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Mo, 02.09.2019Inklusionsrat fordert mehr Arbeitsmöglichkeiten für Behinderte

Papenburg/Hannover (epd). Der Niedersächsische Inklusionsrat hat mit einer «Papenburger Erklärung» die Landesregierung aufgefordert, die Teilhabe am Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderungen zu verbessern. Betriebe, die nicht die vom Gesetz geforderten Arbeitsplätze für Menschen mit einem Handicap zur Verfügung stellten, sollten eine deutliche höhere Abgabe zahlen, heißt es in der Erklärung, die am Montag von der Landesbehindertenbeauftragten Petra Wontorra in Hannover veröffentlicht wurde.

 

Menschen mit einer Behinderung hätten das gleiche Recht auf Arbeit wie Menschen ohne Behinderung. Sie seien jedoch mit einer Arbeitslosenquote von 11,7 Prozent deutlich häufiger beschäftigungslos als Nichtbehinderte, bei denen die Quote bei 5,7 Prozent liege. Mehr als 34.000 beeinträchtigte Menschen arbeiten nach Angaben des Inklusionsrates außerhalb des regulären Arbeitsmarktes in einer Werkstatt für behinderte Menschen. Nur zwei Prozent von ihnen gelinge pro Jahr der Übergang in ein reguläres Arbeitsverhältnis auf dem ersten Arbeitsmarkt.

 

Der Rat forderte die rot-schwarze Landesregierung auf, die Arbeitgeber mit einer Öffentlichkeitskampagne über Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten aufzuklären. Wenn Arbeitplätze neu geschaffen oder umgewandelt würden, müssten die Belange behinderter Menschen grundsätzlich von Anfang an mitbedacht werden.


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