Newsletter der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg

3.3.2011
Nr. 48  

Inhalt

1. Weltgebetstag am 4. März
2. Neue Redakteurin der Evangelischen Zeitung
3. Einladung nach Dresden
4. Evangelische Kirche sucht die besten christlichen Internetseiten
5. Als Kinder Gottes unterwegs auf der Reise durch das Leben
6. Forum & Film
7. Konzert-Tipps  

 

 

1. Weltgebetstag der Frauen am 4. März

Mit zahlreichen Gottesdiensten und Veranstaltungen wird am 4. März in vielen Kirchengemeinden der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg der ökumenische Weltgebetstag der Frauen gefeiert. 2011 steht er unter dem Motto „Wie viele Brote habt Ihr?” und wird in christlichen Gemeinden in rund 170 Ländern begangen.

Die Liturgie der Gottesdienste wurde in diesem Jahr von Frauen aus Chile verfasst. In Tagungen und Abendveranstaltungen werden Informationen zur Situation von Frauen und zur politischen, wirtschaftlichen, sozialen und religiösen Lage in dem jeweiligen Land der Gottesdienstordnung gegeben. Vertiefende Bibelarbeit wird ebenfalls angeboten.

Der Weltgebetstag hat im vergangenen Jahr mit 2,9 Millionen Euro 90 Frauenprojekte in 36 Ländern gefördert. Allein in Deutschland feiern über eine Million Frauen den Weltgebetstag.

Der Weltgebetstag ist die größte ökumenische Basisbewegung von Frauen. Ihr Motto lautet: „Informiert Beten und betend Handeln“. Intensive Vorbereitungen zum jeweiligen „Weltgebetstagsland“ und der Situation von Frauen in diesem Land sowie Bibelarbeiten fördern das bessere Verständnis über nationale und konfessionelle Grenzen hinweg.

Die Gottesdienste werden in den Gemeinden meist ökumenisch vorbereitet. Die jeweiligen Kirchengemeinden können genauer Auskunft geben, in welchen Kirchen die Gottesdienste gefeiert werden.

Chile steht mit seinen Menschen im Mittelpunkt des diesjährigen Weltgebetstages. Das Land im Südwesten Südamerikas gelegen erstreckt sich von Nord nach Süd als schmaler Streifen über 4300 km entlang der Pazifikküste geprägt von Bergen, Tälern, Seen und Meer. In Chile leben rund 16 Mio. Menschen, die sich scharf in Reich und Arm und verschiedene Bevölkerungsgruppen aufspalten, die Landessprache ist Spanisch. Im Februar 2010 wurde das Land von einem Erdbeben und einer Flut erschüttert.

Das Thema des Gottesdienstes: „Wie viele Brote habt ihr?“ wurde zur Überlebensfrage vieler Chileninnen und Chilenen und zur dringenden Bitte nach Solidarität weltweit.

 

2. Neue Redakteurin der Evangelischen Zeitung

Kerstin Kempermann ist seit dem 1. März neue Redakteurin für die Oldenburger Ausgabe der „Evangelischen Zeitung“. Sie ist Nachfolgerin von Sabine Dörfel, die wieder in die Stammredaktion der Zeitung nach Hannover zurückkehrt. Die gebürtige Frankfurterin kennt das Oldenburger Land bereits sehr gut, da sie in Oldenburg Germanistik und Literaturwissenschaften studierte und anschließend ein mehrjähriges Volontariat bei der Nordwest-Zeitung absolviert hat.

"Ich freue mich sehr auf die neue Stelle und die neuen Aufgaben", sagte die 27-Jährige, die zusammen mit ihrem Mann in Schierbrok bei Ganderkesee wohnt.

Kerstin Kempermann wird für die Oldenburgischen Seiten der „Evangelischen Zeitung“ verantwortlich sein und sich an der Neuausrichtung der evangelischen Wochenzeitung beteiligen. In der "Evangelischen Zeitung" soll künftig die sogenannte Nahwelt-Berichterstattung gestärkt werden. Die Redakteurin ist unter Telefon: 0441 - 88 37 98, E-Mail: oldenburg@No Spamevangelische-zeitung.de, erreichbar.

