Newsletter der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg

18.3.2011
Nr. 49  

 

Inhalt

1. Wir trauen der Kraft des Gebetes
2. Bischof Jan Janssen ruft zu Fürbitten für Tsunamiopfer auf
3.
Zu Verwüstungen durch Tsunami und Erdbeben kommt die Angst vor nuklearer Gefahr
4. „Europa verstehen“
5. Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen fordert Schutz für verfolgte Christinnen und Christen
6. Jugendausschuss des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes tagte in Ahlhorn
7. Konzert-Tipps  

 

 

1. Wir trauen der Kraft des Gebetes

Mit Blick auf das verheerende Erdbeben und die Reaktorkatastrophe in Japan haben Bischof, Oberkirchenrat und Kreispfarrerin sowie Kreispfarrer der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg zum Gebet für die Opfer und
Betroffenen der Katastrophe aufgerufen:

"Fassungslos sind wir angesichts des Unglücks, das durch Erdbeben und Tsunami über Japan hereingebrochen ist. Die Zahlen der Opfer sind noch nicht zu greifen, aber es werden wohl mehr sein, als wir bisher vermuten.
Wir stehen mit großem Schrecken davor, und die Trauer und das Mitgefühl finden keine Worte. Was die Natur tut, ist von Menschen nicht in den Griff zu bekommen, menschliche Sicherheit ist begrenzt.
Zum Beten kommt das Helfen. Die Frage der Umkehr der Energiepolitik steht neu auf der Tagesordnung. Was ist der Mensch, dass Du, Gott, seiner gedenkst? So heißt es biblisch in Psalm 8.
Wir trauen der Kraft des Gebetes und schließen die leidenden Menschen am anderen Ende der Erde in unsere Fürbitten ein."

In den Kirchengemeinden wird zur Fürbitte eingeladen. Des Weiteren ist auf der Internetplattform www.evangelisch.de unter gebet.evangelisch.de eine Gebetswand eingerichtet worden, auf der Menschen ihre Klagen und Fürbitten vor Gott bringen können.

Ein Liturgieentwurf für ein Fürbittandacht, die das Zentrum Verkündigung der Evangelischen Kirchen in Hessen und Nassau (EKHN) zur Verfügung gestellt hat, ist unter http://www.evangelisch.de/themen/religion/pray-for-japan-gebete-und-andachten36751 abrufbar.

 

 

2. Bischof Jan Janssen ruft zu Fürbitten für Tsunamiopfer auf

Der Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg, Jan Janssen, hat angesichts des verheerenden Erdbebens und des zerstörerischen Tsunamis in Japan Christinnen und Christen dazu aufgerufen, in Fürbitten der Opfer und Betroffenen der Katastrophe zu gedenken. Weiterhin forderte er die Menschen dazu auf, die bereits angelaufenen Hilfsaktionen - wie z.B. von Diakonie Katastrophenhilfe - zu unterstützen.

Laut Bischof Jan Janssen ist es an der Zeit, die atomare Bedrohung ernst zu nehmen und sich von Konzepten der Energiegewinnung zu verabschieden, die auf die Nutzung der Kernenergie setzen.

Spendenkonten:
- Diakonie Katastrophenhilfe unter dem Kennwort «Erdbebenhilfe
Japan»: Konto 502 707, Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70 oder online: www.diakonie-katastrophenhilfe.de

- Caritas international: Konto 202, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, BLZ 660 205 00 oder online: www.caritas-international.de

- Aktion Deutschland Hilft unter dem Stichwort «Erdbeben/Tsunami Japan»: Konto 10 20 30, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00; per Spendenhotline: 0900 55 102030 oder online: www.aktion-deutschland-hilft.de Charity SMS: SMS mit adh10 an die 8 11 90 senden (10 Euro zzgl. üblicher SMS-Gebühr)

- Deutsches Rotes Kreuz unter dem Stichwort «Tsunami»: Konto: 41 41 41, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ: 370 205 00

 

 

3. Zu Verwüstungen durch Tsunami und Erdbeben kommt die Angst vor nuklearer Gefahr

Lutherische Kirchen in Japan rufen zu Fürbitte und Unterstützung auf

Fünf Tage nach dem schwersten im Land bisher verzeichneten Erdbeben und Tsunami geht bei vielen Japanerinnen und Japanern die Angst um. Die Katastrophe eint Christinnen und Christen lutherischer und anderer Traditionen in ihren ökumenischen Anstrengungen, den Opfern Hilfe zu leisten.

