Hochzeitsmesse 2020

Das ökumenisch Team der Hochzeitsmesse (.v.l.): Pfarrer Karsten Hilgen, Sabine Schlösser und Sabine Orth. Nur für diese Aufnahme kurz ohne Mund-Nasen-Schutz. Fotos Bärbel Romey
Das ökumenisch Team der Hochzeitsmesse (.v.l.): Pfarrer Karsten Hilgen, Sabine Schlösser und Sabine Orth. Nur für diese Aufnahme kurz ohne Mund-Nasen-Schutz. Fotos Bärbel Romey
Rika und Helge am Glockenturm mit Karsten Hilgen.
Rika und Helge am Glockenturm mit Karsten Hilgen.
Lena und Michael beantworten am Barometer eine Frage mit ihrer Zuteilung durch einen kleinen Ball.
Lena und Michael beantworten am Barometer eine Frage mit ihrer Zuteilung durch einen kleinen Ball.
Neu im Jahr 2020 war die Deko: Herz und Plakat mit Comics
Neu im Jahr 2020 war die Deko: Herz und Plakat mit Comics
Anna und Tobias mit ihrer Familie und Sabine Orth ziehen am Glockenturm einen Trauspruch.
Anna und Tobias mit ihrer Familie und Sabine Orth ziehen am Glockenturm einen Trauspruch.
Julia füllt bei Sabine Schlösser eine Gewinnkarte aus.
Julia füllt bei Sabine Schlösser eine Gewinnkarte aus.

Ein Vierteljahrhundert! Gratulation für den gemeinsamen Auftritt auf der Hochzeitsmesse in der Weser-Ems-Halle in ökumenischer Partnerschaft der evangelischen und katholischen Kirche im Oldenburger Land. Zu Beginn, vor 25 Jahren, war dies auf einer kommerziellen Messe höchst ungewöhnlich, doch ist der kirchliche Stand auf der Messe schon lange nicht mehr wegzudenken.  Auch in diesem Jahr freute sich Sabine Schlösser von der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg gemeinsam mit Sabine Orth von der katholischen Seite vom Offizialat Vechta und dem  evangelischen Pfarrer Karsten Hilgen über das Interesse der Besuchenden, am Samstag und Sonntag, 17. und 18. Oktober 2020. 


Intensiv vorbereitet hatte sich das Veranstaltungsteam, dem auch der ev. Pfarrer Michael Kalisch angehörte, mit dem Motto für das Jubiläum: „Und die Liebe bleibt….“. Comics auf einem großen Plakat spiegelten Situationen, die über 25 Jahre in einer Partnerschaft auftreten können. Dem Oldenburger Illustrator Carsten Fuhrmann ist das Banner gut gelungen. 
   

Neu war in diesem Jahr ein großes Herz, das sich sehr gut eignete, dahinter Fotos zu machen. Bewährt, und nie aus der Mode gekommen, animierte der Glockenturm dazu, Trausprüche zu ziehen. Vor 25 Jahren aus Holz gefertigt, wird der Miniaturturm noch viele weitere Jahre eingesetzt werden.

 

Bei dem diesjährigen Gewinnspiel konnte zwei Mal an jedem der beiden Tage ein Schloss in Herzform mit Gravurstift gewonnen werden. Hübsch gestaltete Postkarten mit der Möglichkeit „Wünsche für die Zukunft“ aufzuschreiben, dienten als Gewinnkarte. 
   

„Kirchliche Heirat schweißt viel mehr zusammen“   
Lena und Michael aus Vechta fühlten sich von dem großen Herz und dem Plakat angesprochen, beim Gewinnspiel hatten sie Glück und freuten sich über ein Liebesschloss. Ihre kirchliche Hochzeit ist 2021 geplant und dem jungen Paar sehr wichtig: „Das schweißt uns zusammen.“ Diesen Stand hätten sie auf der Hochzeitsmesse nicht erwartet: „Das zeigt, dass die Kirche mit uns jungen Leuten mit geht.“. 

Anna und Tobias waren mit ihrer Familie aus Cloppenburg angereist. Sie wollen 2022 kirchlich heiraten. „Es ist eine spannende Zeit und wird immer konkreter. Hier können wir suchen, was es alles gibt.“ Die standesamtliche Hochzeit ist 2021 geplant, das sei formell. Doch bedeutend sei die kirchliche Trauung: „Weil es so bedeutsam ist, mit allen Freunden und unseren Familien, die uns alle lieb sind, zu feiern.“                                                                                                                                               
Aus dem Grund, besonders feierlich, heiratet auch Franzi aus Osterholz-Scharmbeck kirchlich. Gemeinsam mit ihrer Freundin suchte sie Kontakt und Adressen zu Läden, die sie demnächst aufsuchen will. In die Kirche geht sie immer wenn der Anlass besonders feierlich ist, zum Beispiel Weihnachten und auch zur Taufe ihres Sohnes. 
 
