Newsletter der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg

30.12.2009
Nr. 28

 

Inhalt

1. Jahreslosung 2010: Euer Herz erschrecke nicht
2. Spenden zum Jahreswechsel
3. Hochzeitsmesse: „Damit die Liebe bleibt“
4. Oldenburger Vorträge zum Stand der Ökumene
5. Biblische Pilger – und Studienfahrt nach Palästina und Israel
6. Cellist Beckmann spielt zugunsten armer Menschen
7. „Wegweiser für Trauernde“ neu erschienen
8. Konzert-Tipps  

 

1. Jahreslosung 2010: Euer Herz erschrecke nicht

Mit der Losung aus Johannes 14,1 „Jesus Christus spricht: Euer Herz erschrecke nicht. Glaubt an Gott und glaubt an mich.“, dürfen wir durch das Jahr 2010 gehen.

Bischof Jan Janssen schreibt dazu in der in Hannover erscheinenden Evangelischen Zeitung: „Jesus kennt die Bedrängnis, in der sich die Gemeinde des Johannesevangeliums befindet. Er spricht Menschen ermutigend auf das an, worin schon die jüdische Tradition unser Lebenszentrum sieht: unser Herz. Darin darf ein unerschrockenes Gottvertrauen wohnen, das diese Losung auch uns für das vor uns liegende Jahr empfiehlt.“
Die Jahreslosungen werden übrigens nicht von der Herrnhuter Brüdergemeine herausgegeben, sondern von der Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen.
www.oeab.de/jahreslosungen/, www.losungen.de, www.jahreslosung.net.

 

2. Spenden zum Jahreswechsel

Während der Böllerverkauf wieder auf vollen Touren läuft, appelliert Diakonievorstand Pastor Thomas Feld an die Solidarität der Menschen im Oldenburger Land: Denken Sie zum Jahreswechsel an die Menschen, die in Not und Elend leben.“  Mit der Aktion „Brot statt Böller“ wirbt die Diakonie um Spenden für Menschen, die in den Ländern des Südens Hilfe zum Überleben brauchen. Die pyrotechnische Industrie erwartet, dass sich in der ersten Stunde des neuen Jahres über 100 Millionen Euro in Schall und Rauch auflösen. Nur die Hälfte steht "Brot für die Welt“ in einem Jahr an Spenden zur Verfügung, um in über 1.000 Projekten Menschen zu helfen.“  Das Motto der evangelischen Hilfsaktion erinnert uns an unsere Mitverantwortung: „Es ist genug für alle da“. Mit Hilfsprojekte in Afrika, Asien und Lateinamerika sichert "Brot für die Welt" das Überleben von Menschen und versucht, etwas mehr Gerechtigkeit in die Welt zu bringen. Über jeden Spendeneuro wird Rechenschaft abgelegt, garantiert Feld.
Den Slogan „Brot statt Böller“ verwendet „Brot für die Welt“ seit 1981.  Es geht dabei nicht darum, den Menschen im Deutschland die Feierlaune zu verderben, erläutert Feld. Mit der Aktion soll vielmehr darauf hingewiesen werden, dass schon ein Bruchteil der Summe, die in den wenigen Stunden um den Jahreswechsel verpufft, vielen Menschen helfen kann. Deshalb ruft der Diakonie-Vorstand dazu auf, für jede Rakete, die in den Himmel steigt, einen Euro an „Brot für die Welt“ zu geben.
Spendenkonto Nr. 000-430 330 bei der Landessparkasse zu Oldenburg (BLZ 280 501 00)

 

3. Hochzeitsmesse: „Damit die Liebe bleibt“

Unter dem Motto „Damit die Liebe bleibt“ nehmen die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg und das Bischöflich Münstersche Offizialat Vechta zum 15. Mal an der Hochzeitsmesse am 16. und 17. Januar in der Weser-Ems-Halle teil. Damit sind die Kirchen zu einem festen Bestandteil der Messe geworden, um heiratswillige Paare beraten und informieren zu können. Die kirchliche Trauung mit dem Segen Gottes gehört dazu.

Mittelpunkt des ökumenischen Kirchenstandes wird in diesem Jahr eine etwa 2,50 m lange Holz-Wippe sein, die mit der Aufforderung „Das Gleichgewicht als Paar finden“ beschriftet ist. Die heiratswilligen Paare können auf die Wippe steigen und müssen ihre Balance finden, damit sie auf gleicher Ebene stehen. Diese Aktion soll die Paare anregen, aufeinander einzugehen, keine übersteigerten Erwartungen an die gemeinsame Zukunft zu haben und sich mit ihrem künftigen Zusammenleben auseinanderzusetzen. Zu dieser Aktion gibt es ein Begleitheft für alle Teilnehmenden, das sie mit nach Hause mitnehmen können und als Gesprächsanregung dient, worauf es in einer Ehe ankommt.

