Aus den Kirchenkreisen

Di, 14.01.2020Weihnachtskrippe in Bakum

Pfarrer Karsten Hilgen und Pfarrerin Andrea Hilgen Frerichs zeigen eine von mehreren Szenen aus der Weihnachtsgeschichte.

Blick auf eine weitere mit Egli-Figuren gestaltete Szene in der Bakumer Weihnachtsgeschichte. Fotos: Carsten Homann

Das Weihnachtsfest ist zwar vorüber, aber die Weihnachtszeit hält noch an. Und so stehen im Oldenburger Münsterland die Krippen noch bis Ende Januar in den Kirchen. Hier haben kunstvolle Krippen eine lange Tradition und werden mit viel Liebe zum Detail von engagierten Ehrenamtlichen kurz vor Weihnachten aufgebaut.
   
Eine dieser Krippen steht in der evangelischen Gethsemane Kirche in Bakum. Das Besondere an dieser Krippe ist ihre Entstehungsgeschichte. Der Idee zur Krippe entstand eigentlich aus einem anderen christlichen Fest heraus, dem Osterfest. Das Pfarrer-Ehepaar Karsten Hilgen und Andrea Hilgen Frerichs erfuhren von den Egli Figuren. Diese Figuren haben ihren Ursprung in der Schweiz. Das besondere an ihnen ist die Beweglichkeit ihrer Körperteile und die Tatsache, dass ihre Gesichter konturlos sind: Weder Nase noch Mund oder Augen sind vorhanden. So konzentriert sich der Blick des Betrachters auf das Handeln der Figuren, was ganz im Sinne der Frauen war, die die Idee zu diesen Figuren hatten. Schwester Anita Deurungs, Ordensfrau im Kloster Ilanz in der Schweiz, wollte eine Weihnachtskrippe mit beweglichen Figuren für die ganze Familie schaffen. Die Figuren sollten in der Chronologie der Weihnachtsgeschichte (Der Engel erscheint Maria – Reise nach Bethlehem – Geburt im Stall – Flucht nach Ägypten – Die heiligen drei Könige usw.) umgestellt werden und mussten deshalb auch beweglich sein, um dem einzelnen Geschehen die nötige Authentizität zu geben.
   
Ursprünglich sollte in Bakum ein Ostergarten entstehen. Um diese Figuren zu kreieren, brauchte man aber die Anleitung von ausgebildeten Referentinnen und Geld für die Figuren, die immerhin 100 Euro kosten. Was das Pastorenehepaar nicht für möglich gehalten hatte, gelang: Es kamen ausreichend Spenden zusammen und es fanden sich 14 Frauen, die an zwei Tagen ohne Unterbrechung 12 Stunden 28 Figuren unter Anleitung schufen.
   
Schon bald entstand die Idee, mit den Figuren nicht nur die Ostergeschichte darzustellen, sondern auch die Weihnachtsgeschichte. Und so kann man nun schon seit drei Jahren in der Bakumer Kirche die einzelnen Stationen der Weihnachtsgeschichte nachempfinden. Viele Grundschülerinnen und -schüler sowie Kindergartenkinder kommen, um das Wunder von Bethlehem lebensecht und anschaulich zu bestaunen.
   
Pfarrer Karsten Hilgen und Pfarrerin Andrea Hilgen Frerichs freuen sich über das rege Interesse in Bakum und umzu an ihrer etwas anderen Krippe und sehen darin auch ein ökumenisches Projekt. Die Krippe ist noch bis Ende Januar zu bestaunen.
   
Carsten Homann


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