Fr, 12.09.2014Bildung und Stärkung von Frauen für Frauen

Evangelische Frauenarbeit der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg

Frauenbildungsreferentin Dr. Andrea Schrimm-Heins in ihrem Büro. Fotos: ELKiO/Bärbel Romey

Ein starkes Team: Dr. Andrea Schrimm-Heins (2. von li.) mit Gemeindepädagogin Christel Klust (li.), Oberkirchenrätin Annette-Christina Lenk (2. von re.) und der Gleichstellungsbeauftragten Gabriele Rüsch-Tillmanns(re.) beim Frauentag im PFL Oldenburg. Foto: ELKiO/Bärbel Romey

14 Radfahrerinnen fuhren 43 km. Sie besichtigen Kirchen in Großenkneten, Wildeshausen, Dötlingen, Kirchhatten und Huntlosen. Foto: privat

Zwei Teilnehmerinnen auf der "Bank der Begegnung“ (Ingeborg Wibbe und Anja Roßkamp, von li.). Foto: privat

Teilnehmerinnen vor der Dötlinger Kirche (im Hintergrund das Pfarrhaus) mit der Kirchenführerin Ute Schwarting aus Dötlingen (re. im Bild). Foto: privat

Fernkurs Feministische Theologie: Dr. Schrimm-Heins mit Teilnehmerin. Foto: Heidrun Siebeneicker

Dr. Andrea Schrimm-Heins im Kurs. Foto Ulrike Kothe

„Wenn die Frauen nach einer Veranstaltung richtig zufrieden sind und gestärkt nach Hause gehen“, das gefällt Dr. Andrea Schrimm-Heins an ihrer Arbeit am meisten. Natürlich auch die Zusammenarbeit mit ihrem Team sowie stets neue Ideen zu finden und sie umzusetzen.

Die Leiterin der Evangelischen Frauenarbeit der oldenburgischen Kirche und Frauenbildungsreferentin weiß, dass die Bildungsarbeit von denen geschätzt wird, die sie wahrnehmen und kennen. Doch erstaunt sie, dass in der kirchlichen Öffentlichkeit das Angebot der Frauenarbeit nicht allen bekannt ist.

„Wir tummeln uns in den unterschiedlichsten Bereichen, da die Frauen ja auch Unterschiedliches suchen, wie Kreatives oder Gesellschaftspolitisches. Vielen geht’s auch um die Gemeinschaft, mit anderen Frauen zusammen zu sein, sich auszutauschen und etwas mitzugestalten“, erklärt die Bildungsreferentin. Frauen seien grundsätzlich sehr offen, weil sie sich in dem Rahmen geschützt und sicher fühlten, „der Vertrauensschutz ist uns sehr wichtig.“

Die einzelnen Veranstaltungen führen Andrea Schrimm-Heins und die Gemeindepädagogin Christel Klust durch. Unterstützt werden sie bei ihrer Arbeit durch die Teamassistentinnen Karin Kutschke und Sabine Kubisch sowie bei größeren Veranstaltungen auch durch zahlreiche Ehrenamtliche. Viele der Teilnehmerinnen seien treu und würden sich gern auch immer wieder einbringen.

Vielseitige Angebote

„Die große Bandbreite der Seminare wechselt und richtet sich stets nach Interessen und Nachfrage. Wir stellen fest, dass einerseits ruhige meditative Angebote gebucht werden, ebenso aber auch erlebnispädagogische Elemente gut angenommen werden“, sagt Schrimm-Heins. Beides beinhalte die eintägige Pilgerwanderung mit dem Rad mit Andachten, Kirchenbesichtungen, geistigen Impulse sowie Natur und Bewegung.

Eine feste Größe im Jahresprogramm ist der Bildungsurlaub im Frühjahr auf der Insel Spiekeroog. „Immer wieder schön und schnell ausgebucht. Solange das so gut läuft, bieten wir das an.“ In jedem Jahr steht die Woche unter einem neuem Thema, bislang zum Beispiel: Mir fehlt kein Pfennig zum Glück; Ganz anders schön; Weniger ist mehr; Wenn Schwäche zur Stärke wird; Die Krise der Kerle; Hauptsache gesund?!; Jetzt ist die Zeit!. Mit dabei ist seit Beginn Regina Detthoff, Pfarrerin aus Edewecht.