Alle wesentlichen Informationen rund um Trauung beinhaltet zudem eine neue 12seitige Broschüre unter dem Motto „Ja, mit Gottes Segen“, die die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg neu aufgelegt hat.

Auf der Bühne der Hochzeitsmesse werden Schülerinnen und Schüler eines Cloppenburger Gymnasiums mehrmals Sketche von Loriot zum Thema Ehe und Zusammenleben von Mann und Frau aufzuführen. Diese Aktion soll die Aufmerksamkeit auf den ökumenischen Stand der Kirchen

lenken, damit er weiterhin wie in den Vorjahren mit großem Interesse stark frequentiert wird.

Neben den neuen Aktionen wird auf dem ökumenischen Stand ein traditionelles Moment nicht fehlen: der altbewährte Glockenturm, an dem die Paare ihren Trauspruch ziehen dürfen.

Den ökumenischen Stand der Kirchen auf der Hochzeitsmesse gibt es seit 1996. Damals waren die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg und das Bischöflich Münstersche Offizialat Vechta hier bundesweit Vorreiter. Zum ersten Mal waren die Kirchen auf einer kommerziellen  Messe vertreten. Auf der Hochzeitsmesse kann die Kirche den Interessierten erst einmal ein niedrigschwelliges Angebot machen. Sie will auch da sein, wo sich heiratswillige Paare erste Gedanken über eine Hochzeit machen, um sie hier beraten, bestärken und begleiten zu können.

 

4. Oldenburger Vorträge zum Stand der Ökumene

Zur Vorbereitung auf den 2. ökumenischen Kirchentag vom 12. bis 16. Mai in München beginnt im neuen Jahr eine Oldenburger ökumenische Vortragsreihe zum Stand der Ökumene.
Unter dem Motto "Eine sichtbare Kirche - unnötige Illusion oder unverzichtbare Hoffnung?" berichtet am Freitag, 8. Januar, 19.30 Uhr, Prof. Dr. Ulrike Link-Wieczorek (Oldenburg) in der Forumskirche St. Peter über den Stand der ekklesiologischen Diskussion im Ökumenischen Rat der Kirchen.
Am Montag, 8. Februar, 19.30 Uhr, referiert Dr. Gabriele Lachner (Vechta) in der Friedenskirche über "Das II. Vatikanische Konzil und die Ökumene. - Ein Grund zur Hoffnung – nach wie vor!" .
Die Lage der Ökumene aus evangelisch-methodistischer Perspektive stellt am Montag, 8. März,  19.30 Uhr, Pastor Jürgen Stolze (Magdeburg) im Lambertus-Saal der Lambertikirche vor.
Die Gestalt der Kirche in der Orthodoxie wird am Donnerstag, 8. April, 19.30 Uhr, Dipl. theol. Matthias Borchert (serbisch-orthodox, Hannover) in der Gertrudenkapelle beschreiben.
Eine Podiumsgespräch und eine Aussendungsfeier für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 2. Ökumenischen Kirchentages wird am Sonnabend, 8. Mai, 19.30 Uhr, in der Lambertikirche statt finden, an der Bischof Jan Janssen (Oldenburg), Weihbischof Heinrich Timmerevers (Vechta) und Pastor Karl-Heinz Voigt (Bremen) werden.
Der zweite ökumenische Kirchentag findet unter dem Leitwort "Damit ihr Hoffnung habt" vom 12. bis 16. Mai in München statt. Die Oldenburger ökumenische Vortragsreihe wird gemeinsam veranstaltet von der Evangelischen Stadtkirchenarbeit Oldenburg, der Evangelisch-methodistischen Kirche und dem Forum St. Peter.

 

5. Biblische Pilger- und Studienfahrt nach Palästina und Israel

Die Arbeitsstelle für Internationale Begegnungsarbeit Heiliges Land der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg bietet in den Herbstferien vom 9. bis 23. Oktober 2010 eine biblische Pilger – und Studienfahrt nach Palästina und Israel an.
Auf dem Programm stehen Besuche unter anderem in Abu Gosch, Bethlehem, Beit-Jala, Hebron, Masada, Ein Gedi, Qumran, Wadi-Kilt, Jericho, Efraim, Garizim, Sichem, Nablus, Kapernaum, Tabgha, Cäsarea, Philippi, Banias, Safed, Nazareth, Akko, Kerem, Jerusalem, Yad Vashem, teilt der Beauftragter für Internationale Begegnungsarbeit Heiliges Land, Diakon Christian Heubach, mit. Bei der Reisen sollen die freundschaftlichen Kontakte zu Christen, Juden und Muslimen in der Westbank und Israel intensiviert und gefestigt weden. Da zahlreiche Touren zu Fuß „erpilgert“ werden sollen, sie eine gute Kondition mitbringen, so Heubach.
Weitere Informationen und Anmeldungen bei Diakon Christian Heubach, Telefon: 0441-9991980, E-Mail: heubach@No Spamlambertikirche-oldenburg.de.