Neben den beginnenden Schneefällen im Nordosten der japanischen Hauptinsel Hondshu am Mittwoch erfüllt die Menschen im Katastrophengebiet und im südlich davon gelegenen Tokio vor allem die akute Bedrohung mit Angst und Sorge, die von einer Reihe Atomreaktoren ausgeht, die in diesem Land mit seinem äußerst hohem Energiebedarf der Stromerzeugung dienen.

32.000 der insgesamt 127 Millionen Japanerinnen und Japaner sind lutherisch, eine Mehrheit davon vertreten Mitgliedskirchen des Lutherischen Weltbundes (LWB). Gemeinsam mit Angehörigen aller Glaubensrichtungen und Konfessionen beten sie, angesichts der größten Tragödie seit dem Zweiten Weltkrieg, die manche Japanerinnen und Japaner als „schlimmste Katastrophe der letzten 1.000 Jahre“ bewerten, für das Land und seine Bevölkerung.

„Von einer LWB-Konferenz in Malaysia bin ich am 14. März in ein verwüstetes Land zurückgekehrt“, berichtete Pfr. Sumiyuki Watanabe, Präsident der Evangelisch-Lutherischen Kirche Japans (ELKJ) der Lutherischen Welt-Information (LWI) am Mittwoch aus Kamata (Tokio).

Watanabe hatte an der LWB-Kirchenleitungskonferenz Asien teilgenommen, die vom 10. bis 13. März in Kuala Lumpur stattfand. Die Teilnehmenden hatten Kirchen und Bevölkerung Japans ebenfalls in ihre Gebete eingeschlossen.

Watanabe berichtete weiter, die ELKJ habe einen Katastrophenstab eingerichtet und unmittelbar damit begonnen, auf jede mögliche Weise Hilfe anzufordern und Informationen über die Situation der Bevölkerung in der Krisenregion einzuholen. „Von lutherischer, anglikanischer wie römisch-katholischer Seite fiel die Entscheidung zur Zusammenarbeit, auch mit weiteren Konfessionen.“

Der Katastrophenstab, dem auch Mitglieder der Evangelisch-Lutherischen Kirche Kinki (ELKK) sowie der Japanischen Lutherischen Kirche (JLK) angehören, steht unter der Leitung von ELKJ-Vizepräsident Pfr. Isamu Aota. „Der Katastrophenstab ist in Ichigaya [Tokio-Zentrum] angesiedelt und wir diskutieren derzeit Möglichkeiten, wie unterschiedliche Kirchen zusammenarbeiten können“, legte Aota dar.

„Hoffentlich können wir schon nächste Woche zwei oder drei Leute entsenden, die klären, wie die nötige Hilfe umgesetzt werden kann“, erklärte er weiter und fügte hinzu: „1995 konnten wir nach einem halben Jahr Arbeit in Kansai [der von dem damaligen Erdbeben betroffenen Region] erkennen, dass die Region wieder auf die Beine kommen würde. Dieses Mal wird es länger dauern, da so grosse Gebiete Tohokus [im Nordwesten] dem Erdboden gleich gemacht worden sind.“

Solidarität
In ihren vom 15. März datierten Schreiben an den LWB und seine Mitgliedskirchen weltweit baten ELKJ, ELKK und JLK um Fürbitten und Unterstützung bei der Nothilfe nach dem Erdbeben. „Angesichts der massiven Zerstörungen durch das Tohoku-Kanto-Erdbeben blutet uns das Herz. Im Blick auf das Ausmaß der Verwüstung bleibt uns nur, zu unserem Herrn um Sein Erbarmen zu beten“, schreibt JLK-Präsident Pfr. Yutaka Kumei.

