Sa, 02.11.2019Abschlusskonzert zum Arp-Schnitger-Jahr

Hamburg/Golzwarden (epd). Mit einem Orgelkonzert in der St. Pankratius-Kirche in Hamburg-Neuenfelde wird am Freitag das Orgel-Jahr 2019 in Erinnerung an das 300. Todesjahr des Orgelbaumeisters Arp Schnitger (1648-1719) offiziell beendet.

 

Prominente Gäste sind Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda (SPD) und Niedersachsens Kulturminister Björn Thümler (CDU), wie die Veranstalter am Sonnabend mitteilten. Der Eintritt zu dem um 18.30 Uhr beginnenden Konzert ist frei. Schnitger wurde am 28. Juli 1719 in Neuenfelde beerdigt.

 

An der Arp-Schnitger-Orgel werden junge Musiker aus Niedersachsen und Groningen (Niederlande) sowie der Neuenfelder Organist Hilger Kespohl spielen. Der Hamburger Kirchenmusikdirektor Rudolf Kelber werde Wünsche aus dem Publikum aufnehmen und live auf der Orgel improvisieren, hieß es. Kelber war jahrzehntelang Organist an der Hauptkirche St. Jacobi, wo die größte erhaltene Arp-Schnitger-Orgel steht.

 

Arp Schnitger wurde 1648 in der Wesermarsch geboren. 2019 feierte Norddeutschland Schnitgers 300. Todesjahr. Was der Meister geschaffen hat, fasziniert Musiker und Publikum bis heute. Etwa 170 Orgeln soll er neu gebaut oder wesentlich umgestaltet haben, rund 30 sind noch erhalten. Das reiche Alte Land zwischen Stade und Hamburg sticht hervor, weil dort besonders viele Orgeln von Schnitger stehen: 1678 übernahm er nach dem Tod seines Lehrmeisters Berendt Hus dessen Werkstatt in Stade.

 

Bereits vier Jahre später zog er nach Hamburg, um in der Hauptkirche St. Jacobi sein größtes Werk mit knapp 4.000 Pfeifen zu bauen. Von Hamburg aus exportierte Schnitger seine Instrumente zunächst in den norddeutschen Raum und in die Niederlande, dann nach Russland, England, Spanien und Portugal. Seine Taufkirche, die St. Bartholomäus-Kirche in Golzwarden bei Brake, wurde im Juli durch einen Brand schwerbeschädigt.

 

   Während des Konzertes wollen die Veranstalter noch einmal auf besondere Ereignisse des Orgeljahres zurückblicken. Dabei solle es nicht allein um das Bewahren des kulturellen Erbes gehen, sondern auch «um das Weitertragen der Begeisterung für die Orgel in die Zukunft», hieß es.


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