Notfallseelsorge - erste Hilfe für die Seele in Extremsituationen

Notsituation treten plötzlich und unvorhersehbar auf und bedeuten für unmittelbar Betroffene sowie Einsatzkräfte erhebliche psychische und seelische Belastungen.

Notfallseelsorge geschieht überwiegend durch Begegnung und als Begleitung im persönlichen Gespräch. Sie ist „erste Hilfe für die Seele“, und tut das Not- wendige in der akuten seelsorgerlichen Begleitung. Sie gibt mit ihren liturgischen Möglichkeiten (Nähe, Aussegnung, Gebet) erste Struktur im Chaos und lässt die Betroffenen mit ihrer Not nicht allein. Sie teilt die Einsamkeit des Unvorstellbaren.

Knapp 400 Einsätze in Jahr im Bereich unserer Kirche werden durch 124 Notfallseelsorger -Innen und 23 Ehrenamtliche in 10 Notfallseelsorgesystemen übernommen, d.h. jeden Tag ist mindestens ein Notfallseelsorger im Oldenburger Land unterwegs.

Gebildet werden die Teams von Gemeindepfarrer zum Teil in Zusammenarbeit mit den Rettungsorganisationen oder als KIT (Kriseninterventionsteam).

Notfallseelsorge ist eine Möglichkeiten als Kirche in der Gegenwart dem Auftrag Jesu  „für andere da zu sein, also Nächstenliebe zu praktizieren“ gerecht zu werden.

Notfallseelsorge sichert die Erreichbarkeit eines Seelsorgers verlässlich und trägt so zur Entlastung und Begleitung von Einsatzkräften bei.

Für die Notfallseelsorge gelten Grundsätze:

  • 24 Stunden-Einsatzbereitschaft
  • über die Leitstellen zuverlässig erreichbar
  • geschieht überkonfessionell und interreligiös
  • wird immer vom Notarzt /  Einsatzleiter alarmiert
  • setzt das Einverständnis der Betroffenen voraus
  • geschieht Gemeindebezogen (Nachfrage bei den Ortspfarrer / -innen)
  • ist regional organisiert (Orientierung an kommunalen Grenzen)
  • ist auf Professionalität angelegt (Fortbildung, Supervision)
  • geschieht in kollegialer und z.T.- ökumenischer Zusammenarbeit

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