Ethik und Weltanschauungsfragen

Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts sind innerhalb und außerhalb der großen christlichen Kirchen zahlreiche neue religiöse Gruppierungen und Strömungen entstanden. Hier ist zum einen an die ‚klassischen Sekten’ zu denken, also religiöse Sondergemeinschaften im christlichen Kontext wie die Zeugen Jehovas, die Neuapostolische Kirche oder die Christengemeinschaft, zum anderen auch an spiritistische Gruppierungen oder an esoterische und neugnostische Bewegungen, zu denen z.B. die Anthroposophie oder die Rosenkreuzer zu zählen sind. Heutzutage sind darüber hinaus sämtliche großen und kleineren klassischen Weltreligionen einschließlich ihrer Sondergruppen und Abspaltungen auch im Oldenburger Land präsent. Daneben versprechen unzählige spirituelle Lehrer, Gurus und Meister Wege zu einem sinnerfüllten Dasein. Dazu kommen Psychoanbieter wie die Scientology-Organisation, die Techniken zur Lebensbewältigung anbieten, dabei jedoch einen stark vereinnahmenden Charakter haben. Mittlerweile sind auch esoterische Themen und Praktiken – von Astrologie oder Reiki über Feng Shui bis zum Pendeln und der Aura-Aufnahme – in unserer Gesellschaft präsent. Und schließlich nimmt nicht nur die Konfessionslosigkeit zu, sondern auch das Phänomen der religiösen Indifferenz.

Schon allein an der Vielzahl dieser Angebote wird deutlich, wie sich religiöse und pseudoreligiöse Bewegungen und Strömungen in der Gegenwart ausdifferenziert haben. Damit einher geht ein Schwinden gesamtgesellschaftlicher Plausibilität von christlichen und kirchlichen Deutungsmustern und Lebensorientierungen.
Diese Entwicklung wird sich voraussichtlich fortsetzen, das Feld neuer religiöser und pseudoreligiöser Strömungen wir immer unübersichtlicher werden.

Das Sachgebiet ‚Sekten- und Weltanschauungsfragen’ bietet interessierten Einzelpersonen sowie der kirchlichen Öffentlichkeit und gesellschaftlichen Einrichtungen Information und Beratung an über diese religiös-weltanschaulichen Pluralisierungsprozesse und Bewegungen. Dazu treten persönliche Beratung für und Seelsorge an Menschen bzw. deren Angehörige, die mit religiösen bzw. pseudoreligiösen Gruppierungen in Kontakt gekommen sind. Dabei gilt es auch, insbesondere bei Angriffen gegen ‚die Kirche’, die eigene religiöse Überzeugung zu kommunizieren und so zu verdeutlichen, was die Kirche Jesu Christi inhaltlich auszeichnen soll. Apologetische Arbeit ist daher immer auch kritisches Geschäft: kritisch nach außen, um die Geister zu scheiden, und kritisch nach innen, um die Kirche an ihre Grundüberzeugungen zu erinnern.

Ansprechpartner:

Pastor Olaf Grobleben

Beauftragter für Ethik und Weltanschauungsfragen

Haareneschstr. 60

26121 Oldenburg

 

Tel: 0441/7701-180

Mobil: 0170/6393425

E-Mail: olaf.grobleben@No Spamkirche-oldenburg.de

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