Viele Paare reisten aus der näheren und etwas weiteren Umgebung an. Aus Syke kamen Julia und ihre Mutter Beatrix. In 2021 ist die Hochzeit geplant. Die beiden Frauen ließen sich inspirieren, schauten, was es alles gab. „Ich würde gern kirchlich heiraten, doch mein Freund will nicht“, verriet die junge Frau. Ihrer Mutter war sehr stolz auf Julia, ihr bereitet es große Freude, sie zu begleiten und zu beraten. Beatrix akzeptierte natürlich die Entscheidung, doch hätte ihr Mann die Tochter sehr gern zum Altar geführt. „Es ist der Segen, der dann fehlt.“. 

Rika und Helge aus Westerstede blieben an der Glocke stehen, um einen Trauspruch zu ziehen. Sie planen im kommenden Jahr kirchlich zu heiraten. „Wir haben uns lange Gedanken gemacht, doch es gehört dazu und stand nicht zur Debatte, es nicht zu tun. Kirche ist mehr als Glaube, für uns ist es die Gemeinschaft.“    
 
„Dorthin gehen, wo die Menschen sind“
Seit 25 Jahren sind beide Kirchen zusammen an einem Stand. „Sich stark zu machen, das darf sich sehen lassen. Eine sensationelle Zeit“, findet Sabine Orth. „Wir haben die Bedingungen in dieser  Zeit geprüft, ob wir das Barometer einsetzen können oder den Turm“, es sei aufwändig, doch machbar. „Wir haben immer wieder neue Ideen, die Zusammenarbeit geht Hand in Hand. Es war bisher eine tolle Zeit.“ . 

Für Sabine Schösser ist die Hochzeitsmesse ihr „liebstes Projekt“. Es mache so viel Spaß, die Ideenfindung und alles gemeinsam zu gestalten. Besonders mag sie die Gespräche am Stand. „Mit den jungen Leuten ist es immer spannend, wir merken hier auch Trends. Zum Beispiel wollen junge Menschen wieder vermehrt heiraten.“ Jahrelang wäre eine pompöse Hochzeit wichtig gewesen, das würde allerdings zurückgehen. „Paare besinnen sich auf das Eigentliche. Vielleicht spielt Corona eine Rolle. Viele möchten im kleinen Kreis heiraten, mit der Familie und engen Freunden.“


„Unglaublich spannend sind Gespräche am Barometer. Hier kommen die Paare ins Gespräch, wenn sie überlegen: warum heiraten, wie wichtig ist dabei die Kirche. Sie kommen miteinander ins Gespräch. „Das ist es wert, dass wir hier stehen.“ 

Pfarrer Karsten Hilgen (Visbeck und Barkum) geht gern auf die Besuchenden zu, möchte erfahren, ob und wann sie heiraten, bietet Informationen an und kommt so schnell ins Gespräch.  „Kirche kann nicht aufhören, dorthin zu gehen, wo Menschen sind. Dann werden wir der Zeit nicht gerecht“, sagt er. 


Für ihn ist „Pfarrer der schönste Beruf der Welt! Ich komme mit Menschen in Berührung, in jedem Alter und immer in anderen Situationen. Mit gefällt die Vielfalt.“ Das übertrage sich auf seine Tätigkeit am Messestand. Es würden sich häufig Inspirationen und Fragen ergeben mit Menschen, denen er sonst nicht begegne.                                                                                                                                                    
25 Jahr seien etwas Besonderes. Er mag das Motto „Die Liebe bleibt“ verbunden mit den Comics. „Irgendwann stellt man fest, hier ist es zu Ende, doch es geht weiter und die Liebe bleibt. Auch wir machen weiter“, freut sich Hilgen. 
 
Bärbel Romey

Hochzeitsmesse 2013

Diana und Marius Bieschke haben schon im Dezember standesamtlich geheiratet, möchten aber auch in der Kirche noch einmal „Ja“ zueinander sagen. Fotos: ELKiO/Anke Brockmeyer
Ein Korb voller Bräute: Petra Böhmann (links), deren Hochzeit im Juli geplant ist, lässt sich auf der Hochzeitsmesse von ihren Freundinnen Daniela Thomas, Andrea Liedtke, Jutta Willenborg, Jasmin Giese und Sonja Schlangen beraten.
Mit Vollgas ins Glück: Daniela Polenske heiratet Michael Schumacher, der selbstbewusst sagt: „Mich gab´s eher als den Rennfahrer – ich bin älter als er.“
Ja, mit Gottes Segen im 7. Himmel schweben (von li. nach re.): Sabine Schlösser, Sabine Orth und Pfr. Karsten Hilgen. Foto: ELKiO/Peter Kreier

Sprichwörtlich im 7. Himmel und mit Gottes Segen in die gemeinsame Zukunft schweben, das konnten angehende Brautpaare auf der Hochzeitsmesse, die am Wochenende in der Weser-Ems Halle in Oldenburg stattfand. „Ja, mit Gottes Segen im 7. Himmel schweben“ war das Motto des ökumenischen Standes der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg und des Bischöflich Münsterschen Offizialats in Vechta.

