Oberkirchenrat Thomas Adomeit zum neuen Bischof der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg gewählt

Oberkirchenrat Thomas Adomeit zum neuen Bischof gewählt
<i>Fotos: ELKiO/Jens Schulze</i>
Oberkirchenrat Thomas Adomeit zum neuen Bischof der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg gewählt

Die Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg hat am Samstag, 29. September, Oberkirchenrat Thomas Adomeit zum neuen Bischof der oldenburgischen Kirche gewählt.

Im dritten Wahlgang entfielen von 53 abgegebenen Stimmen bei einer Enthaltung 37 Stimmen auf Oberkirchenrat Thomas Adomeit und 15 Stimmen auf Propst Dr. Johann Schneider.

Video-Portrait von Oberkirchenrat Thomas Adomeit - neuer Bischof der oldenburgischen Kirche

Hier finden Sie ein Video-Porttrait des Evangelischen Kirchenfunks Niedersachsen-Bremen GmbH (ekn) von Oberkirchenrat Thomas Adomeit anlässlich seiner Wahl zum Bischof der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg.

Beide Kandidaten stellten sich erneut zur Wahl

Propst Dr. Dr. h.c. Johann Schneider (r.) gratuliert Oberkirchenrat Thomas Adomeit (l.) zur Wahl zum Bischof.
<i>Fotos: ELKiO/Jens Schulze</i>
Propst Dr. Dr. h.c. Johann Schneider (r.) gratuliert Oberkirchenrat Thomas Adomeit (l.) zur Wahl zum Bischof.

Die Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg ist am Samstagvormittag, 29. September, zu einer weiteren außerordentlichen Tagung zusammengetreten, um in einem dritten Wahlgang einen neuen Bischof zu wählen. In beiden Wahlgängen am Samstag, 22. September, hatten die Kandidaten die für eine Wahl notwendige Dreiviertel-Mehrheit der abgegebenen Stimmen verpasst.

 

Für das Amt kandidierten Oberkirchenrat Thomas Adomeit (48), Vertreter im Bischofsamt der oldenburgischen Kirche, und Propst Dr. Dr. h.c. Johann Schneider (55), Regionalbischof des Propstsprengels Halle-Wittenberg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM).

 

Während in den ersten beiden Wahlgängen eine Dreiviertel-Mehrheit notwendig gewesen wäre, reichte im dritten Wahlgang die einfache Mehrheit der Mitglieder der Synode. Es genügten somit 31 Stimmen.

Video-Beitrag zur Annahme der Wahl

Hier finden Sie einen kurzen Videobeitrag des Evangelischen Kirchenfunks Niedersachsen-Bremen GmbH (ekn) zur Annahme der Wahl von Oberkirchenrat Thomas Adomeit zum Bischof der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg.

Ergebnisse der ersten beiden Wahlgänge

Zweiter Wahlgang. Foto: ELKiO/Jens Schulze

Am vergangenen Samstag, 22. September, hatten im ersten Wahlgang Propst Dr. Johann Schneider 32 Stimmen und Oberkirchenrat Thomas Adomeit 26 Stimmen von den 58 abgegebenen Stimmen erhalten. Im zweiten Wahlgang entfielen von 58 abgegebenen Stimmen bei zwei Enthaltungen 34 Stimmen auf Oberkirchenrat Thomas Adomeit und 22 Stimmen auf Propst Dr. Johann Schneider.

Vor den ersten beiden Wahlgängen am vergangenen Samstag hatten beide Kandidaten jeweils 15 Minuten Zeit, sich der Synode persönlich vorzustellen. Außerdem hielten beide einen viertelstündigen Vortrag zu dem vom Wahlausschuss vorgegebenen Thema „Als Bischof Kirche leiten...“.
 

Video-Beitrag zur Bischofswahl am 22. September

Von den ersten beiden Wahlgängen am Samstag, 22. September, berichtet der Evangelische Kirchenfunk Niedersachsen-Bremen GmbH (ekn) in einem 2-minütigen Videobeitrag.

 

Erklärstück zur Bischofswahl auf YouTube

Wie die Bischofswahl abläuft, erklärt der Evangelische Kirchenfunk Niedersachsen-Bremen GmbH (ekn) in einem 3-minütigen Videobeitrag:

 

   

Zwei Kandidaten

Oberkirchenrat Thomas Adomeit. Foto: Privat/Photo von Oven
Oberkirchenrat Thomas Adomeit. Foto: Privat/Photo von Oven

Oberkirchenrat Thomas Adomeit (48) ist seit Februar 2018 Vertreter im Bischofsamt der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg. Im Januar 2018 wurde er von der 48. Synode der oldenburgischen Kirche zum nebenamtlichen Oberkirchenrat berufen. Von 2009 bis Anfang 2018 war Adomeit Persönlicher Referent im Bischofsamt und Leiter des Bischofsbüros. Von 2013 bis 2015 war er zusätzlich Beauftragter für das Reformationsjubiläum der oldenburgischen Kirche. In den Jahren 2007 bis 2009 war er Leiter der Akademie der oldenburgischen Kirche und zuständig für die Missions- und Ökumenearbeit, zuvor Gemeindepfarrer in Bad Zwischenahn. Adomeit hat Ev. Theologie in Mainz, Berlin und Marburg studiert. Thomas Adomeit ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.
 

Propst Dr. Johann Schneider: Foto: Privat/Fotoladen & Atelier Wege
Propst Dr. Johann Schneider: Foto: Privat/Fotoladen & Atelier Wege

Propst Dr. Dr. h.c. Johann Schneider (55) ist seit Juni 2012 Regionalbischof des Propstsprengels Halle-Wittenberg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM). Von Oktober 2007 bis Mai 2012 war er Theologischer Oberkirchenrat für das Referat Ökumene-Stipendien-Orthodoxie im Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Hannover, zuvor Referent für Stipendien des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) und der Ökumenischen Diakonie in Stuttgart. Er hat Ev. Theologie und Philosophie in Neuendettelsau, Tübingen, München und Erlangen studiert. 2004 wurde Schneider von der Universität Erlangen-Nürnberg zum Dr. theol. promoviert. Johann Schneider ist verheiratet und hat zwei Söhne.

   

Wahlprocedere

Um im ersten Wahlgang gewählt zu werden, muss ein Kandidat drei Viertel der abstimmenden Synodalen auf sich vereinen. Beschlussfähig ist die Synode, wenn vier Fünftel der 60 Synodalen anwesend sind, gewählt wird in geheimer Wahl. Wird das hohe Quorum nicht erreicht, ist ein zweiter Wahlgang nach Ablauf von drei Stunden erforderlich. Sollte das nicht gelingen, findet ein dritter Wahlgang frühestens nach Ablauf einer Woche statt. Im dritten Wahlgang entscheidet die einfache Mehrheit der Mitglieder der Synode, es genügen somit 31 Stimmen. Sollte dies nicht erfolgreich sein, müsste ein neuer Wahlvorschlag erarbeitet werden.

  

Die Wahl wurde von einem neunköpfigen Wahlausschuss vorbereitet, der den Wahlvorschlag erarbeitet hat. Dem Wahlausschuss gehören sieben Mitglieder der Synode und zwei von der Pfarrervertretung benannte Pfarrerinnen als Vertreterinnen der Pfarrerschaft an.
  

Zum Download:

Tagesordnung für die außerordentliche Synodentagung - 29. September
Tagesordnung für die außerordentliche Synodentagung - 22. September

 

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