„Es hat den Anschein, dass sich die Situation des Atomreaktors in der Präfektur Fukushima verschärft. Zu den durch das Erdbeben und den Tsunami verursachten Schäden kann man nur sagen, dass sie ein hier in Japan nie dagewesenes Ausmaß haben. […] Wir bitten Sie darum, weiter für uns und für die Opfer dieses tragischen Ereignisses zu beten“, so ELKK-Präsident Pfr. Shigeo Sueoka in seinem Schreiben.

Hier finden Sie den vollständigen Beitrag der Lutherischen Welt-Information (LWI), dem Informationsdienst des LWB.

 

 

4. „Europa verstehen“: Projektstart für Jugendliche Anfang April

„Europa verstehen“ - für ein Projekt mit diesem Titel hat die Ev. Familien-Bildungsstätte jetzt den Zuschlag des Programms „Stärken vor Ort“ in Wilhelmshaven bekommen. Das hat der Wilhelmshavener Begleitausschuss „Stärken vor Ort“ entschieden, in dem Anwohnervertreter, das Jugendamt, die Gleichstellungsbeauftragte, die Migrationsberatung, das Job-Center und die GAQ vertreten sind. Angesprochen werden mit dem Projekt Jugendliche und junge Erwachsene, die sich nicht in einem dauerhaften Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis befinden und in der westlichen Südstadt plus der Erweiterung nördlich der Peterstraße zwischen Werft-, Bremer- und Grenzstraße wohnen. Der Zuschlag ist mit einer Förderung in Höhe von 10.000 Euro verbunden.

Mehr unter: http://www.kirche-oldenburg.de/aktuell/pressemitteilungen/article/europa-verstehen-projektstart-fuer-jugendliche-anfang-april.html

 

 

5. Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen fordert Schutz für verfolgte Christinnen und Christen

Verfolgte und bedrängte Christinnen und Christen müssen in ihren Ländern besser geschützt werden. Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) nahm den Mord an dem christlichen Politiker Shahbaz Bhatti aus Pakistan am 2. März mit Bestürzung zur Kenntnis. Sie weist erneut nachdrücklich auf die lebensbedrohliche Situation von Christinnen und Christen nicht nur in Asien und Afrika, sondern auch im Nahen und Mittleren Osten hin.

„Wir sind entsetzt über den neuerlichen Mord in Pakistan und sehen mit großer Sorge die wachsende Gewalt gegenüber Christinnen und Christen in Ägypten und im Nahen Osten“, so Landesbischof Friedrich Weber, Vorsitzender der ACK, auf der Mitgliederversammlung in Berlin.

Die ACK in Deutschland forderte die Bundesregierung und die Regierungen der Europäischen Union auf, für Religionsfreiheit und den Schutz der Menschenrechte noch entschiedener einzutreten.

Die Mitgliedskirchen wurden aufgefordert, sich über ihre weltweiten Kontakte bei den politisch Verantwortlichen auf internationaler Ebene für verfolgte Christinnen und Christen einsetzen.

Landesbischof Weber rief die ACK-Mitgliedskirchen zu Fürbitten für verfolgte Christinnen und Christen weltweit auf.

Mehr unter:
http://www.dbk.de/verfolgte-bedraengte-christen/home-vbc/
http://www.ekd.de/download/fuerbitte_reminiszere_2011.pdf

 

 

6. Jugendausschuss des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes tagte in Ahlhorn

Der Jugendausschuss des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) traf sich zu seiner Frühjahrstagung 2011 im Blockhaus Ahlhorn bei Oldenburg. An dem Treffen junger Menschen aus den deutschen LWB-Mitgliedskirchen vom 11. bis 13. März nahmen insgesamt acht Personen teil. Der Jugendausschuss tagt zweimal im Jahr und trifft sich dabei in den verschiedenen deutschen Mitgliedskirchen des LWB, damit die Vielfalt der lutherischen Kirchen in Deutschland erfahrbar wird.

