus den Gemeinden

Dötlingen

Di, 14.02.2012Motto „Aufstehn, aufeinander zugehn“

Ein besonders junger und moderner Gottesdienst erwartete am Sonntag die Besucher in der Dötlinger St.-Firminus-Kirche. Dort präsentierten 65 Konfirmanden die Ergebnisse aus elf Projekten, in denen sie sich in den vergangenen Wochen engagiert hatten.

Projekt zum Thema "Mobbing"

„Dabei wurden sie – außer von den Pastorinnen Claudia Hurka-Pülsch und Susanne Schymanitz – von ganz normalen Bürgern begleitet“, erklärte Jugenddiakon Jochen Wecker, der damit auch das Engagement der Kirchengemeinde-Mitglieder würdigte.

„Wir wollen aufstehn, aufeinander zugehn, voneinander lernen, miteinander umzugehn“, sang die Gemeinde zum Auftakt mit Unterstützung der Jugendband „White Apple“. Dies war auch der Leitfaden der vorgestellten Projekte. „Sie sollten Spaß machen, aber auch einen religiösen Bezug haben“, so Wecker. Seit ein paar Jahren ist die Projektarbeit, die von Oktober bis Anfang Februar läuft, fester Bestandteil des Konfirmandenunterrichts. Jeder Jugendliche muss an einer der angebotenen Aktionen teilnehmen.

Für das Band-Projekt hatten sich zum Beispiel Tamara und Kevin entschieden. Gemeinsam mit den Mitgliedern von „White Apple“ studierten sie an sieben Terminen drei Lieder ein, die sie am Sonntag präsentierten, darunter „Aufstehn, aufeinander zugehn“. Während die Strophen rappend interpretiert wurden, erklang der Refrain unterstützt vom Gesang der Gemeinde.

Eine andere Gruppe Konfirmanden hatte sich unter der Leitung von Hella Einemann-Gräbert mit dem Thema „Weggeschaut, ist mitgemacht – ich lasse mich nicht mobben“ beschäftigt. Ein heikles und allgegenwärtiges Thema, bei dem die Jugendlichen einen Leitfaden für den richtigen Umgang miteinander an die Hand bekamen. Schauspielerisch stellten sie in der Kirche in einigen Szenen vor, was in Schulen, der Freizeit oder auch im Internet täglich passiert. Zudem vermittelten sie, wie man sich schützt und eventuelle Opfer unterstützt.

„Schutzengel“ präsentierte hingegen die Gruppe, die im Atelier der Ostrittrumerin Anne Hollmann künstlerisch tätig war. Dabei lernten die Mädchen nicht nur verschiedene Maltechniken kennen, sondern beschäftigten sich auch mit Fragen wie „Was bedeuten Engel?“ und „Wozu brauche ich sie?“.

Zu den weiteren Projekten gehörten die „Perlen des Glaubens“, das „Junge Theater“, das in der Weihnachtszeit das Krippenspiel inszeniert hatte, sowie das „Familienticket nach Bethlehem“. Außerdem sangen Konfirmanden im Quempas-Chörchen und halfen bei der Gestaltung eines Krabbelgottesdienstes. Unter dem Motto „Schokologie – Fair bleiben beim Naschen“ lernten die Teilnehmer etwas über die Herkunft und den Anbau von Kakao sowie über die Möglichkeit des fairen Handels und den Umgang mit solchen Produkten. Auch auf dem „Alten Friedhof“ in Dötlingen waren die Konfirmanden aktiv. Mit der Unterstützung von Küster Rudi Zingler kümmerten sie sich um die Pflege eines Grabes.

Anhand der Berichte und Dokumentation, die mittels Beamer und Leinwand präsentiert wurden, erhielten die Gemeindemitglieder einen guten Einblick in die Arbeit des Nachwuchses.

 

Quelle: www.kreiszeitung.de


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