 

6. Cellist Beckmann spielt zugunsten armer Menschen

Zum zehnten Mal begibt sich Thomas Beckmann für Wohnungslose und arme Menschen auf Benefiztournee durch Deutschland. Am 23. Januar ist Beckmann um 19 Uhr in der Ansgari-Kirche Oldenburg. Mit Werken von Johann Sebastian Bach, Charlie Chaplin u.a. schlägt Beckmann auf dem Cello als Soloinstrument einen weiten Bogen.
Die Einnahmen der Auftritte kommen den Angaben zufolge obdachlosen und armen Menschen in den Auftrittsorten oder dem Verein „Gemeinsam gegen Kälte“ zugute. Beckmann gründete den Verein bereits 1993, nachdem in der Düsseldorfer Altstadt zwei Frauen erfroren waren. Sein Ziel ist es, obdachlosen Menschen zu helfen. Bis heute fördert er in 95 Städten über 200 Projekte. Der Erlös des Oldenburger Konzertes gehe an das Projekt „Energie für alle“, mit dem ein Darlehensfonds für arme Menschen aufgelegt werden soll, denen eine Energiesperre droht.
Eintrittskarten zum Preis von 17 Euro (ermäßigt: 8 Euro) gibt es ab sofort im Forum St. Peter Georgstr. 5, Tel. 390306-0, bei der Caritas in der Peterstr. 39, Tel. 925450, beim Diakonischen Werk Oldenburg-Stadt, Dobbenstr. 26, Tel. 97093-0 und an der St. Lamberti-Kirche, Markt 17.
Internet: www.gemeinsam-gegen-kaelte.de; www.thomas-beckmann.de

 

7. „Wegweiser für Trauernde“ neu erschienen

Die Stiftung „Trauerbegeleitung & Bestattungskultur“ in Hannover hat ihren „Wegweiser für Trauernde“ neu herausgebracht. Er enthält Adressen und Termine von Beratungsstellen und Gesprächskreisen in Niedersachsen, die Menschen in ihrer Trauer um einen gestorbenen Menschen unterstützen, teilte die Stiftung mit.
Sterben und Trauer seien Themen, mit denen man sich erst beschäftige, wenn man selbst betroffen sei. Daher sei es schwierig, in dieser Situation allein zurecht zu kommen. Trauer müsse jedoch bewusst erlebt werden, um den Schmerz zu bewältigen. Der Wegweiser helfe Trauernden, einen Raum für Austausch und Erinnerung zu finden, hieß es.
Die Stiftung wurde vor zehn Jahren gegründet und geht auf eine Initiative des hannoverschen Feuerbestattungsvereines zurück. Sie sieht ihre Aufgabe darin, Angebote für Trauernde zu vernetzen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Nähere Informationen unter Telefon 0511/12 34-494.

 

8. Konzert-Tipps

31.12., 20.00 Uhr, Bad Zwischenahn, St.-Johannes-Kirche, Silvesterkonzert
31.12., 20.00 Uhr, Wildeshausen, Alexander-Kirche, Silvesterkonzert
31.12., 21.00 Uhr, Varel, Schlosskirche, Orgelkonzert zu Silvester
31.12., 22.00 Uhr, Nordenham-Blexen, St.-Hyppolyt-Kirche, Orgelkonzert in der Silvesternacht
02.01., 18.00 Uhr, Brake, Stadtkirche, Musikalische Vesper
10.01., 16.00 Uhr, Edewecht, St. Nikolai-Kirche, „Neujahrs-Concert“

 

Text zur Woche

„Sag ja zu den Überraschungen,
die Deine Pläne durchkreuzen,
Deine Träume zunichte machen,  
Deinem Tag eine ganz andere Richtung geben,
ja, vielleicht Deinem Leben.“
(Dom Helder Camara)

 

Zum Jahreswechsel

„Ein Jahr will beginnen.
Im Glockenturm drinnen
Erschrecken die Tauben
Vom Bimm und vom Bamm
Seid nicht wie die Tauben!
Ihr müsst an euch glauben.
Stapft fröhlich ins Neujahr
und dreht euch nicht um!.“
(James Krüss)

 

Allen Leserinnen und Lesern des Newsletters wünschen wir ein gesegnetes neues Jahr 2010.

 

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