Auf der Tagesordnung des Jugendausschusses stand das Thema Nachhaltigkeit. Gemäß der Beschlüsse der Elften LWB-Vollversammlung im Juli 2010 in Stuttgart hatte das DNK dazu aufgerufen, eine Nachhaltigkeitsstrategie zu entwickeln.

Um die oldenburgische Kirche und einen ihrer Arbeitsbereiche besser kennenzulernen, trafen sich die Teilnehmenden mit der Leiterin der Akademie der oldenburgischen Kirche und Referentin für Ökumene und Mission, Pfarrerin Brigitte Gläser, zu einem Gedankenaustausch.

Theologiestudentin Catharina Covolo betonte, dass sie als Oldenburgerin gern Gastgeberin für den Jugendausschuss im Blockhaus Ahlhorn gewesen sei. „Das hat mich sehr gefreut, besonders weil ich ein Stück unserer Kirche damit anderen ‚zeigen’ konnte.“

Auf der anderen Seite habe der Jugendausschuss die Beschlüsse und Resolutionen der LWB-Vollversammlung in seine Arbeit zum Thema Nachhaltigkeit aufgenommen und entwickle dort derzeit die weitere Arbeit, so Covolo, die im Juli 2010 selbst als Jugenddelegierte an der LWB-Vollversammlung teilgenommen hatte. „Der Jugendausschuss steht in diesem Bereich im Moment noch am Beginn seiner Arbeit und es war schön, diese Arbeit voranzubringen.“

 

 

7. Konzert-Tipps

19.03., 18:00 Uhr, Westerstede, St.-Petri-Kirche, Musik zum Sonntag: 12 Cellisten
19.03., 10:00 Uhr, Westerstede-Ihausen, Auferstehungskirche, Gospel-Workshop, Gospel-Projekt für alle Interessierten: Samstag, 19.3. und Sonntag, 20.3., jeweils 10 bis 18.30 Uhr
20.03., 17:00 Uhr, Westerstede, St.-Petri-Kirche, Gospelkonzert, Abschlusskonzert zum Gospel-Workshop (siehe 19.3. Westerstede-Ihausen)
20.03., 18:00 Uhr, Varel, Schlosskirche, Komponistenportrait Heinrich Scheidemann
20.03., 17:00 Uhr, Jever, Rathaus, Anton-Günther-Saal, Liederabend "Frühlingserwachen"
26.03., 18:00 Uhr, Oldenburg, St. Lamberti, Kreuzüber Bach
26.03., 18:00 Uhr, Jever, Stadtkirche, Giovanni B. Pergolesi: Stabat Mater
26.03., 17:00 Uhr,Oldenburg, Garnisonkirche, Passions-Oratorium (Brockes)
26.03., 18:00 Uhr, Oldenburg-Osternburg, Dreifaltigkeitskirche, Musikalische Wochenschluss-Andacht,
27.03., 17:00 Uhr, Friesoythe, Michaelis-Kirche, Orgelmusik in der Passionszeit
27.03., 17:00 Uhr, Hude, St. Elisabethkirche, Huder Chörchen, Berner Bläserensemble
27.03., 20:00 Uhr, Delmenhorst, St. Christopherus-Kirche, Orgelkonzert
27.03., 17:00 Uhr, Oldenburg, Ansgari-Kirche, Passionsmusik
27.03., 17:00 Uhr, Brake, Stadtkirche, Passions-Oratorium (Brockes)
02.04., 12:00 Uhr, Oldenburg, St. Lamberti, Orgelmusik zur Marktzeit
02.04., 18:00 Uhr, Brake, Stadtkirche, Musikalische Vesper
03.04., 17:00 Uhr, Brake, Christuskirche, Orgelmusik in der Passionszeit
03.04., 18:00 Uhr, Varel, Schlosskirche, Joseph und seine Brüder

 

 

Gebet

Herr Jesus,
der Sturm ist Leben und Leben ist der Sturm
und es gibt kein Entkommen;
aber was zählt ist, dass du im Sturm bei uns sind,
du bist uns ein Leuchtturm
und schenkst uns deine sichere Gegenwart.
Amen

(aus Madagaskar)

 

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