So kann es gehen - Erfahrungen aus FRI-WHV

Öko-faire Beschaffung – das geht, und das ist auch gar nicht so viel teurer. Diese Erfahrung haben fünf Kirchengemeinden und eine Einrichtung im Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven gemacht. Von Oktober 2011 bis Ende 2014 haben sie bereits drei Jahre lang „Zukunft einkaufen“ als Pilotprojekt durchgeführt.

 

Dabei sind die Projektteams in den Gemeinden zu interessanten Erkenntnissen gekommen:

 

  • Die Gemeinden besitzen bei vielen Produkten eine erhebliche Nachfragemacht in der Region.
  • Die Mehrkosten halten sich in Grenzen.
  • Durch Einsparpotentiale im energetischen Bereich, die keine oder geringe Investitionen bedürfen, können Mehrkosten gedeckt werden.

 

Das Pilotprojekt hat zu einer dauerhaften Veränderung bei der Beschaffungspraxis der beteiligten Gemeinden geführt. Auf der Kreissynode im September 2013 beschloss der Kirchenkreis eine öko-faire Beschaffungsleitlinie.

 

Zusätzlich haben die Projektteams regelmäßig öffentliche Veranstaltungen zum Thema Nachhaltigkeit und Beschaffung angeboten, um so innerhalb der Kirchengemeinde und darüber hinaus ein Bewusstsein dafür zu schaffen, wie sehr wir mit unserem alltäglichen Konsumverhalten zu einer ökologischen und sozialen Entwicklung in unserer Region und weltweit beitragen können.

 

Die Arbeit der Einrichtungen und der Kirchengemeinden erregte große öffentliche Aufmerksamkeit und hat viele weitere Gemeinden im Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven zum Überdenken der eigenen Beschaffungspraxis angeregt. Die Jury des Nationalkomitees der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ hat das Vorhaben als offizielles Projekt der Weltdekade für den Zeitraum 2012/2013 ausgezeichnet, zudem gewann der Kirchenkreis 2015 den vierten ökumenischen Förderpreis in der Kategorie „Klimagerechtigkeit“.

 

 

Öko-faire Produkte
Herstellen von Recycling-Papier
Exkursion zu SODASAN (alle Fotos: Marie Halbach)
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