Mi, 07.08.2019Wissenschaftsminister Thümler dankt «Fridays for Future»-Bewegung

Wilhelmshaven (epd). Der niedersächsische Kultur- und Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) hat sich bei den Teilnehmenden der «Fridays for Future»-Bewegung für ihr Engagement bedankt. «Diese jungen Menschen interessieren sich für ein Thema, das sie ihr Leben lang begleiten wird», sagte er laut Redemanuskript am Mittwochabend in der Vortragsreihe «Politikerkanzel. Was mich treibt» in Wilhelmshaven.

 

Die Protestierenden erinnerten deutlich daran, dass Gott den Menschen die Schöpfung anvertraut habe, um mit seinen Mitgeschöpfen und der Erde schützend und fürsorglich umzugehen, sagte der Minister. Es gehe um das nachhaltige Zusammenspiel von Erde und Mensch. «Das schulden wir nicht nur uns selbst, sondern auch unseren Kindern und Enkelkindern. Dafür müssen wir schon heute aktiv werden. Dies haben die jungen Menschen dankenswerterweise sehr deutlich gemacht.»

 

Die Heranwachsenden zeigten zudem, dass sie sich für die Dinge interessierten, die ihr Leben beeinflussten. Sie engagierten sich zwar nicht mehr in Verbänden oder Parteien, dafür aber in den sozialen Medien und auf öffentlichen Plätzen. Er sehe das positiv, sagte der Minister: «Wenn du möchtest, dass deine Stimme gehört wird, musst du sie auch erheben. Wenn du nicht mitentscheidest, entscheiden andere.»

 

In seinem Engagement als Politiker und Familienvater treibe ihn das christliche Wertefundament zu einem respektvollen Miteinander an, sagte Thümler. «Das Bewusstsein für die Fehlbarkeit des Einzelnen macht einen bewährten, unbestechlichen und oft geprüften Werteanker unverzichtbar.» Einen solchen Anker finde er in der Bibel. «Was mich treibt, ist mein Glaube an einen Gott, der uns Zuversicht und Stärke gibt, damit wir selbst aktiv werden können und uns für die Welt einsetzen können, in der wir leben wollen.»

 

Bei der zehnteiligen Reihe «Politikerkanzel» geben prominente Politiker bis zum 11. September in der «Banter Kirche» Auskunft über ihre Motivation für ihr Handeln und darüber, was ihnen die Demokratie bedeutet. Als weitere Gäste werden unter anderem noch Landtagspräsidentin Gabriele Andretta (SPD), der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff und SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil erwartet. Das Projekt einer «Politikerkanzel» wurde bereits vor zehn Jahren im Berliner Rogate-Kloster erprobt. Ein Mitarbeiter des ökumenischen Klosters hatte die Idee mit nach Wilhelmshaven gebracht.

 


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