Di, 25.10.2016Wohlbehalten und mit vielen Eindrücken zurück

Frauenkonsultation der „Norddeutschen Mission“ in Togo

Gruppenfoto von der Frauenkonsultation der „Norddeutschen Mission“ in Togo nach einem Gottesdienst in Kpalimé.

Besuch in einem Recyclinghof, Lomé, Togo. Fotos: Andrea Gärtig/ELKiO

Nachdem die Frauenkonsultation der Norddeutschen Mission 2012 in Deutschland zum Thema Klimawandel stattgefunden hatte, fuhr jetzt im Oktober eine Delegation deutscher evangelischer Frauen nach Togo. Dort konzentrierten sich die insgesamt 16 Teilnehmerinnen auf die Frage nach dem Umgang mit Müll, Plastik, Elektroschrott und die damit verbundene Verschmutzung der Meere. „Dürfen wir weiter so mit Gottes guter Schöpfung umgehen?“ fragten sich die Frauen während der viertägigen Konsultation häufig. Jeweils vier Frauen hatten die evangelischen Partnerkirchen in Togo und Ghana entsandt, jeweils zwei Teilnehmerinnen waren aus den deutschen Partnerkirchen in Oldenburg, Bremen, Lippe und der reformierten Kirche dabei.

„Müllverbrennungsanlagen, staatlich organisierte Müllabfuhr und Mülltrennung gibt es dort nicht“, berichtet Andrea Gärtig, Referentin für gemeindebezogene Frauenarbeit. Gemeinsam mit der Delmenhorster Pastorin Anne Frerichs hat sie als Delegierte der oldenburgischen Kirche an der Reise teilgenommen. Insgesamt zwei Wochen lang war die deutsche Delegation in den beiden Ländern unterwegs. Beim Besuch verschiedener Projekte und Initiativen informierten sich die Frauen darüber, welche Ansätze es in den westafrikanischen Ländern zur Mülltrennung und -vermeidung gibt.

 

Unter anderem besuchten sie die wilde Mülldeponie Agbogbloshie in Ghanas Millionenmetropole Accra, deren aufrüttelnde Bilder bereits häufig durch die Medien gegangen sind. „Es war erschreckend“, so Andrea Gärtig. Kilometerweit reiche der Müll bis in die Lagune, Kinder suchten im Elektroschrott nach wertvollem Kupfer, unkontrolliert brenne der Müll an vielen Stellen ab, während wenige Meter entfernt auf dem Wochenmarkt Obst und Gemüse angeboten werde. Es gebe durchaus eine Unzufriedenheit mit der Regierung, gleichzeitig herrsche aber auch bei den politisch engagierten Bürgerinnen und Bürgern Uneinigkeit darüber, wie mit dem Müllproblem umgegangen werden solle.

 

Die deutsch-afrikanische Gruppe hat als Ergebnis ihrer Tagung eine Zielvereinbarung formuliert, die sich klar für eine Einbindung der politisch Verantwortlichen in den Prozess der Mülltrennung und Müllvermeidung ausspricht.

Kleine private Initiativen zur Mülltrennung beeindruckten die Delegation. Die deutsche Delegation lernte in Lomé auch die Ideenbörse „WoeLab“ kennen, in der ehrenamtlich Computerschrott aufbereitet und zu funktionierenden Einheiten zusammengesetzt wird. In Kooperarion mit Zam-Ké, einer kreativen Nähwerkstatt, wird das Recycling von Plastiktüten intensiv vorangebracht. „Hier könnten wir in Deutschland unsere Geschwister in Ghana und Togo durch den Kauf der tollen Recyclingprodukte unterstützen“, ergänzt Anne Frerichs in der Hoffnung auf weitere Kooperationen.

 

Ein Beitrag von Anke Brockmeyer.


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