 

3. Einladung nach Dresden

In die Frauenkirche und zum Kirchentag in Dresden waren am 24. Februar die Besucherinnen und Besucher im Oldenburger Kulturzentrum PFL eingeladen worden. Sebastian Feydt, Pfarrer an der Frauenkirche in Dresden, war Gast der Akademie und des Landesausschusses Kirchentag in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg. 140 Besucherinnen und Besucher hörten seinen Vortrag „Ein Traum von Kirche und das wandernde Gottesvolk“. Feydt schilderte die jüngere Geschichte der Frauenkirche, die jedes Jahr von zwei Millionen Gästen besucht wird. Er freut sich darüber, dass im Juni der Kirchentag in Dresden stattfindet und die Frauenkirche einer der zentralen Veranstaltungsorte des Kirchentags sein wird.

Er lud die Oldenburgerinnen und Oldenburger herzlich zum Kirchentag in das sommerliche Dresden ein. Umrahmt wurde der lebendige Vortrag von musikalischen Darbietungen des Wildeshausener Gospelchores Joyful Voices und von einem biblischen Impuls zur Kirchentagslosung „ .. da wird auch dein Herz sein ...“ durch Ulrike Hoffmann, Kreispfarrerin in Oldenburg.

Dass sich viele „Christenmenschen aus dem Oldenburger Land“ vom 1. bis 5. Juni 2011 auf den Weg zum Kirchentag nach Dresden machen, war der Wunsch, den Pfr. Karsten Peuster, Vorsitzender des Kirchentags - Landesauschuss, zum Ausdruck brachte.

 

4. Evangelische Kirche sucht die besten christlichen Internetseiten

Die evangelische Kirche sucht die besten christlichen Internet-Angebote. Noch bis zum 14. März könnten Interessierte online ihren Favoriten auswählen und die Gewinner des „WebFish“ 2011 mitbestimmen, teilte die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) in Hannover mit. Die EKD und das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) vergeben den „WebFish“ zum 15. Mal.

Eine Jury unter Vorsitz des badischen Landesbischofs Ulrich Fischer habe aus mehr als 100 eingereichten Internetseiten eine Vorauswahl getroffen und die zehn besten Internet-Angebote für den WebFish 2011 nominiert, hieß es. Dazu gehören unter anderem Portale aus Hessen, Nordelbien, Mitteldeutschland und Nordrhein-Westfalen sowie zwei Angebote aus der katholischen Kirche. Die ersten drei Plätze sind den Angaben zufolge mit Geldpreisen von 1.500, 1.000 und 500 Euro verbunden.

Der „WebFish“ gilt als Qualitätssiegel für besonders gelungene christliche Internet-Angebote. Die Jury beurteilt Design, Informationsgehalt und die technische Realisierung der eingereichten Seiten. Die Juroren nominieren den Angaben zufolge bewusst christliche Internet-Seiten von Gemeinden und ehrenamtlich Engagierten, die auch mit geringem Budget konkurrenzfähige und ansprechende Internet-Auftritte erstellen.
Zur Abstimmung geht es hier.

 

5. Als Kinder Gottes unterwegs auf der Reise durch das Leben

In einem Festgottesdienst in der Westersteder St.-Petri-Kirche wurde am Sonntag, 20. Februar, zum ersten Mal der „SEGENSREICH unterwegs ins Leben" Kinderpreis übergeben, den die Kreissynode des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Ammerland im Frühjahr vergangenen Jahres auf Initiative von Kreispfarrer Lars Dede ausgelobt hatte.

