Mo, 15.10.2018„Kirchliche Trauung ist eine bewusste Entscheidung“

Der ökumenische Stand auf der Oldenburger Hochzeitsmesse

Sabine Schlösser im Gespräch mit Svea Lehnhoff und ihren Begleiterinnen.

Sabine Orth und Andreas Bröring vom Bischöflichen Offizialat, Sabine Schlösser und Pfarrerin Sabine Spieker-Lauhöfer, beide von der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg (von links).

In bunten leuchtenden Farben zeigte sich der ökumenische Kirchenstand auf der Hochzeitsmesse.

In den Glasröhren hinterließen Besuchende ihre Meinung zur kirchlichen Trauung.

Karin Gerdes mit ihrer Schwester und Mutter ließen sich am Kirchenstand unter der Fahne der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg fotografieren. Fotos: Bärbel Romey

„Kirche gehört hierhin, wenn nicht hier, wohin dann“, bekräftigen Sabine Schlösser und Sabine Orth. Bereits zum 23. Mal findet die ökumenische Zusammenarbeit, gemeinsam mit einem Team, auf der kommerziellen Hochzeitsmesse in der Oldenburger Weser-Ems-Halle am 13. und 14. Oktober statt.

     

Die ökumenische Ausrichtung sei heute etabliert und zeitgemäß, jedoch vor 23 Jahren noch eine Besonderheit, wissen Sabine Schlösser, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit und Pfarrerin Sabine Spieker-Lauhöfer, von der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg sowie Sabine Orth und Andreas Bröring vom Bischöflichen Offizialat, Sachbereich Ehe, Familie, Alleinerziehende.

  

„Abenteuer Hoch3“

Alle zwei Jahre wird ein neues Motto entwickelt und mit Dekoration und Aktionen umgesetzt.   Unter dem Motto „Abenteuer Hoch3“ ergaben sich am vergangenen Wochenende intensive, wie auch kurze Gespräche mit Paaren, kleine Gruppen und etlichen einzelnen Personen. 

   

Der auffällig dekorierte Stand fiel auf. Bei der Gestaltung wurde darauf geachtet, junge Menschen anzusprechen. An den Stellwänden leuchteten große Plakate in Form von roten Äpfeln.

   

Am violetten Glockenturm zogen künftige Brautpaare Trausprüche und hinterließen am Stimmungsbarometer ihre Meinung in hohen Glasröhren durch einen kleinen Ball. Ein großer Baum, in herrlichen Herbstfarben, stand symbolisch als „Baum der Erkenntnis“ und bot die Grundlage für ein Wortspiel und damit eine gemeinsame Gesprächsgrundlage. Du + Ich + ein gemeinsamer Faktor, der von den Paaren getrennt ergänzt wurde.

   

„Mit den Aktionen lassen sich sehr gut heiratswillige Paare einbinden, die sich mit uns, aber auch miteinander austauschen“, das mag Sabine Schlösser besonders. „Bei Paaren die sich kirchlich trauen lassen, steckt bewusst der Glaube dahinter“, so Sabine Orth.

  

Bewegende Gespräche am ökumenischen Stand

Eine von ihnen ist Svea Lehnhoff. Sie wird in zwei Jahren kirchlich heiraten. „Ich bin gläubig und möchte den Glauben von Gott haben“, das sei ihr wichtig. Einen Trauspruch zog sie gerne aus dem Glockenturm und diskutierte mit ihrer Schwester, zwei Freundinnen und Sabine Schlösser darüber. 

   

Am Barometer wurde von Besuchenden auf die Frage „Warum kirchlich heiraten“ alle Röhren gefüllt. „Weil ich um Gottes Segen bitte“, war die häufigste Antwort. Doch fand auch die Antwort „Nein, weil ich damit nichts anfangen kann“, Zustimmung. 

   

So sagte ein Frauenpaar aus Bremen „Nein“ zur kirchlichen Heirat. Eine kirchliche Trauung im Familien- und Freundeskreis hätten sie eventuell in Erwägung gezogen, doch sei ihre Überlegung in ihrem Wunschort im Oldenburger Raum abgelehnt worden, begründeten sie ihre Entscheidung. 

   

Eine andere Form, durchaus zeitgemäß, plant ein Paar, das sich ökumenisch trauen lassen wird. Mit Interesse lasen sie die Broschüren beider Kirchen und beteiligten sich an den Aktionen. Sie freuen sich auf das Jahr 2019 und stellen sich vor, dass ein evangelischer und ein katholischer Pfarrer die Trauung gemeinsam vornehmen werden. „Wir wollen beides - bei unseren Konfessionen bleiben und nicht im Glauben des anderen heiraten.“ 

   

Von einer kirchlichen Trauung ist ebenfalls Karin Gerdes überzeugt. Gemeinsam mit ihrer Schwester und ihrer Mutter ließ sie sich unter der Fahne der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg  fotografieren. Die Kirchenmusikerin aus Butjadingen wird in einer evangelischen Kirche heiraten.

   

Nach dem Motto: „Nach der Hochzeitsmesse ist vor der Hochzeitsmesse“, wird schon bald wieder für das nächste Jahr geplant. Doch erst einmal zeigen sich die Beteiligten zufrieden. Die Gespräche mit evangelischen und katholischen Christen, wie mit Besuchenden anderer Glaubensrichtungen, ergaben interessante Einblicke in bekannte wie auch fremde Regularien und Gebräuche.

   

Ein Beitrag Bärbel Romey


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