Handlungsempfehlungen zum Umgang mit dem Coronavirus im kirchlichen Leben der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg (Stand: 13. Juli 2020)

Die Handlungsempfehlungen orientieren sich an der Niedersächsischen Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus (PDF) in der ab 10. Juli 2020 geltenden Fassung, die UNBEDINGT zu befolgen ist.

  

Wir aktualisieren diese Webseite kontinuierlich. Bitte informieren Sie sich hier regelmäßig.

  

Der Krisenstab der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg hat am 13. Juli 2020 aktualisierte Handlungsempfehlungen der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg zum Umgang mit dem Coronavirus im kirchlichen Leben veröffentlicht.

 

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Hier finden Sie die Handlungsempfehlungen der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg zum Umgang mit dem Coronavirus im kirchlichen Leben vom 13. Juli 2020 im Format PDF.

 

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Handlungsempfehlungen der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg zum Umgang mit dem Coronavirus im kirchlichen Leben (Stand: 13. Juli 2020)

 

Die Handlungsempfehlungen orientieren sich an der Niedersächsischen Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus (PDF) in der ab 10. Juli 2020 geltenden Fassung, die UNBEDINGT zu befolgen ist.

 

Die anhaltende Corona-Pandemie stellt den Gemeinsinn und die Besonnenheit aller auf die Probe. Der verantwortliche Umgang mit den Risiken ist auch für die Kirche und Kirchengemeinden eine besondere Herausforderung. Gottesdienste sind öffentliche Veranstaltungen. Teilnehmende sowie haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende sind zu schützen. Ganz besonders ist auf den Schutz kranker und älterer Menschen zu achten. Wir sind aufgerufen zur Fürbitte, besonders für Kranke und die, die in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen ihren Dienst tun. Wir tun alles, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.
     
Diese Handlungsempfehlungen beziehen sich auf den aktuellen Stand und werden anlassbezogen aktualisiert. Die kontinuierlich aktualisierten Handlungsempfehlungen sowie weitere hilfreiche Informationen und Links finden Sie unter: https://www.kirche-oldenburg.de/coronavirus  
    
Selbstverständlich gelten für alle Kirchengemeinden, Kirchenkreise und Einrichtungen die Vorgaben und die Empfehlungen der staatlichen und kommunalen Behörden.

 

Siehe: www.niedersachsen.de/Coronavirus und 
www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html 
 

Gottesdienste (aktualisiert: 13. Juli 2020)

Aufgrund der Verordnung des Landes Niedersachen (PDF) vom 05. Mai 2020 sind Zusammenkünfte in Kirchen seit 07. Mai 2020 möglich.

 

Der Krisenstab der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg hat hierzu Eckpunkte einer verantwortlichen Gestaltung von Gottesdiensten verabschiedet, die Hinweise zu Verlauf und Gestaltung von Präsenzgottesdiensten in der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg im Zuge einer Lockerung der Beschränkungen in der Corona-Pandemie enthalten.

 

Hier finden Sie die Eckpunkte einer verantwortlichen Gestaltung von Gottesdiensten im Format PDF.

 

Der Vorstand des Gesamtverbands für Kindergottesdienst in der EKD e.V. empfiehlt nach sorgfältiger Prüfung noch keine Wiederaufnahme der Kindergottesdienste vor der Sommerpause.
  
Weitere Hinweise finden Sie in einer Stellungnahme des Gesamtverbandes (PDF).

 

Kasualien: Taufen, Trauungen und Bestattungen (aktualisiert: 13. Juli 2020)

Aufgrund der Verordnung des Landes Niedersachen (PDF) vom 05. Mai 2020 sind Zusammenkünfte in Kirchen seit 07. Mai 2020 möglich.
 
Für Taufen, Trauungen und Bestattungen müssen die gleichen Auflagen beachtet werden wie für die Sonn- und Feiertagsgottesdienste. Jede liturgische Handlung ist nur mit ausreichendem Abstand erlaubt. Die Anzahl der Teilnehmenden ist bezüglich der Raumgröße deutlich zu beschränken.

 
Der Krisenstab der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg hat Eckpunkte einer verantwortlichen Gestaltung von Gottesdiensten verabschiedet, die auch Empfehlungen zu Kasualien wie Taufen, Trauungen und Bestattungen enthalten.

