So, 20.09.2020Mehr als 1.000 Niedersachsen demonstrieren für Flüchtlinge aus Moria

Oldenburg/Göttingen (epd). Angesichts des niedergebrannten Flüchtlingslagers Moria auf Lesbos haben am Wochenende rund 1.100 Menschen bei Kundgebungen in Oldenburg, Braunschweig und Göttingen für die Aufnahme von Flüchtlingen demonstriert. In Oldenburg kamen Polizeiangaben zufolge unter dem Motto «Es reicht! Wir haben Platz!» am Samstag rund 450 Menschen zusammen. Dabei kritisierten die Initiatoren vom örtlichen Bündnis Seebrücke, dass bereits seit Jahren zehntausende Menschen in völlig überfüllten Lagern auf den ägäischen Inseln ausharrten.

 

Die unmenschlichen Bedingungen in den Lagern an den europäischen Außengrenzen seien gewollt. Deutschland könne und müsse mit wirklichen Lösungen vorangehen und nicht in Form neugebauter Lager an den Außengrenzen, forderte das Bündnis. «Ein weiteres Moria darf es nicht geben.» In Göttingen kamen am Sonntag laut Polizei rund 500 Teilnehmer zu einer friedlichen Kundgebung unter dem Motto «Evakuierung Jetzt!» zusammen.

 

In Braunschweig versammelten sich am Sonntagnachmittag rund 150 Teilnehmer auf dem Schlossplatz zu einer Kundgebung, teilte ein Polizeisprecher mit. Laut dem Bündnis Seebrücke in Braunschweig sei die von der Bundesregierung genannte zahl von 1.500 aufzunehmenden Menschen viel zu niedrig. Deutschland könnte ohne Probleme alle ehemaligen Bewohner des Lagers aufnehmen, hieß es. Denn mehr als 170 Städte und Kommen, darunter auch Braunschweig, hätten sich zu Sicheren Häfen und zur Aufnahme von Flüchtlingen bereiterklärt.


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