„Der Bildungsurlaub ist kein Urlaub, sondern ein konzentriertes Programm. Wir nähern uns dem Thema sozialwissenschaftlich, doch der Donnerstag ist immer biblisch-theologisch. Wenn wir das Thema erarbeitet haben, lesen wir passende Stellen in der Bibel. Und dann zeigt sich, dass Bibel immer noch aktuell ist. Das ist immer ein sehr schönes Erlebnis und das möchte ich nicht missen“, sagt Andrea Schrimm-Heins.

Sie betont, dass die Bibel als Grundlage auch bei anderen Veranstaltungen wichtig sei und immer wieder ein Bogen von weltlichen Themen zur Heiligen Schrift geschlagen werde. „Das sollten Frauen wissen, die sich zu unseren Veranstaltungen anmelden.“ Nicht ausschlaggebend sei dagegen, ob die Interessentinnen Ehrenamtliche seien oder gar der Kirche angehörten. Jede Teilnehmerin sei herzlich willkommen.

Die Frauenreferentin ist zu zwei Dritteln bei der Ev. Frauenarbeit und zu einem Drittel bei der Akademie der oldenburgischen Kirche im Einsatz. „Für diese Kooperation bin ich sehr dankbar“, sagt Schrimm-Heins. viele Frauen nähmen an Frauenarbeits- wie auch Akademieveranstaltungen teil. In der Akademie organisiert sie Veranstaltungen mit Referentinnen und Referenten von außerhalb.

Wichtige große Veranstaltungen sind einmal im Jahr der Weltgebetstag und alle zwei Jahre der Frauentag. An diesen Tagen bringen sich viele Ehrenamtliche aller Kirchengemeinden mit ein.

Frauenmahl
Ein weiteres Highlight findet am 24. Oktober statt. „In pointierten, provokanten und visionären Beiträgen werden in der Oldenburger St. Lamberti-Kirche sieben Rednerinnen – prominente Frauen aus Kirche und Gesellschaft – in jeweils sieben Minuten ihre Gedanken und Ideen zum „Thema „Reformation und Politik – Die radikale Freiheit zur Einmischung in die Welt“ vortragen und 80 Frauen werden bei Tisch darüber ins Gespräch kommen. Die Reformationsdekade der EKD hat im Jahr 2014 den thematischen Schwerpunkt „Kirche und Politik“. Wir möchten mit dem Oldenburger Frauenmahl einen Beitrag dazu leisten, und laden Sie ganz herzlich ein“, so Dr. Andrea Schrimm-Heins. Sie veranstaltet das Frauenmahl gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten der Kirche, Gabriele Rüsch-Tillmanns.

Fernkurs für Theologie
Für Andrea Schrimm-Heins ist auch der zweite Fernkurs Theologie-feministisch eine wichtige Veranstaltung. Nach einem Einführungstag im Dezember dieses Jahres beginnt der Kurs im Februar 2015 und endet im Oktober 2016. In sieben Einheiten werden die Themen feministische Theologie, Gott, Ethik, Jesus, Bibel, Kirche und Spiritualität behandelt. „Frauen lernen über den Glauben zu reden und gewinnen Selbstbewusstsein“, weiß die Schrimm-Heins aus Erfahrung.

„Das passt“

Seit 1999 ist Andrea Schrimm-Heins Frauenbildungsreferentin und Leiterin der Evangelischen Frauenarbeit der Ev.-Luth Kirche in Oldenburg. „Das passt“, dachte sie und bewarb sich, als diese Stelle vor 15 Jahren ausgeschrieben war.

Nach ihrem Studium zum Gymnasial-Lehramt Theologie und Latein studierte sie Soziologie, arbeitete etliche Jahre an der Universität und promovierte zum Dr. phil. Von Osnabrück, wo sie als Referentin der Gemeindeakademie für religionspädagogische Veranstaltungen zuständig war, zog sie nach dann Oldenburg. „Eine gute Entscheidung“, ist Schrimm-Heins überzeugt.

Hier bietet sie mit ihrem Team allen ehrenamtlichen Frauen der Kirchengemeinden sowie allen interessierten Frauen ein spannendes und interessantes Programm an. Weiterhin unterstützt sie Frauen in den Gemeinden bei der Themenfindung oder Durchführung von Angeboten.

Informationen und das Programm finden Sie unter: www.kirche-oldenburg.de/themen/bildung/frauen.html

 

Ein Beitrag von Bärbel Romey.


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