Beisetzung auf dem Friedhof (aktualisiert: 13. Juli 2020)

Im Rahmen einer Beerdigung ist nach einem Gottesdienst die Teilnahme am letzten Gang zur Grab- oder Beisetzungsstelle und der dortige Aufenthalt auf höchstens 50 Personen beschränkt. 
 

Hier finden Sie weitere Hinweise zur Durchführung von Bestattungen (PDF).

Konfirmandenarbeit und Konfirmationen (aktualisiert: 13. Juli 2020)

Nach der Niedersächsischen Verordnung vom 08. Mai 2020 (PDF) sind Zusammenkünfte in Gemeindezentren und gemeindlichen Einrichtungen zur Unterweisung und Vorbereitung von Personen auf religiöse Feste und Ereignisse wie zum Beispiel die Konfirmation zulässig, wenn sichergestellt ist, dass jede Person beim Betreten und Verlassen der Einrichtung sowie beim Aufenthalt in der Einrichtung einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu jeder anderen Person, die nicht dem eigenen Hausstand angehört, einhält. Hygienemaßnahmen, die geeignet sind, die Gefahr einer Infektion mit dem Corona-Virus zu vermindern, sind zu treffen. Bei großen Jahrgängen sind möglichst mehrere kleinere Gruppen zu bilden.
    
Neue Konfirmanden*innen-Jahrgänge sollten nach den Sommerferien beginnen. 
   
Weitere Informationen finden sich unter den Links: www.arp-ol.de/beratung-information/konfi-zeit.html  der www.kajak-oldenburg.de  
   
Die Feier der Konfirmation ist für die Konfirmandinnen und Konfirmanden und auch für unsere Gemeinden ein sehr wichtiger Termin. Bei den Planungen der Familien hat dieses Fest einen langen Vorlauf. 
   
Grundsätzlich empfehlen wir, Konfirmationen in den Herbst oder auch bis in das Frühjahr 2021 hinein zu verschieben. Auch bei einer Verschiebung sind längerfristig Gottesdienstfeiern nur in mehreren Klein- bzw. Familiengruppen vorstellbar. 
     
Eine langfristige Terminierung bietet die Chance, die veränderten Rahmenbedingungen, die sich aus der Corona-Pandemie ergeben, in aller Ruhe mit in die Planungen einzubeziehen und mit den betroffenen Familien abzustimmen.
   
Voraussetzung ist angesichts der schwierigen Bedingungen eine gemeinsame Entscheidungsfindung mit den Konfirmandinnen und Konfirmanden und deren Eltern. 
   
Familien, die aufgrund der weiterhin bestehenden Kontaktbeschränkungen in Sorge bezüglich einer Infektion sind, sollten alternative Konfirmationstermine zu einem späteren Zeitpunkt angeboten werden. 
   
Die Teilnahme an privaten Feiern anlässlich einer Konfirmation ist bis zu einer Zahl von 50 Personen erlaubt.
  
Konkrete Empfehlungen zur Feier von Konfirmationen finden Sie auch unter: www.arp-ol.de/beratung-information/konfi-zeit.html oder www.kajak-oldenburg.de  

Gemeindehäuser (aktualisiert: 13. Juli 2020)

Nach §23 der Niedersächsischen Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus sind Zusammenkünfte in Gemeindezentren und gemeindlichen Einrichtungen zur Durchführung von Veranstaltungen kirchlicher Bildungsträger und von sozialen und karitativen Veranstaltungen der Gemeinden sowie zur Unterweisung und Vorbereitung von Personen auf religiöse Feste und Ereignisse zulässig, wenn sichergestellt ist, dass der Hygieneplan der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg für Gemeindehäuser (PDF) eingehalten wird.

Arbeit mit Kindern und Jugendlichen (aktualisiert: 13. Juli 2020)

Für Maßnahmen der Kinder- und Jugendarbeit bedarf es eines entsprechenden Hygienekonzeptes, zudem müssen Abstandsregelungen weiterhin eingehalten werden und die Kontaktdaten der Teilnehmenden müssen erfasst werden.
    