„Die Paare, die sich hier auf der Hochzeitsmesse inspirieren lassen, sind überwiegend auf der Suche nach romantischen Details. Doch zu einer funktionierenden Ehe gehört mehr. Es genügt nicht, auf einer rosaroten Wolke zu schweben, auch Gottes Segen muss dazukommen“, erklärte Pastor Karsten Hilgen, der im vergangenen Jahr die Grundidee zum neuen Motto entwickelte und sie gemeinsam mit Sabine Schlösser, Sabine Orth und Michael Kalisch mit Leben gefüllt hat. In einem echten Ballonkorb konnten sich die angehenden Brautpaare am Stand der christlichen Kirchen fotografieren lassen und ein Erinnerungsbild mitnehmen. Flankiert wurde die Fotowand von Begriffen, die zu einer guten Ehe dazugehören: Humor etwa, Verantwortung, Treue oder auch Vergebung.

„Das Motto soll zum Nachdenken anregen darüber, wie Paare im Laufe ihres Lebens miteinander umgehen. Eine tolle Hochzeitsfeier ist schön, aber sie allein machte noch keine gute Ehe“, ergänzte Sabine Schlösser, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit in der oldenburgischen Kirche.

Die Kirchen auf einer kommerziellen Messe? Was in den Anfangsjahren eher kritisch gesehen wurde, hat sich mittlerweile längst bewährt. Seit 18 Jahren sind die Kirchen in der Weser-Ems Halle dabei, um einer ihrer wichtigsten Zielgruppen direkt für Fragen und Gespräche zur Verfügung stehen zu können.

Die Besucherinnen und Besucher wissen diese Nähe zu schätzen: „Wir bekommen ein durchweg positives Feedback, viele unserer Gesprächspartner sind überrascht und erfreut, wie locker und modern sich die Kirchen präsentieren“, so die Erfahrung von Sabine Schlösser, die seit mehr als zehn Jahren auf der Hochzeitsmesse dabei ist und festgestellt hat, dass die kirchliche Trauung für viele Menschen in den vergangenen Jahren wieder an Stellenwert gewonnen hat. Wer sich trauen lassen möchte, aber noch den passenden Trauspruch sucht, kann auf der Hochzeitsmesse ebenfalls fündig werden: Der bewährte Glockenturm, in dem künftige Brautpaare Trausprüche ziehen können, stand natürlich auch in diesem Jahr wieder bereit.

Kirchliche Unterstützung vor der Hochzeit wird auch sonst von den Kirchen geboten. So stehen evangelische Pfarrerinnen und Pfarrer aus den Kirchengemeinden bereit, um Heiratwilligen mit Gesprächen Beratung und Unterstützung zu geben. Umfassende Ehevorbereitungskurse bietet die katholische Kirche an, teilweise sogar mit ungewöhnlichen Aktionen wie einer Kanufahrt auf der Hunte.

 

Ein Beitrag von Anke Brockmeyer.


Hochzeitsmesse verpasst? Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um die kirchliche Trauung finden Brautpaare im Internet unter www.kirche-oldenburg.de/evangelisch/hochzeit.html

Hochzeitsmesse 2010

Damit es Fest wird.


"Ich wusste ja gar nicht, dass Dir der Segen Gottes bei der Trauung wichtig ist," sagte eine junge Dame zu ihrem Zukünftigen, nachdem er einen kleinen Ball in die entsprechende Säule beim Abstimmungsbarometer zu den Motiven für eine kirchliche Trauung geworfen hatte. "Ja, darüber hatten wir auch noch nicht gesprochen," war seine Antwort.  Auffallend aufgeschlossen zeigten sich die Besucherinnen und Besucher des ökumenischen Kirchenstandes auf der Hochzeitsmesse am vergangenen Wochenende in der Oldenburger Weser-Ems-Halle, bilanzierte Sabine Schlösser, Öffentlichkeitsreferentin der Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg.

Neben dem Abstimmungsbarometer und dem Glockenturm, an dem die Heiratswilligen ihren persönlichen Trauspruch ziehen konnten, konnten die Paare am Kirchenstand herauszufinden, welche Werte und Wünsche für ihre gemeinsame Beziehung ihnen wichtig sind. „Was braucht es, damit es Fest wird?“ Unter dieser Fragestellung standen zahlreiche Begriffe und Gegenstände bereit, aus denen die Paare die für sie wichtigen herausfinden und auf einer Festtafel herrichten konnten. So stand beispielsweise ein Ring für Treue und Beständigkeit, eine Flasche Sekt für Freude und Geselligkeit oder eine Zigarre für die Fähigkeit, auch mal allein sein zu können. Natürlich fehlten auch nicht das Kreuz für Gottes Segen und der Lippenstift für Sinnlichkeit und Erotik. Diese Angebote sind gute Anregungen gewesen, damit Paaren miteinander ins Gespräch kommen. Dabei könne das Vertrauen auf Gottes Segen das Zutrauen in das vertiefen, was die Partner an Grundhaltungen für eine gelingende Zukunft zu zweit mitbringen, so Schlösser.

 

Link - Tipps

Pressestelle

Kann die Pressestelle etwas für Sie tun? Hier finden Sie den Kontakt zu uns.

Newsletteranmeldung

Newsletter-Registrierung


Newsletter Abmeldung

  • Startseite
  • RSS
  • Zum Seitenanfang
  • Seite drucken