Häufig gestellte Fragen zur Taufe

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Was bedeutet die Taufe?

Die Taufe ist in erster Linie die Zusage der Liebe und des Segens Gottes. Mit dem Akt der Taufe wird der Täufling auch in die Gemeinschaft der Christinnen und Christen aufgenommen.

Was spricht für die Kindertaufe?

Die meisten Kinder werden im ersten Lebensjahr getauft; denn Jesus ließ die Kinder zu sich kommen und segnete sie (Markus 10, 13-16). Die Taufe wird dabei als ein Geschenk Gottes verstanden: Gott spricht dem kleinen Menschen seine Liebe zu, unabhängig davon, was er ist oder wie er sich verhält. Eltern und Paten haben die Aufgabe, stellvertretend für die Kinder den Glauben zu bezeugen und den Kindern von ihrem Glauben, aber auch von ihren Zweifeln zu erzählen.

Wo findet die Taufe statt?

Getauft wird in der Regel im normalen Sonntagsgottesdienst oder in einem eigenen Taufgottesdienst. Ein alter christlicher Tauftermin ist der Ostergottesdienst. Aber auch Taufen an anderen Sonntagen sollten möglichst frühzeitig abgesprochen werden.

Wenn ein Ungetaufter / eine Ungetaufte sehr krank ist und zu sterben droht wird eine Nottaufe vorgenommen. Diese Taufe kann jeder Christ und jede Christin ausführen.

Was ist ein Taufgespräch?

Vor der Taufe wird ein Taufgespräch mit dem Pfarrer / der Pfarrerin vereinbart, in dem u.a. über die Bedeutung der Taufe, den Ablauf der Taufe und mögliche Taufsprüche gesprochen wird. Der Taufspruch – ein Vers oder eine Passage aus der Bibel – wird normalerweise von den Eltern ausgesucht.

Welche Unterlagen brauchen wir für die Taufe unseres Kindes?

Bitte wenden Sie sich an Ihr Gemeindebüro, um einen Termin für das Taufgespräch und die Taufe selbst zu vereinbaren. Dort erfahren Sie alles Notwendige. In der Regel benötigen die Paten eine Patenbescheinigung (vom Pfarramt am Wohnort der Paten) über die Berechtigung zum Patenamt. Wenn Sie als Eltern ein Familienstammbuch haben, bringen Sie es bitte zum Taufgespräch mit. Auf jeden Fall müssen Sie die Geburtsurkunde des Kindes und Ihre Personalausweise mitbringen.

Kann man sein Kind taufen lassen, wenn beide Eltern nicht in der Kirche sind?

Die Entscheidung, ob eine Taufe trotz fehlender Mitgliedschaft beider Elternteile möglich ist, wird vor Ort in der zuständigen Kirchengemeinde getroffen. Die Regelungen sind darüber hinaus von Landeskirche zu Landeskirche unterschiedlich.

Kann ich mein Kind gegen den Willen des anderen Elternteils taufen lassen?

Gegen den Willen entweder des Vaters oder der Mutter ist die Taufe des Kindes nur möglich, wenn dieser Elternteil nicht das Sorgerecht innehat. Ist die Ehe z.B. geschieden, liegt das Sorgerecht aber gemeinsam bei Vater und Mutter, setzt die Ausgestaltung der gemeinsamen elterlichen Sorge Einvernehmen voraus in Angelegenheiten, die für das Kind von erheblicher Bedeutung sind. Dazu gehört auch die Taufe. Können sich die Eltern nicht einigen, kann (schlimmstenfalls) das Familiengericht angerufen werden.

Eltern können sich aber zuvor auch allein oder besser noch gemeinsam an eine Erziehungs- und Familienberatungsstelle wenden. Oft hilft auch ein klärendes Gespräch mit dem Pfarrer oder der Pfarrerin.

Taufe und Konfirmation

Um konfirmiert zu werden, muss ein Kind getauft sein, denn die Konfirmation ist so etwas wie die Bestätigung der eigenen Taufe. Allerdings kann jedes Kind – ob getauft oder nicht - am Konfirmationsunterricht teilnehmen. Möchte es sich am Ende der Unterrichtszeit konfirmieren lassen, findet kurz vor der Konfirmation die Taufe statt.

Was ist ein Sakrament?

In der evangelischen Kirche gibt es zwei Sakramente: Taufe und Abendmahl. Beide wurden von Jesus selbst eingesetzt. In einer menschlichen Handlung wird die göttliche Dimension unseres Lebens sichtbar. Normales Wasser wird durch die Verheißung Gottes in der Taufhandlung zu einem göttlichen Segen.

Muss ich mich erneut taufen lassen, wenn ich die Konfession wechsele oder wieder eintrete?

Die Taufe ist im Verständnis aller christlichen Kirchen etwas Einmaliges und kann daher nicht wiederholt werden. Bei einem Wiedereintritt in die evangelische Kirche oder bei einem Übertritt in die römisch-katholische Kirche wird nicht noch einmal getauft. Bei einem Übertritt in eine orthodoxe Kirche wird allerdings die Salbung nachgeholt. Beim Übertritt zu einer sog. orientalisch orthodoxen Kirche (Syrisch-Orthodox, Armenisch-Apostolisch, Koptisch-Orthodox, Äthiopisch-Orthodox) gibt es unterschiedliche Praktiken.

Können wir selbst bestimmen, wofür im Taufgottesdienst gesammelt wird (Kollekte)?

In vielen Gemeinden ist es möglich, dass Sie den Zweck der Kollekte selbst bestimmen, z.B. für die Arbeit mit Kindern in der Gemeinde oder Organisationen, die Kindern helfen. Fragen Sie im Pfarramt nach!

Was kostet die Taufe?

Grundsätzlich ist die Taufe für die Kinder von Kirchenmitgliedern kostenlos. Nur wenn Sie besonderen Blumenschmuck oder ausgefallene musikalische Einlagen wünschen, entstehen Ihnen Kosten.

Gibt es eine ökumenische Taufe?

Nein. Da die Taufe zugleich die Aufnahme in eine konkrete Gemeinschaft ist, erfolgt sie immer innerhalb einer Konfession.

Wir möchten unser Kind taufen lassen. Können wir gleichzeitig kirchlich heiraten?

Das können Sie. Von vielen Pfarrerinnen und Pfarrern wird ein solcher Gottesdienst inoffiziell „Traufe“ (Trauung und Taufe in einem Gottesdienst) genannt. Es haben sich inzwischen eigene Gottesdienstformen dazu entwickelt. Sprechen Sie mit Ihrer Pfarrerin oder Ihrem Pfarrer!

Ist eine Segnung statt einer Taufe möglich?

Die Segnung ist in manchen evangelischen Gemeinden zur möglichen Ersatzhandlung für die Taufe geworden. Damit wollen die Eltern dem Kind später die Möglichkeit zur freien Entscheidung für die Taufe lassen. Das kleine Kind wird in einer gottesdienstlichen Handlung gesegnet. Trotzdem ersetzt die Segnung nicht das Sakrament der Taufe und begründet nicht die Kirchenmitgliedschaft.

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