Newsletter der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg

20.  Januar 2010

Nr. 29

 

Inhalt

1. Haiti: Jeder Gerettete und jede Hilfe zählt
2. Frühjahrsprogramm der Evangelischen Akademie erschienen
3. Fernkurs Feministische Theologie
4. Dirk-Michael Grötzsch übernimmt die neu eingerichtete Stelle „Leitung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit“
5. Reger Zuspruch auf der Hochzeitsmesse
6. Evangelischer Buchpreis 2010 für Jugendbuchautorin aus Gießen
7. Konzert-Tipp

 

1. Haiti: Jeder Gerettete und jede Hilfe zählt

"Gegen die Unzahl der Toten zählt jedes einzelne Leben. Gegen das Untier des Nichtstuns zählt jede einzelne Regung", mahnt der Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg, Jan Janssen, in der  Fürbitt-Andacht zum Erdbeben auf Haiti, die am Freitag, dem 15. Januar, in der Oldenburger St.-Lamberti-Kirche statt fand.
"Zu der Flut der Bilder kommt das Fehlen der Worte. Schon das Gerede von nackten Zahlen bleibt einem im Halse stecken. Jeder Gerettete zählt, jede, die Hilfe bekommt. Jedes Gedenken und jedes Gebet und jedes Geben wäre schon Recht," sagte Janssen weiter. Deshalb mögen die Gebete uns in Bewegung versetzen. "Es mahnt uns: Wo ist diese Erde schon ein festes Zuhause?, Wo sind wir Siedler und andere flüchten?, Wo sind wir satt und andere hungern?, Wo wohnen wir warm und andere irren fröstelnd umher?".
Der gesamte Ablauf der Fürbitt-Andacht zum Erdbeben auf Haiti steht unter www.kirche-oldenburg.de zum Download bereit.
Spenden an die Diakonie Katastrophenhilfe unter dem Kennwort: „Erdbebenhilfe Haiti", Konto 432 500, Landessparkasse zu Oldenburg, BLZ 280 501 00.

 

2. Frühjahrsprogramm der Evangelischen Akademie erschienen

Die Akademie der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg hat ihr Frühjahrsprogramm veröffentlicht. Auf 44 Seiten werden 27 Veranstaltungen zu gesellschaftlichen und theologischen Fragen, sowie spirituelle und theaterpädagogische Angebote vorgestellt.
Gäste der Ev. Akademie werden u.a. der katholische Theologe Dr. Eugen Drewermann (27. Januar in Oldenburg), der ehemalige Bundesbeauftragte für die Stasiunterlagen Joachim Gauck (7. April in Delmenhorst) und der Psychiater Dr. Klaus Dörner (23. April in Oldenburg) sein.
Der Kommissarische Leiter und langjährige Geschäftsführer Uwe Fischer empfiehlt, neben dengroßen Namen, ausdrücklich auch die „kleineren“ Veranstaltungen zu beachten: „Pilgern Siedoch mal durch Oldenburg! Lassen Sie sich ein, auf die Frage nach den Potentialen des Altersoder nehmen Sie sich Zeit für eine Studienfahrt ins Kunstmuseum Kolumba in Köln!“.
Das Programm kann unter der Telefonnummer 0441 - 7 70 14 31 bestellt werden. Informationengibt es auch im Internet: www.akademie-oldenburg.de.

 

3. Fernkurs Feministische Theologie

Der Fernkurs Feministische Theologie lädt ein, wissenschaftlich fundiert und innovativ Theologie zu treiben und neue Impulse zu sammeln. Der zertifizierte Kurs wurde vom Frauenstudien- und Bildungszentrum der Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und von der Evangelischen Frauenarbeit Deutschlands erarbeitet und wendet sich an kirchlich engagierte Frauen, die feministisch-theologische Themen in ihre Arbeit einbeziehen und so eine eigene Sprache für ihren Glauben finden wollen. Der Fernkurs Feministische Theologie setzt keine akademische Vorbildung voraus, sondern erfordert die Motivation für das Thema und die Bereitschaft, sich mit Texten auseinander zu setzen und sich darüber auszutauschen. Veranstalterinnen sind die Akademie der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg, die Ev. Frauenarbeit in Bremen e.V. und das Ev. Bildungswerk Bremen.

Anmeldeschluss ist der 22. Januar. Weitere Informationen und Anmeldung unter der Telefonnummer 0441 - 7 70 14 31.

 

4. Dirk-Michael Grötzsch übernimmt die neu eingerichtete Stelle „Leitung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit“

Zum 15. April übernimmt Dirk-Michael Grötzsch die neu geschaffene Stabsstelle als Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg. Die Synode der Oldenburgischen Kirche hatte im Mai 2009 beschlossen, diese zusätzliche Stelle einzurichten, um die Arbeit in den Stellen: Presse, Internet, Publizistik etc. besser miteinander zu koordinieren.Grötzsch ist seit 2004 Teamleiter im Büro für Kommunikationsdienste des Lutherischen Weltbundes (LWB) in Genf/Schweiz. Bereits seit 1999 verantwortet er die deutschsprachige Ausgabe der Lutherischen Welt-Information.Der 45-jährige gebürtige Leipziger studierte von 1985 bis 1990 Evangelische Theologie in Leipzig sowie von 1991 bis 1994 als Graduiertenstipendiat in Tübingen. Grötzsch arbeitete als Freier Journalist für Hörfunkanstalten und Printmedien sowie als Referent der Sächsischen Landesmedienanstalt. Von 1995 bis 1997 war er Evangelischer Kirchenfunkredakteur sowie von 1997 bis 1998 Chef vom Dienst/Producer bei RADIO PSR in Leipzig.Grötzsch ist verheiratet und hat zwei Kinder.

