So, 29.11.2020„Unsere Welt braucht Hoffnung“

Bischof Thomas Adomeit und Weihbischof Wilfried Theising eröffnen gemeinsam das neue Kirchenjahr in Schillig

Die beiden Bischöfe - Bischof Thomas Adomeit (li.) und Weihbischof Wilfried Theising (re.) - entzünden gemeinsam die erste Kerze am Adventskranz. Alle Fotos: ELKiO/Dirk-Michael Grötzsch

Ökumenische Eröffnung des neuen Kirchenjahres in der katholischen Kirche St. Marien zu Schillig am 1. Advent (von li. nach re.): Pfarrerin Sabine Kullik, Bischof Thomas Adomeit, Weihbischof Wilfried Theising und Pfarrer Lars Bratke. Foto: ELKiO/Dirk-Michael Grötzsch

Weihbischof Wilfried Theising begrüßte die Gemeinde.

Die Predigt hielt Bischof Thomas Adomeit.

Eröffneten gemeinsam das neue Kirchenjahr (von li. nach re.): Kreispfarrer Christian Scheuer, Pfarrer Walter Albers, Diakon Ludger Niehoff, Weihbischof Wilfried Theising, Bischof Thomas Adomeit, Pfarrerin Sabine Kullik un Pfarrer Lars Bratke.

Axel Scholz an der Orgel.

Segen mit Weihbischof Wilfried Theising (li.) und Bischof Thomas Adomeit.

Die musikalische Gestaltung übernahm Axel Scholz.

Mit einem ökumenischen Gottesdienst in der katholischen Kirche St. Marien zu Schillig haben der oldenburgische Bischof Thomas Adomeit und Weihbischof Wilfried Theising, Bischöflicher Offizial in Vechta, am Sonntagabend, 29. November, gemeinsam und im ökumenischen Miteinander das neue Kirchenjahr eröffnet. 

 

Der Gottesdienst wurde per Live-Stream auf dem YouTube-Kanal der oldenburgsichen Kirche übertragen und live beim Lokalsender Oldenburg Eins übertragen.

   

Er freue sich ganz besonders, dass beide Kirchen bereits zum zwölften Mal in Folge als evangelische und katholische Kirche im Oldenburger Land gemeinsam das Kirchenjahr eröffnen, sagte Weihbischof Theising in seiner Begrüßung. Dies sei „ein starkes Zeichen der ökumenischen Verbundenheit und des Miteinanders hier vor Ort. Gemeinsam sind wir als Christen unterwegs, Gottes große Heilstaten zu verkünden und den Menschen nah zu sein.“ Der Advent sei Ankunft. „Gott wird Mensch. Das Kind in der Krippe ist das Licht der Welt“, so Theising. Im Anschluss entzündeten beide Bischöfe das erste Licht am Adventskranz in der Kirche St. Marien zu Schillig.

   

„Unsere Welt braucht Hoffnung“, betonte Bischof Thomas Adomeit in seiner Predigt. Er rief dazu auf, diese Hoffnung zu teilen, das Licht des Advents weiterzugeben und die Herzen zu öffnen. „Es ist Advent und es wird Weihnachten.“ Jesus sei ein Gerechter und komme als Helfer zu den Menschen. „Wir werden ermutigt, die Türen unserer Herzen weit aufzumachen, damit er bei uns einziehen kann und unser Leben hell macht in dunkler Zeit. Damit er einziehen kann und uns stark macht. Dass wir durch unser Tun in die dunklen Zeiten anderer hineinleuchten, abgeben vom Licht unserer Hoffnung.“ Jesus wolle verändern und Frieden schaffen, wo Unfriede herrsche. 

   

Das Licht der Adventszeit mache gerade in dunklen Zeiten wie der Corona-Pandemie deutlich, so Adomeit, dass Jesu Botschaft von der Nähe Gottes für die Menschen leuchte. Seine Zusage „Ich bin das Licht der Welt“ gelte für alle, „die allein in den Krankenhäusern auf Genesung warten; die sich um ihre Existenz sorgen; die nach Frieden und Gerechtigkeit hungern; die in Trauer und Ausweglosigkeit gefangen sind.“ Zu ihnen komme der menschennahe Gott, weil er selbst die Dunkelheit in Einsamkeit, Sterben und Tod erlebt habe, so Adomeit. 

   

Mit Blick auf die Eröffnung der Spendenaktionen für die Advents- und Weihnachtzeit sowohl in der evangelischen als auch in der katholischen Kirche betonte Bischof Adomeit, dass Jesus wolle, „dass wir teilen, wo der Hunger quält; aber er will auch den verletzten Seelen helfen, wieder Boden unter die Füße zu bekommen.“ Licht der Welt sein – das könnten die Menschen, indem sie diese Spendenaktionen unterstützen, „indem durch diese und viele andere Projekte Licht in die Dunkelheit kommt.“

   

Der Aufruf zur 62. Aktion des evangelischen Hilfswerks „Brot für die Welt“ lautet: „Kindern Zukunft schenken.“ Seit Ausbruch der Pandemie fehle Millionen Kindern die Chance zum Lernen, so Adomeit. „Sie leiden unter großer wirtschaftlicher Not und Hunger, weil ihren Eltern das Einkommen weggebrochen ist. Sie müssen arbeiten, um zum Überleben der Familie beizutragen.“

     

Das katholische Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat rücke mit seiner diesjährigen Weihnachtsaktion unter dem Motto „ÜberLeben auf dem Land“ die Sorgen und Nöte der armen Landbevölkerung in den Blickpunkt. Auch diese Menschen litten besonders unter der Corona-Pandemie. „Das Virus trifft mit der Landbevölkerung auf eine besonders verletzliche Gruppe von Menschen, deren Immunabwehr aufgrund ihrer Armut, den chronischen Leiden an Infektionskrankheiten sowie ihrer schlechten Ernährungssituation bei einer Infektion schnell überfordert ist“, so Adomeit.

  

Am Gottesdienst wirkten weiterhin mit: Pfarrer Walter Albers, Pfarrer Lars Bratke, Pfarrerin Sabine Kullik und Diakon Ludger Niehoff. Die musikalische Gestaltung übernahm Axel Scholz. 

   

Die Tradition der gemeinsamen Eröffnung des Advents für Christinnen und Christen des Oldenburger Landes wurde vor elf Jahren (2009) in der Vareler Schlosskirche begründet, um ein Zeichen für das ökumenische Miteinander der beiden Kirchen in der Nordwest-Region zu setzen. 

 

Seitdem fanden die Gottesdienste in folgenden Kirchen statt:
2009: evangelische Schlosskirche in Varel
2010: katholische Kirche St. Gorgonius in Goldenstedt
2011: evangelische Kirche St.-Johannes in Bad Zwischenahn 
2012: katholische Kirche St. Johannes Baptist in Molbergen 
2013: evangelische Kirche St.-Bartholomäus in Golzwarden 
2014: katholische Kirche St. Catharina in Dinklage 
2015: evangelische Kirche St.-Laurentius in Hasbergen 
2016: katholische Kirche St. Vitus in Löningen 
2017: evangelische Kirche zum guten Hirten in Damme
2018: katholische Forumskirche St. Peter in Oldenburg
2019: evangelische Kirche St. Pankratius in Stuhr


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