Aus den Kirchenkreisen

Fr, 31.01.2020Was für die eigene Gesundheit wichtig ist

Werkstatt-Tag für alle kirchlichen Kindergärten in Wilhelmshaven

Rund 170 Erzieherinnen und Erzieher nahmen am Werkstatt-Tag teil.

Frauke Schmidt erklärte, was im Arbeitsalltag gut tut.

In den Workshops ging es unter anderem um Kreativität.

Begrüßung für alle Erzieherinnen und Erzieher: Das Vorbereitungsteam mit Pastor Kai Wessels und Referentin Frauke Schmidt. Fotos: Annette Kellin

Immer auf Empfang sein, für jeden ein offenes Ohr haben, auf jeden individuell eingehen, trösten, fördern, erklären. Dazu ein immer anspruchsvoller werdendes Arbeitsumfeld, zunehmender Lärm und keine ruhige Minute – der Arbeitsalltag von Erzieherinnen und Erziehern ist überaus anspruchsvoll. Dabei ist vor allem eins wichtig: selber gesund bleiben. Impulse, wie das besser gelingen kann, gab es beim Werkstatt-Tag für alle kirchlichen Kindergärten in Wilhelmshaven.
   
Rund 170 Fachkräfte aus zehn evangelischen und drei katholischen Kindertagesstätten kamen bei der evangelischen Friedenskirche und der Kita Regenbogen sowie der katholischen Christus-König-Kirche und der angeschlossenen Kita im Stadtteil Fedderwardergroden unter dem Thema „Ausgeglichen durch den Tag – die Gesundheit im Blick“ zusammen. Der Aktionstag, der im zweijährigen Turnus stattfindet, war von einem Team mit Ilona Pallesche, Doris Voges, Ute Bohrer, Sylvia Hertwig, Kerstin Fürst, Daniela Cordes und Sandra Neugebauer vorbereitet worden.
   
Die eigene Gesundheit besser im Blick zu behalten und auf Prävention zu sehen, werde zunehmend wichtiger, sagte Kerstin Fürst. Denn nicht selten müssen aufgrund der personellen Enge mittlerweile ganze Gruppen geschlossen werden, wenn mehrere Erzieherinnen oder Erzieher erkrankt sind. Es sind zwar in jeder Kita Vertretungsstunden vorgesehen, doch die reichen häufig nicht aus – oder die Stelle ist vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels gar nicht erst besetzt. In der Kita Inselviertel in Wilhelmshaven mit 67 Kindern zum Beispiel sind sieben Vertretungsstunden pro Woche vorgesehen. Von den Vertretungskräften wird dabei ein hohes Maß an Flexibilität erwartet, denn sie müssen immer dann einspringen, wenn es eng wird. „Solche Stellen kriegen wir oft gar nicht mehr besetzt – wer will schon einen Arbeitsplatz mit so wenigen Stunden?“, berichtete Fürst.
   
Immer noch seien 25 Kinder in der Gruppe der Regelfall, dabei benötigten Kinder heute zunehmend Aufmerksamkeit und Anleitung, der Lärmpegel habe sich ebenfalls erhöht, so Fürst. Dabei sei die Kita heute eine Einrichtung mit eindeutigem Bildungsauftrag, es gehe keineswegs mehr nur um Betreuung.
   
Der Werkstatt-Tag sollte für die Pflege der eigenen Gesundheit sensibilisieren. In vielen Workshops war es deshalb möglich, Neues zu entdecken, das Körper und Seele gut tut. Begrüßt wurden die Erziehrinnen und Erzieher von Pastor Kai Wessels, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft evangelischer und katholischer Kindertagesstätten in Wilhelmshaven sowie von Frauke Schmidt von der Fachstelle Kindergartenarbeit der evangelisch-oldenburgischen Kirche. Schmidt hielt einen Impulsvortrag unter der Fragestellung: „Wie gelingt es, trotz der hohen Belastung gesund zu bleiben?“ Dabei wurden äußere Faktoren, wie die Beschaffenheit der Räume ebenso angesprochen wie ein gute Arbeitsklima und die Anerkennung der persönlichen Leistung.

Annette Kellin


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