Andachten und Gottesdienste für Zuhause

Liebe Leserinnen und Leser des Gemeindebriefes!

Es braucht jetzt in diesen Zeiten keinen Kirchenraum, um für sich eine Andacht zu feiern, wo wir nicht zusammen in der Gemeinschaft Gottesdienste feiern können. 
Natürlich sollten Gottesdienste und Andachten gemeinsam mit mehreren gefeiert werden, um uns einander zu versichern.  Doch zur Zeit ist das nicht möglich, daher möchte ich uns allen einfach diese Handreichung an die Hand geben.

Zur Gestaltung und zur Ruhe für sich selbst sei kurz angemerkt:
Suchen Sie sich einen Ort oder Platz zuhause, an dem Sie sich wohlfühlen und gerne sein mögen. 
Vielleicht haben Sie eine besondere Kerze, vielleicht sogar ihre Taufkerze, die Sie anzünden möchten oder ein kleines LED-Licht, wenn Sie unsicher sind.
Schön wäre es, wenn Sie in den vielleicht 15 oder 20 Minuten durch nichts gestört werden, kein Telefon oder Handy.
Vielleicht haben Sie eine Lieblingsmusik, die Sie leise nebenher laufen lassen, wenn Sie sich in die Andacht vertiefen, sich selber ein wenig Ruhe schenken.
Die Gedanken im Folgenden sind nur eine Anregung, natürlich können auch andere Texte gelesen, Gebete frei gewählt und einfach den eigenen Gedanken Raum gegeben werden.

(v. Bettina Roth, Pfarrerin Esenshamm und Dedesdorf)

Eine Andacht

Stille oder leise Musik, evtl ein Licht entzünden oder LED-Kerze

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Amen.
Jesus Christus spricht:
Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, 
da bin ich mitten unter ihnen.
Wir sind versammelt, anders als sonst, an unterschiedlichen Orten, 
zu unterschiedlichen Zeiten und doch gemeinsam im Glauben verbunden.

Gebet:
Gott.
Ich bin hier und Du bist hier. Ich bete zu dir.
Und weiß: ich bin verbunden mit Dir.
Verbunden mit anderen Menschen, die zu dir beten.
Ich bin hier und du bist hier, das genügt.
Und ich bringe dir alles, was mich bewegt.
Stille
Gott, höre auf mein/unser Gebet. Amen.

Bibelworte zum Nachdenken:

Wer die Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes. (Lukas 9,62)

(Weitere Worte zur Auswahl)
Bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht. (Psalm 36,10)

Ich rufe zu Gott, dem Allerhöchsten, zu Gott, der meine Sache zum guten Ende führt. (Psalm 57,3)

Der Herr deckt mich in seiner Hütte zur bösen Zeit, er birgt mich im Schutz seines Zeltes. (Psalm 27,5)

Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, wird eure Herzen und Sinne in Christus Jesus bewahren. (Philipper 4,7

Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht. (Johannes 12,24)

Gründonnerstag
Er hat ein Gedächtnis gestiftet seiner Wunder, der gnädige und barmherzige Herr. (Psalm 111,4)

Karfreitag
Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. (Johannes 3,16)

Ostern
Christus spricht: ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle. 
(Offenbarung 1,18)

In der Stille die Gedanken kommen lassen: 
Kann ich die ungewohnten Worte verstehen?
Welche Fragen beschäftigen mich durch das Bibelwort?

Gibt es einen Satz, der mir wichtig ist, dass ich ihn auf einen Zettel für mich aufschreibe, der mich den Tag über begleiten kann.

Fürbitten

Gott,
wir sind verbunden als Menschen mit anderen Menschen.
Als Glaubende miteinander, an unterschiedlichen Orten, 
zu unterschiedlichen Zeiten, 
und doch ist da immer einer oder eine, die betet.

Wir bringen Dir unsere Gedanken, unser Danken, unsere Sorgen.
Stille

Wir denken an alle, die wir lieben.

Stille

Wir denken an alle, die krank sind und keinen Besuch haben können.

Stille

Wir denken an alle, die jetzt helfen und unterstützen.
Sie setzen sich und ihre Kräfte ein, ihre Gaben füreinander.

Stille

Gott.
Wir sind deine Menschen, wir sind miteinander verbunden.
Atmen die Luft deiner Schöpfung und beten zu dir i allem, was ist.
Wir beten mit den Worten, die du uns gelehrt hast:

Vater unser im Himmel, 
geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.  Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse und von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit.
Amen.

Segen:
Gott segne uns und behüte uns.
Gotte lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig.
Gott erhebe sein Angesicht auf uns und gebe uns Frieden.
Amen.

Stille

Musik ausmachen, Licht auslöschen oder LED ausmachen

Vielleicht tut im Anschluss an die Andacht eine gute Tasse Tee oder Kaffee einfach gut.

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