Propst Dr. Johann Schneider

Propst Dr. Johann Schneider. Foto: Privat/Fotoladen & Atelier Wege
Propst Dr. Johann Schneider. Foto: Privat/Fotoladen & Atelier Wege

Propst Dr. Dr. h.c. Johann Schneider (55) ist seit Juni 2012 Regionalbischof des Propstsprengels Halle-Wittenberg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM). Von Oktober 2007 bis Mai 2012 war er Theologischer Oberkirchenrat für das Referat Ökumene-Stipendien-Orthodoxie im Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Hannover. In den Jahren 2003 bis 2007 war er Referent für Stipendien des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) und der Ökumenischen Diakonie in Stuttgart. Von 1997 bis 2002 arbeitete Schneider als Wissenschaftlicher Assistent und Dozent am Institut für Kirchengeschichte der Theologischen Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg. Im gleichen Zeitraum hatte er einen Dienstauftrag als Pfarrer zur Anstellung an der Neustädter (Universitäts-) Kirche in Erlangen.

1963 im siebenbürgischen Mediasch (Rumänien) geboren, absolvierte Johann Schneider zunächst eine Lehre als Werkzeugmacher (1982 bis 1985), da er in Rumänien nicht zum Studium zugelassen worden war. Sozial und vor allem kulturell geprägt wurde er in dieser Zeit durch die kirchliche Gemeinschaft in einer Diaspora-Gemeinde und die alltägliche Erfahrung des Zusammenlebens verschiedener Nationalitäten. 1985 übersiedelte er mit seiner Familie nach Würzburg, wo er 1986 das Abitur ein weiteres Mal erfolgreich am Wirsberg-Gymnasium Würzburg ablegte.

Von 1986 bis 1992 studierte Schneider als Stipendiat des Ev. Studienwerks Villigst Ev. Theologie und Philosophie in Neuendettelsau, Tübingen, München und Erlangen und schloss 1993 mit dem Ersten Theologischen Examen in der Ev.-Luth. Kirche in Bayern ab. Bereits während des Studiums interessierte er sich für ökumenische Fragen. Von 1993 bis 1994 war er ökumenischer Stipendiat des LWB in Rom. Das Vikariat (1994 bis 1997) absolvierte Schneider in Nürnberg/Bayreuth und wurde nach dem Zweiten Theologischen Examen (1997) im März 1997 in der St. Nikolaus- und St. Ulrichkirche in Nürnberg ordiniert.

2004 wurde Schneider von der Universität Erlangen-Nürnberg zum Dr. theol. promoviert und erhielt 2005 den Promotionspreis der Staedtler Stiftung, Nürnberg. 2017 wurde ihm von der Universität Lucian Blaga in Sibiu/Hermannstadt (Rumänien) die Ehrendoktorwürde verliehen.

Schneider ist Mitglied der Landessynode der EKM, im Ausschuss für Verfassung und Recht, im Finanzausschuss und der Gesellschafterversammlung des Diakoniewerks Halle. Er hat den Vorsitz im Kuratorium Diakoniewerk Halle sowie im Gustav-Adolf-Werk der EKM und ist Vizepräsident im Gustav-Adolf-Werk der EKD. Darüber hinaus ist er Kuratoriumsmitglied zahlreicher Stiftungen und Einrichtungen wie Paul-Gerhardt-Stiftung, Evangelisches Studienhaus Halle, Franckesche Stiftungen, Kirchliche Stiftung Petersberg, Stiftung Luthergedenkstätten Sachsen-Anhalt und Stiftungsrat Ev. Akademie Sachsen-Anhalt.

Propst Schneider ist mit Pfarrerin Dr. Ariane Schneider verheiratet und hat zwei Söhne (17 und 19 Jahre).

Hier finden Sie einen tabellarischen Lebenslauf von Propst Dr. Johann Schneider im Format PDF.

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