 

5. Reger Zuspruch auf der Hochzeitsmesse

Der ökumenische Kirchenstand auf der Hochzeitsmesse am vergangenen Wochenende in der Oldenburger Weser-Ems-Halle stieß bei den Besucherinnen und Besuchern auf großes Interesse. Auffällig war neben Fragen zum Ablauf der kirchlichen Trauung das Interesse an ökumenischen Trauungen, berichteten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kirchenstandes. Hilfreich war dabei die neue 12seitige Broschüre unter dem Motto „Ja, mit Gottes Segen“, die die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg neu aufgelegt hat, sowie der Glockenturm, an dem die Paare ihren Trauspruch ziehen konnten. Mittelpunkt des Kirchenstandes war in diesem Jahr eine etwa 2,50 m lange Holz-Wippe, die mit der Aufforderung „Das Gleichgewicht als Paar finden“ beschriftet war. Die heiratswilligen Paare konnten auf die Wippe steigen und mussten ihre Balance finden, damit sie auf gleicher Ebene stehen. Auf der Bühne der Hochzeitsmesse führten Schülerinnen und Schüler des Albertus-Magnus-Gymnasiums aus Friesoythe mehrmals Sketche von Loriot zum Thema Ehe und zum Zusammenleben von Mann und Frau auf. Diese Aktion lenkete die Aufmerksamkeit auf den ökumenischen Stand der Kirchen, der unter dem unter dem Motto „Damit die Liebe bleibt“ stand. Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg und das Bischöflich Münstersche Offizialat Vechta waren mit dieser Aktion bereits zum fünfzehnten Mal mit einem gemeinsamen Stand auf der alljährlichen Hochzeitsmesse in der Weser-Ems-Halle vertreten. Sie gehören damit bundesweit zu den Vorreitern in diesem Arbeitsbereich. Eine Fotogalerie von dem ökumenischen Kirchenstand auf der Oldenburger Hochzeitsmesse finden Sie im Internet unter www.kirche-oldenburg.de.


6. Evangelischer Buchpreis 2010 für Jugendbuchautorin aus Gießen

Die Gießener Autorin Marlene Röder (26) wird mit dem Evangelischen Buchpreis 2010 ausgezeichnet. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis werde Röder am 19. Mai in der Gemarker Kirche in Wuppertal übergeben, teilte der Verband Evangelisches Literaturportal in Göttingen mit. In ihrem Jugendbuch «Zebraland» gelinge es der Autorin hervorragend, die Themen Schuld, Verantwortung, Freundschaft und Befreiung mit biblischen Traditionen zu verbinden, heißt es in der Begründung der Jury.
Der Evangelische Buchpreis wird nach eigenen Angaben seit 1979 in unterschiedlichen Sparten verliehen. Er sei ein Leserpreis, der ausschließlich auf Vorschlägen von Leserinnen und Lesern beruhe. Ausgezeichnet würden Bücher, für die Christen sich einsetzen können.
Aus den 65 Vorschlägen habe die Jury das Preisbuch ausgewählt und eine Empfehlungsliste mit zehn weiteren Jugendbüchern zusammengestellt. Der Verband Evangelisches Literaturportal sei Dienstleister für den Dachverband der etwa 1.000 evangelischen Büchereien in Deutschland.
Weitere Informationen im Internet: www.eliport.de.



7. Konzert-Tipp

30. 01., 18.00 Uhr, Oldenburg-Osternburg, Dreifaltigkeitskirche, Musikalische Wochenschluss-Andacht

 

Fürbitte – ein Gebet aus der Karibik

Wenn der Rhythmus des Lebens Tod ist
und jeder Atemzug eine rauchgefüllte Träne
Wenn die Sirene die Schlaflieder singt
Dann rufen wir zu dir: Herr, erbarme dich.
Wenn das Menschsein zertrampelt wird
und das Leben die Währung ist, mit der wir bezahlen,
wenn der Gestank des Todes mit der Morgensonne aufgeht.
Dann rufen wir zu dir: Herr, erbarme dich.

Wenn die Dunkelheit endlos ist
und jede Wand unerschütterlich scheint.
Wenn Hoffnung und Verzweiflung
sich in verbittertem Streit widersprechen
Dann rufen wir zu dir: Herr, erbarme dich.

Dass wir unsere Seelen
in dem Einen verankern mögen,
der gerecht ist,
der unsere Kraft erneuert
für die Arbeit, die vor uns liegt,
dass wir aufschauen mögen
zu dem Einen, der der Friede ist
darum rufen wir zu dir: Herr, erbarme dich.

 

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