Vorlagen und Hintergrundinformationen zu Hygienekonzepten des Landesjugendrings stellt das Landesjugendpfarramt im Infoportal zur Verfügung: http://laju-oldenburg.de/corona 
    
Gruppenstunden und Veranstaltungen in festen Jugendgruppen dürfen mit bis zu 50 Personen stattfinden. Hier gelten keine Abstandsreglungen. Außerdem ist nicht länger notwendig, dass eine pädagogische Fachkraft oder ein/e Juleica-Inhaber/in die Gruppe leiten muss. 
    
Für weitere Regelungen nach der Niedersächsischen Corona-Verordnung finden sich die entscheidenden Hinweise in der Corona-Infomail 23 des Landesjugendrings Niedersachsen:
www.ljr.de/fileadmin/user_upload/corona/CoronaInfomail_20200710.pdf 
  
Für Rückfragen steht das Team im Landesjugendpfarramt gern zur Verfügung.

Kirchliche Großveranstaltungen, Konzerte, Chorproben u.a. (aktualisiert: 13. Juli 2020)

Nach § 24(2) der Niedersächsischen Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus sind kulturelle Veranstaltungen wie zum Beispiel eine Aufführung der darstellenden Künste, der Musik oder der Literatur zulässig, wenn Hygiene-, Abstands- und Dokumentationsregeln eingehalten werden. Die Zahl der Besucherinnen und Besucher darf 500 Personen nicht übersteigen. Die Veranstalterin oder der Veranstalter hat sicherzustellen, dass jede Besucherin und jeder Besucher sitzend an der Veranstaltung teilnimmt.
  
Natürlich gelten auch hier zwingend die staatlich vorgegebenen Anweisungen.
   
In der Niedersächsischen Verordnung vom 10.07.2020 sind die Themen „Singen, Chor und Bläser“ sind nicht mehr ausdrücklich erwähnt, sondern werden auf Grundlage allg. Regelungen zu Abstand etc. (§§ 1-4) in die Eigenverantwortung der Veranstalter bzw. Leitungen von Einrichtungen gegeben. 
    
Nach derzeitigem Stand der Forschung ist vor Gesang, gar Chorproben in geschlossenen Räumen, die kein gutes maschinelles Lüftungssystem haben, ausdrücklich zu warnen, wie eine Studie der Charité und der Technischen Universität Berlin laut FAZ-Artikel vom 9. Juli zeigt. Ein einfaches Öffnen der Fenster zeigt unter Umständen kaum, zumindest nicht ausreichend Wirkung, um die Aerosolkonzentration bei Gesang in einem Raum auf ein verträgliches Maß zu reduzieren. Im Kontakt mit dem Bundesgesundheitsministerium hat der Bevollmächtigte der EKD einen runden Tisch der drei Institute angeregt, die bisher zum Teil mit unterschiedlichen Ergebnissen Studien zum Thema Gesang und Blasinstrumente erstellt haben, mit dem Ziel eines gemeinsamen Papieres. 
   
Sobald dieses Papier vorliegt, wird der Krisenstab weitere Empfehlungen aussprechen.

Gemeindebüchereien (aktualisiert: 21. April 2020)

Mit der niedersächsischen Verordnung vom 17. April 2020 ist die generelle Schließung von Bibliotheken aufgehoben worden.
 
Eine Wiederaufnahme des Betriebs von Gemeindebüchereien kann nur empfohlen werden, wenn durch die Kirchengemeinde die Einhaltung der vorgeschriebenen Hygiene-und Abstandsgebote und der ausreichende Schutz der Mitarbeitenden sichergestellt werden kann.
 
Denkbar wäre es, zu festen Zeiten Bücherwünsche über Telefon, E-Mail oder Papier entgegenzunehmen und die Bücher kontaktlos über einen Korb, eine Box o.ä. vor dem Gemeindehaus abholen und zurückbringen zu lassen.
 
Mit Blick auf die mehrtägige Überlebensfähigkeit des Corona-Virus sollte ein ausgeliehenes Buch mit einer mehrtägigen Sperrfrist belegt oder zumindest gründlich desinfiziert werden.