In seiner Einleitung zur Preisverleihung hob Kreispfarrer Lars Dede hervor, welches Wunder schon das Leben an sich immer darstelle. "Als Kinder Gottes sind wir unterwegs auf der Reise durch das Leben - unter dem Segen Gottes." Diese Gabe sei zugleich eine Aufgabe, "alles dafür zu tun, dass Kinder und Jugendliche ihre Fähigkeiten entwickeln und sich entfalten können." Aus diesem Grund habe sich die Kreissynode des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Ammerland entschlossen, diesen Preis auszuschreiben und mit einem Preisgeld von 1.000 Euro auszustatten, "um die Arbeit mit Kinder im Kirchenkreis zu fördern und ihr zu der Anerkennung zu verhelfen, die sie verdient."

Oberkirchenrätin Annette-Christine Lenk dankte in ihrer Predigt dem Kirchenkreis Ammerland für die Auslobung des Kinderpreises „SEGENSREICH unterwegs ins Lebens" und allen, die sich an dieser wunderbaren Aktion zum Wohl der Kinder beteiligt haben, weil "es das so Selbstverständliche und Alltägliche - nämlich mit Kindern verantwortlich leben - in ein besonderes Licht" stelle.

Dieses sei umso nötiger in Zeiten, in denen in einem so reichen Land wie Deutschland Armut von Kindern in den Blick genommen werden müsse; wo Richter Urteile über Menschen fällen müssten, weil diese sich durch Gewalt an Kindern vergangen hätten. Sie fragte: "In was für einer Gesellschaft leben wir, in der sich die Politik Gedanken darüber machen muss, wie Klagen gegen den Lärm von Kindern erschwert werden können? Wie kaputt ist diese Welt und damit unser soziales Gefüge, dass diese Themen Zeitungen füllen und unser Leben sehr beschweren?"  Und musste bekennen: "Bei allem Nachdenken auch an einem solchen Tag merke ich, dass ich mehr Fragen als Antworten habe."
Zugleich machte Lenk - auch mit Hinweis auf das Siegerprojekt aus Elisabethfehn - den Zuhörerinnen und Zuhörern Mut, bei aller Unvollkommenheit und Vorläufigkeit vor Ort in der konkreten Situation im Blick auf die Kinder das zu tun, was dran ist: Ihnen mit Respekt als Ebenbild Gottes zu begegnen, sie ernst zu nehmen und zu begleiten, Grenzen aufzuzeigen und mit ihnen über Mauern zu springen - und so gemeinsam als Gesegnete auf dem Weg durch das Leben zu sein.

Unter den 16 Anwärtern hat die Jury das Projekt der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Elisabethfehn und des Evangelisch-lutherischen Kreisjugenddienstes Ammerlandes zum Gewinner gekürt. Hier engagieren sich ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die einmal wöchentlich einen kostenlosen Mittagstisch und eine Hausaufgabenbetreuung für Kinder im Grundschulalter anbieten.

Mit dem zweiten Preis wird ein Rundfunkprojekt des Evangelischen Kirchenfunks Niedersachsen (ekn) ausgezeichnet, in dem Rostruper Konfirmanden zu Radioreportern ausgebildet wurden und begleitet werden.

Mit dem dritten Platz werden der Evangelisch-lutherische Kindergarten Osterscheps für das Erstellen eines Kinderkirchenführers, die Leseförderung des Landkreises Ammerland für die Ausbildung und Betreuung ehrenamtlicher Leselernhelfer in den Grundschulen des Ammerlandes und der Konfirmandenunterricht in Mansie bedacht.

Weitere Informationen unter: www.segensreich.net
Die Predigt von Oberkirchenrätin Annette-Christine Lenk steht als *.pdf-Datei zur Verfügung.

 

6. Forum & Film

In Kooperation mit dem Forum St. Peter und der Evangelischen Stadtkirchenarbeit Oldenburg setzt das Oldenburger Programmkino Casablanca die Filmreihe mit Filmen über den „Sinn des Lebens“ fort. „Leben ist mehr als das, was wir täglich erleben“ – ist das Motto dieser Reihe, die seit dem Herbst 2009 gezeigt wird.

