Informationen zum Weltgebetstagsland 2017 Philippinen: "Was ist denn fair?"

 

Faltblatt zum Weltgebetstagsland 2017 Philippinen

©Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e.V.

 

 

 

Weltgebetstagsvorbereitungsveranstaltungen 2017

WGT-Vorbereitungsveranstaltungen in Oldenburg, Delmenhorst und Sande:

 

Oldenburg

Freitag, 20. Januar 2017, 16.00 – 20.00 Uhr
Ev. Gemeindehaus Versöhnungskirche, Kranbergstraße 7, 26123 Oldenburg

Oldenburg

Samstag, 21. Januar 2017, 9.00 – 13.00 Uhr
Ev. Gemeindehaus Versöhnungskirche, Kranbergstraße 7, 26123 Oldenburg

 

Delmenhorst
Donnerstag, 19. Januar 2017, 14.30 – 17.30 Uhr

St. Christophorus, Brendelweg 122, 27755 Delmenhorst

Delmenhorst

Mittwoch, 1. Februar 2017, 14.30 – 17.30 Uhr
St. Laurentius Hasbergen, Hasberger Dorfstraße 70, 27751 Delmenhorst
                               
Sande
Donnerstag, 26. Januar 2017, 9.00 – 13.00 Uhr
Ev. Gemeindehaus Sande, Hauptstraße 72, 26453 Sande

 

Anmeldung:

Evangelische Frauenarbeit der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg
Tel. 0441/7701-444
E-Mail: frauenarbeit@kirche-oldenburg.de

 

Auch auf unserer Veranstaltungsseite finden Sie die entsprechenden Termine sowie die Möglichkeit zur direkten Anmeldung:

 

Veranstaltungen der Evangelischen Frauenarbeit

 

 

WGT-Vorbereitungsveranstaltungen in Südoldenburg:


Vechta
Mittwoch, 25. Januar 2017, 18.00 – 21.00 Uhr

St. Antoniushaus, Klingenhagen 6, 49377 Vechta


Cloppenburg-Stapelfeld

Freitag, 27. Januar 2017, 14.00 – 18.00 Uhr
Kath. Akademie Stapelfeld, Stapelfelder Kirchstraße 13, 49661 Cloppenburg-Stapelfeld

Anmeldung:

Referat Frauenseelsorge/kfd
Tel. 04441-872-285 (Frau Witte)
E-Mail: frauenseelsorge@bmo-vechta.de 

 

 

Modelltext für Gemeindebriefe zum Weltgebetstag und Liturgie in plattdeutscher Sprache

Titelbild von Rowena "Apol" Laxamana-Sta.Rosa

 

"Was ist denn fair?"

 

Zum Weltgebetstag 2017 von den Philippinen

„Was ist denn fair?“ Direkt und unvermittelt trifft uns diese Frage der Frauen von den Philippinen. Sie lädt uns ein zum Weltgebetstag 2017 – und zum Nachdenken über Gerechtigkeit. In einem alters- und konfessionsgemischten Team haben über 20 Christinnen den Gottesdienst dafür erarbeitet. Diese Gebete, Lieder und Texte werden am 3. März 2017 rund um den Globus wandern. Dann dreht sich in Gemeinden in über 100 Ländern der Erde alles um den Inselstaat in Südostasien.

 

Die 7.107 Inseln der Philippinen liegen im Pazifischen Ozean. Ihre tropischen Urwälder und bizarren Korallenriffe beherbergen artenreiche Ökosysteme. Tauchreviere und weite Sandstrände begeistern jedes Jahr Millionen Urlauber. Die Folgen des Klimawandels treffen die Philippinen aufgrund ihrer geographischen Lage besonders hart: Mit Taifunen, Vulkanausbrüchen und Erdbeben gehören sie zu den Ländern, die am stärksten von Naturkatastrophen betroffen sind.

