Fr, 26.01.2018„Gottes Schöpfung ist sehr gut!“

Vorbereitungstreffen zum Weltgebetstag der Frauen am 2. März

(v. li.) Insa Meier, Anke Löwensen, Walburga Hahn, Anne Kress, Sonja Manderbach, Dorle Robbe, Regina Cypionka, Andrea Gärtig, Barbara Münch-Jeske, Adelgund Horn und Nele Schomakers bildeten das Organisationsteam. Alle Fotos: ELKiO/ Bärbel Romey

Mehr als 100 Frauen unterschiedlicher Konfessionen trafen sich zur Vorbereitung des Weltgebetstages.

Einblick in den Workshop „Frauen und Religion“

Ein Workshop gab Tipps zur kreativen Gestaltung des Abends.

Der Workshop „Land und Leute“ lieferte Hintergrundinformationen über Surinam.

In vielen Gemeinden werden Stifte gesammelt. Marion Borsig aus Hude sammelt in der Kath. Gemeinde St. Marien.

Der Weltgebetstag (WTG) ist eine weltweite ökumenische Basisbewegung christlicher Frauen und findet immer am ersten Freitag im März statt. Er wird in rund 170 Ländern der Erde begangen. Die Gottesdienstordnung wird jährlich von Frauen aus einem anderen Land vorbereitet, in diesem Jahr aus Surinam, dem kleinsten Land Südamerikas. Im Mittelpunkt stehen Themen wie die globale Ungerechtigkeit und ein gerechtes Miteinander. In vielen Kirchengemeinden in ganz Deutschland gestalten Frauen in ökumenischen Gruppen diesen Tag.

 

„Es gibt viel zu tun“, spornt Andrea Gärtig an. Sie ist verantwortlich für die Durchführung der Werkstätten für den Weltgebetstag 2018 im Gebiet der oldenburgischen Kirche. Mit der Vorbereitung beschäftigt sich die Diakonin und Referentin für gemeindebezogene Frauenarbeit der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg bereits seit Monaten. Unterstützt wird sie dabei von ihrem gut eingespielten Organisationsteam.  Im Gemeindehaus der Versöhnungskirche Oldenburg lernten Frauen aus über zwanzig Kirchengemeinden die Geschichte und Entwicklung des Landes, die Lieder und Gottesdienstordnung sowie viele Einzelheiten über das Land und die Menschen aus Surinam kennen.

 

Mehr als 100 Frauen unterschiedlicher Konfessionen aus Oldenburg und dem Oldenburger Land, dem Ammerland, der Wesermarsch und Oldenburg-Süd, nahmen an den Vorbereitungstagen am 19. und 20. Januar teil, um den Gottesdienst zum WGT in ihrer Gemeinde zu feiern.  Der Ablauf verlief am Freitagnachmittag und Samstagvormittag einerseits vertraut, jedoch mit vielen neuen Impulsen. Die Frauen stimmten sich mit zehn neuen, sehr melodisch klingenden Liedern aus der Gottesdienstordnung ein, die Kreiskantorin Insa Meier am Piano vorstellte und begleitete. Viele Frauen begeistern sich seit vielen Jahren für den WGT, immer wieder kommen weitere zum ersten Mal zu den Vorbereitungstreffen. Üblich sind auch in diesem Jahr wieder die hohe Beteiligung und das große Interesse am WGT. Nicht mehr wegzudenken und sehr gut besucht war der Stand des Weltladens Oldenburg, an dem Walburga Hahn Produkte aus dem Regenwald zeigte.

 

Workshops zur intensiven Vorbereitung

In vier Workshops bearbeiteten die Frauen des Organisationsteams ausführlich die Themenbereiche Land und Leute, Kreative Gestaltung, Bibelarbeit und Frauen und Religion. Ein guter Einstieg und Spiegelbild des WGT war die Vorstellungsrunde mit der Nennung der Konfession. „Dies ist eine große Laienbewegung, alle Glaubensrichtungen sind möglich, und dieser Gottesdienst darf auch anders sein als andere“, fasste Dorle Robbe in der Gruppe „Kreative Gestaltung“ zusammen. Für „lebendige Gestaltung“ und die Nutzung von Wandermikrofonen plädierte Barbara Münch-Jeske.  Viele ausführliche Informationen im Workshop „Land und Leute“ vermittelte neben den Ausführungen ein Diavortrag. Immer wieder fragten die Frauen aus der Runde interessiert nach. Der Workshop „Frauen und Religion“ fand in abgedunkelter geschützter Atmosphäre, mit Kerzen beleuchtet, statt.

 

In der Gruppe „Bibelarbeit“ erstellten die Frauen eine Klagemauer. Dazu schrieben sie auf Moderationskarten, was sie in unserem Land beunruhigend finden. Eine Vielfalt an Themen lag  gesammelt auf dem Fußboden aus. „Hinspüren, vor welcher Wand wir täglich stehen. Wir wollten Sie hinführen, an die Wasser Babylons“, sagte Andrea Gärtig. Sie erklärte, dass diese Schöpfungsgeschichte sehr jung sei. „An den Wassern von Babylon hat sich das jüdische Volk neu ausgerichtet, 500 J v. Chr., da hinein ist diese Schöpfungsgeschichte erzählt worden.“ Diese gemeinsame Vorbereitung der Gottesdienste ist für die Frauen immer wieder eine Bereicherung. Begeistert von dem Miteinander, gut ausgestattet mit Ideen und Material, werden sie die Impulse in ihren Kirchengemeinden weitergeben und einen besonderen Gottesdienst feiern. Nach den Gottesdiensten laden die Organisatorinnen zum Beisammensein, Austausch oder gemeinsamem Essen ein.

 

Sammelaktion: Stifte machen Mädchen stark

Ein besonderes Spendenprojekt hat die deutsche Sektion des Weltgebetstags organisiert. Sie sammelt ausgediente Stifte, um sie zu recyceln. Egal ob Kugelschreiber, Gelroller, Marker, Filzstifte, Druckbleistifte, Korrekturmittel, Füllfederhalter und Patronen oder Metallstifte – „jeder Stift zählt“, betont Andrea Gärtig. Unterstützt werden damit Lehrkräfte und Psychologen, die in einem Flüchtlingscamp im Libanon syrischen Mädchen Schulunterricht ermöglichen. „Für 450 gesammelte Stifte kann ein Mädchen mit Schulmaterial ausgestattet werden und so eine Tür für eine bessere Zukunft geöffnet bekommen“, erklärte Gärtig. Die Aktion, freute sie sich, hätten in den letzten Wochen auch viele Schulen oder Kindergärten übernommen. Selbst in einigen europäischen Ländern hat sich die Aktion fortgepflanzt. Bundesweit gibt es ca. 600 Sammelstellen.

 

Ein Beitrag von Bärbel Romey

 

 

TIPP: WGT-Filmabend, Montag, 12. Februar, 20 Uhr
„Tomorrow - Was, wenn es die Formel gäbe, die Welt zu retten?“
Casablanca-Kino, Johannisstraße 17, Oldenburg
Kosten: 8,50 Euro (vor Ort zu bezahlen).

Weitere Infos zum Film.


Weitere Informationen unter www.weltgebetstag.de.



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