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Fr, 02.08.2019«Die schmerzliche Wahrheit kommt langsam in der Gesellschaft an» - Drei Fragen an «Students for Future»-Aktivist Steve Labbies

Hannover (epd). In Dortmund treffen sich bis Sonntag über Tausend Teilnehmer zu einem «Fridays for Future»-Sommerkongress mit 140 Workshops, Podien und Aktionen. Zusätzlich demonstrierten am Freitag in den Landeshauptstädten verschiedener Bundesländer weitere Anhänger der Bewegung gegen Subventionen für Kohlestrom. Der «Students for Future»-Aktivist Steve Labbies aus Hannover sagte dem Evangelischen Pressedienst (epd), solche unverminderte Präsenz sei wichtig. Der 26-jährige Biologiestudent ist überzeugt: Es wird noch viel Überzeugungsarbeit nötig sein, bis die Gesellschaft wirklich umdenkt.

 

epd: Bei allem Lob, das ihr für euer Engagement bekommt, wie viel habt ihr bisher konkret verändert?

 

Steve Labbies: Auf jeden Fall noch zu wenig. Dennoch merken wir auch die kleinen Erfolge: Der Kohleausstieg wird stärker forciert. Viele sind dabei, umzudenken und zu verstehen, dass wir zwar alle Klimaschutz haben wollen, aber nicht genug dafür tun. Und das wird auch nicht leicht werden. Diese schmerzliche Wahrheit kommt langsam in der Gesellschaft an.

 

epd: Was bedeutet das für dich?

 

Labbies: Ich habe das Gefühl, dass der Stein erst ins Rollen kommt. Klimaschutz funktioniert nicht so kurzfristig, wie man es vielleicht gerne hätte. Die jungen Generationen von «Fridays for Future» dürfen aber bei den nächsten Bundestagswahlen wählen. Da wird die Politik nicht umhinkommen, ihr Anliegen ernstzunehmen. Wir machen auf jeden Fall weiter.

 

epd: Was muss sich sofort ändern, damit ihr sagt, ihr habt tatsächlich etwas bewegt?

 

Labbies: Es darf keine Subventionen geben, die der Umwelt schaden. Wenn diese Forderung umgesetzt würde, wäre das der erste Schritt. «Fridays for Future» macht aber jetzt schon möglich, eine andere Gesellschaft zu erdenken und mitzugestalten. Vorher hatte ich jedenfalls nicht das Gefühl, so viel Einfluss zu haben.


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