Kindertagesstätten (aktualisiert: 13. Juli 2020)

Am 22. Juni 2020 wurde die Notbetreuung in Kitas durch einen eingeschränkten Betrieb abgelöst. Die entsprechenden Rahmenbedingungen werden im neuen § 16 der Niedersächsischen Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus (Stand 10.07.2020) beschrieben. Bei der Ausgestaltung des Betreuungsangebots im Spannungsfeld von Pädagogik und Infektionsschutz haben die Träger und Einrichtungen weiterhin flexible Spielräume. Die Vorgaben zur Qualifikation des erforderlichen Personals laut niedersächsischem Kita-Gesetz bleiben weiter ausgesetzt. Jede Einrichtung sollte prüfen, welches Angebot sie den Familien machen kann, sodass einerseits jedes Kind die Möglichkeit zum Kita-Besuch hat und andererseits die Maßnahmen zum Infektionsschutz eingehalten werden können. Der Rahmen-Hygieneplan Corona Kindertagesbetreuung vom 12. Juni 2020 in seiner jeweils gültigen Form ist weiter anzuwenden. Wichtigster Grundsatz ist weiterhin, dass die Kinder in konstanten Gruppen räumlich voneinander getrennt betreut werden, und dass das Personal soweit möglich nicht gruppenübergreifend eingesetzt wird.

Besprechungen, Konferenzen und Sitzungen (aktualisiert: 11. Mai 2020)

Nach der Niedersächsischen Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie (PDF) vom 08. Mai 2020 §1 Absatz 5a können gewählte Gremien von öffentlich rechtlichen Körperschaften sowie von Vereinen, Initiativen oder anderen ehrenamtlichen Zusammenschlüssen Sitzungen und Zusammenkünfte durchführen, wenn sichergestellt ist, dass jede Person beim Betreten und Verlassen der Einrichtung sowie beim Aufenthalt in der Einrichtung einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu jeder anderen Person, die nicht zum eigenen Hausstand gehört, einhält.

 

Somit dürfen kirchliche Gremien wie z.B. Gemeindekirchenräte, Ausschüsse oder Vorstände von Fördervereinen ab sofort Sitzungen und Zusammenkünfte durchführen unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln.

 

Bitte nutzen Sie weiterhin alternativ die Möglichkeit von Telefon-, Videokonferenzen und E-Mail-Kommunikation.

  
Um Kirchengemeinden trotz dieser Einschränkungen handlungsfähig zu machen, hat der Gemeinsame Kirchenausschuss eine Verordnung mit Gesetzeskraft zur Sicherung der Handlungsfähigkeit der kirchlichen Körperschaften beschlossen, die seit dem 26.03.2020  gilt. Bitte nutzen Sie gegebenenfalls die hier beschriebenen Möglichkeiten der Beschlussfassung.


Sie ist abrufbar unter: www.kirchenrecht-oldenburg.de/document/45860

Dienstreisen und Fortbildungsveranstaltungen (aktualisiert: 08. Juni 2020)

Besprechungen, Konferenzen und auch Fortbildungen sind wieder gestattet. Dies gilt prinzipiell auch für Veranstaltungen, die mit auswärtigen Übernachtungen verbunden sind. Dennoch sind sie nach der „Niedersächsischen Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus“ in der aktuell gültigen Fassung auf ein absolutes Minimum zu beschränken. Hier heißt es unter §1 nach wie vor: „Jede Person hat physische Kontakte zu anderen Menschen, die nicht zu den Angehörigen des eigenen Hausstandes gehören, auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren.“ Bei jeder Veranstaltung ist also weiterhin zu prüfen, ob sie nicht auch gut mittels digitaler Kommunikationstechnik durchgeführt werden könnte.
  
Dienstfahrten innerhalb der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg sind möglich, Dienstreisen in andere Regionen nicht mehr generell untersagt. Jedoch sollten sie gegenwärtig auf Einzelfälle beschränkt bleiben und bedürfen ohnehin der Genehmigung der Kreispfarrer*innen oder Dezernent*innen.
  
Den Kirchenkreisen wird empfohlen, die gleiche Anordnung für die durch sie getragenen bzw. verantworteten Einrichtungen zu erlassen. Das soll auch für die Kreisjugenddienste gelten.

Oldenburg, 13. Juli 2020

 

Bischof Thomas Adomeit
in Namen des Krisenstabs der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg

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