 

Die gesamte Inselgruppe zeichnet sich durch eine Vielfalt an Völkern, Kulturen und Sprachen aus. Trotz ihres Reichtums an natürlichen Ressourcen und Bodenschätzen prägt eine krasse soziale Ungleichheit die Philippinen. Die meisten der rund 100 Millionen Einwohner profitieren nicht vom wirtschaftlichen Wachstum. Auf dem Land haben wenige Großgrundbesitzer das Sagen, während die Masse der Kleinbauern kein eigenes Land besitzt. Die Wurzeln dieser Ungleichheit gehen zurück bis in die 330-jährige spanische Kolonialzeit. Wer sich heute für Menschenrechte, Umweltschutz, Landreformen oder die Rechte der indigenen Bevölkerung engagiert, lebt oft gefährlich.

 

Auf der Suche nach Perspektiven zieht es viele Filipinas und Filipinos in die 17-Millionen-Metropolregion Manila. Rund 1,6 Millionen wandern Jahr für Jahr ins Ausland ab und schuften als Hausangestellte, Krankenpfleger oder Schiffspersonal in Saudi-Arabien, den USA, Europa, Hongkong oder Singapur. Ihre Überweisungen sichern den Familien das Überleben, doch viele der Frauen zahlen einen hohen Preis: ausbeuterische Arbeitsverhältnisse, körperliche und sexuelle Gewalt.

 

Die Philippinen sind das bevölkerungsreichste christliche Land Asiens, über 80 Prozent der Bevölkerung sind katholisch. Glaube und Spiritualität prägen die philippinische Kultur. Rosenkränze und Marienfiguren schmücken Wohnungen und Autos. War die römisch-katholische Kirche zu Kolonialzeiten eng mit den Mächtigen verbunden, so setzen sich viele Priester und Ordensfrauen heute für die Armen und Entrechteten ein. Auch Vertreter der protestantischen Kirchen sind stark gesellschaftlich engagiert. Neben einer buddhistischen Minderheit sind rund 5 Prozent der Bevölkerung muslimisch. Der Großteil von ihnen lebt von jeher im südlichen Mindanao.

 

Mit Merlyn, Celia und Editha kommen beim Weltgebetstag 2017 drei fiktive Frauen zu Wort, deren Geschichten auf wahren Fakten beruhen. Sie laden uns ein, unseren eigenen Kreis zu öffnen. Im Reformationsjahr 2017 kann das heißen, dass wir andere nach ihren Geschichten fragen: zum Beispiel Frauen aus christlichen Glaubensgemeinschaften, die noch nie beim Weltgebetstag mitgemacht haben, oder geflüchtete Menschen in unserer Nachbarschaft.

 

Wenn wir diesen bisher ungehörten Geschichten von den Philippinen und von nebenan Raum geben, dann wird unsere Welt ein bisschen bunter, so wie im diesjährigen Titelbild von Rowena "Apol" Laxamana-Sta.Rosa. Wir werden uns zugleich die Frage stellen, die unsere philippinischen Schwestern uns zumuten: „Was ist denn fair?“ Die Verfasserinnen setzen die Geschichten von Merlyn, Celia und Editha in Kontrast zum biblischen Gleichnis der Arbeiter im Weinberg (Mt 20, 1-16). Als Gegenmodell zur profit-orientierten Konsumgesellschaft sehen sie auch die indigene Tradition des Dagyaw oder Bayanihan: Alle arbeiten gemeinsam und teilen die Ernte.

 

Der Weltgebetstag der philippinischen Christinnen ermutigt zum Einsatz für eine gerechte Welt. Ein Zeichen dafür sind die Kollekten der Gottesdienste in Deutschland, die Frauen- und Mädchenprojekte weltweit unterstützen. Darunter sind acht Partnerorganisationen auf den Philippinen, die sich u.a. für politische und gesellschaftliche Beteiligung sowie die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und Kinder engagieren.

 

Lisa Schürmann, Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e.V.


WGT-Liturgie in plattdeutscher Sprache

Unter folgendem Link finden Sie die Liturgie zum Weltgebetstag 2017 in plattdeutscher Sprache unter der Rubrik "Karkenkring":

WGT-Liturgie auf Plattdeutsch

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