In Anwesenheit der Filmemacher Monika Nolte & Robert Krieg wird im Kino 1 am 14. März, 20 Uhr, der Dokumentarfilm „Kinder der Steine – Kinder Mauer“ (D 2009, 87 Min.) vorgeführt.

Ein Schwarz-Weiß-Foto, sechs Jungen, um die 10 Jahre alt, posieren mit Victory-Zeichen für die Kamera. Das war in Bethlehem im Jahr 1989 während des ersten palästinensischen Volksaufstands und der Dreharbeiten zu Robert Kriegs Dokumentarfilm „Intifada – Auf dem Weg nach Palästina“. Zwanzig Jahre später sind die Gebiete, die damals befreit werden sollten, von einer Mauer umschlossen. Wer waren die Kinder auf dem Bild? Wie leben sie heute? Mit dem Foto in der Hand kehrt das Filmteam nach Bethlehem zurück, um die Jungen zu suchen.
Im Anschluss an die Filmvorführung laden die Veranstalter zu einem Gespräch mit Monika Nolte und Robert Krieg ein.

Weitere Filme in der Filmreihe:
Mo. 11. April „Die Entbehrlichen“ (D 2010, 95 Min.)
Mo. 9. Mai „An ihrer Seite“ (Can 2006, 110 Min.)
Mo. 6. Juni „Von Menschen und Göttern“ (F 2010, 120 Min.)

 

7. Konzert-Tipps

05.03., 19:00 Uhr, Brake, St. Marien, "Chorkonzert"
05.03., 12:00 Uhr, Oldenburg, St. Lamberti, Orgelmusik zur Marktzeit
05.03., 18:00 Uhr, Brake, Paul-Gerhardt-Haus, Musikalische Vesper
05.03., 17:00 Uhr, Oldenburg, St. Lamberti, Lambertus-Saal, Liederabend
06.03., 19:00 Uhr, Wilhelmshaven, Thomaskirche, Konzert mit dem "Sander Quartett"
06.03., 20:00 Uhr, Berne, St. Ägidius, Kammerkonzert
06.03., 17:00 Uhr, Vechta, "Maria Frieden", "Chorkonzert"
06.03., 19:30 Uhr, Großenkneten, St. Marien, "Chorkonzert"
09.03., 20:00 Uhr, Westerstede, St.-Petri-Kirche, Orchesterkonzert
12.03., 17:00 Uhr, Nordenham, Kirche Atens, extra-trio
13.03., 17:00 Uhr, Cäciliengroden, Christuskirche, Konzert für Violoncello solo
13.03., 17:00 Uhr, Wilhelmshaven, Banter Kirche, In Croce – Orgelmusik zur Passionszeit
13.03., 17:00 Uhr, Elsfleth, Ev.-luth. St. Nikolai-Kirche, Panflötenkonzert
13.03., 17:00 Uhr, Oldenburg, Ansgari-Kirche, Die Königin lädt ein ...
13.03., 17:00 Uhr, Brake, Christuskirche, "Gospelinspiration" Wildeshausen
19.03., 18:00 Uhr, Westerstede, St.-Petri-Kirche, Musik für zwölf Celli
19.03., 10:00 Uhr, Westerstede-Ihausen, Auferstehungskirche, Gospel-Workshop
20.03., 17:00 Uhr, Westerstede, St.-Petri-Kirche, Abschlusskonzert zum Gospel-Workshop
20.03., 18:00 Uhr, Varel, Schlosskirche
20.03., 17:00 Uhr, Jever, Rathaus, Anton-Günther-Saal, Liederabend "Frühlingserwachen"

 

Leiden

Wenn man im Kreuz und Leiden ist, so wird alle Zeit zu lang und macht Ungeduld. Das Leiden ist nicht schwer, wenn einer das Ende seines Leidens absehen kann. Es denkt einer: Es ist eine böse Stunde, ein böser Tag, eine böse Woche, danach wird's besser. Aber wenn man das Ende nicht sieht, so ist alles Leiden unerträglich, und wenn es gleich nur eine Viertelstunde währet.
Martin Luther

 

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