
Seit Juni 2005 gibt es im Klinikum Oldenburg ein Ethik-Komitee. Gemäß der im Dezember 2004 verabschiedeten Satzung sind in ihm Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der verschieden Berufsgruppen und Arbeitsbereiche (auch der Seelsorge) vertreten. Vorausgegangen ist ein Gesprächsprozess über einen Zeitraum von drei Jahren, an sich interessierte Mitarbeitenden im Rahmen eines Ethik-Forums beteiligt haben. Die Krankenhausseelsorge hat diesen Gesprächsprozess moderiert.
Die Zielsetzung des Ethik-Komitees ist folgendermaßen umschrieben:
„Das Ethik-Komitee soll einen Beitrag zur Kultur des Klinikums Oldenburg und zum Klima und Stil in der Patientenversorgung leisten. Es trägt dazu bei, dass insbesondere Verantwortung, Selbstbestimmungsrecht und Respekt als gelebte Werte die Entscheidungen und den Umgang im Klinikum prägen. ...
Den Mitarbeitern/-innen sowie den Patienten/-innen und ihren Angehörigen eröffnet es die Chance, dass Gewissensnöte in Bezug auf Situationen und Strukturen Gehör finden und lösungsorientiert besprochen werden.“
Ein Ethik-Konsil ist eine patientenbezogene, ethische Fallbesprechung von problematischen Einzelsituationen auf einer Station. Es dient der Entscheidungshilfe und der koordinierten Absprache im Behandlungsteam. Ein Ethik-Konsil kann durch ein Behandlungsteam einberufen werden, um zeitnah und kompetent zu beraten. Etwa sechs bis zehn Mitglieder aller beteiligten und behandelnden Berufsgruppen nehmen an solche einem Gespräch teil. Ein unabhängiger Moderator (z. B. aus dem Ethik-Komitee) ist wünschenswert. Ziel ist es, nach Abwägen der verschiedenen Sichtweisen zu einem gemeinsam getragenen Vorgehen zu gelangen. Die Entscheidungsfreiheit des behandelnden Arztes bleibt dabei unberührt.
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