
Gemeinsam mit der Pflegedienstleitung des Klinikums hat Pfr. G. Neumann im Mai 2000 einen Lotsendienst im Klinikum installiert. Zunächst begannen sieben Lotsen mit dem Dienst an drei Tagen. Bereits im Oktober desselben Jahres wurde der Lotsendienst auf 18 Frauen und Männer aufgestockt und der Dienst von Montag bis Freitag angeboten. Die Lotsen versehen ihren Dienst jeweils zu zweit und zwar vormittags von 8.30 – 11.30 Uhr.
Die Hauptaufgaben bestehen darin, Hilfe bei den „Aufnahme-Regularien“ zu leisten und den „Lotsendienst“ zu den Stationen anzubieten, d.h. den Weg zu den Stationen zu zeigen und, wenn nötig, zu begleiten. Wenn ein Patient keine Angehörigen am Ort hat, springen die Lotsen auch einmal ein, um etwas zu besorgen. Der Lotsendienst soll den Patienten/innen bei ihrer Aufnahme ins Krankenhaus das Gefühl geben, nicht allein zu sein, sondern angesichts der für viele unübersichtlichen Abläufe eine/n persönliche/n Ansprechpartner/in zu haben. „Als Lohn dieser Arbeit bekommen wir das Gefühl, von hilfsbedürftigen Menschen gebraucht zu werden; man freut sich, dass wir da sind. Das verleiht unseren vielen Gängen Flügel“ (Berthild de Vries, Lotsin).
Die Lotsen haben im Laufe der Jahre ein Gefühl dafür entwickelt, wie sich die Patienten/innen fühlen, die ins Krankenhaus kommen. Sie haben ein offenes Ohr für Sorgen und Ängste und wissen um die Verzweiflung angesichts der Konfrontation mit der nicht gewollten Krankheit. Sie unterstützen die Kräfte und Bemühungen der Menschen, auch diese Situation des Lebens überstehen zu können.
Alle Lotsen arbeiten ehrenamtlich. Sie freuen sich über den Erfolg ihrer Arbeit und möchten Nächstenliebe praktizieren. Zeit zu verschenken ist nicht selbstverständlich. Die vielen positiven Rückmeldungen der Patienten/innen und der Klinikbediensteten geben den Lotsen Rückhalt und Bestätigung, das Richtige zu tun.
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