Eugen Litwinow: „Mein Name ist Eugen.“ Gespräche über das Aufwachsen zwischen zwei Kulturen, Berlin 2013 (ISBN 978-3-00-043829-5)
 

"„Mein Name ist Eugen"“ ist ein im Format schönes und inhaltlich liebevoll geschriebenes Buch über dreizehn junge Aussiedler, die allesamt Mitte/Ende Zwanzig sind und den Namen Eugen tragen. Doch dieser Name ist eingedeutscht; sie hießen vormals in den ehemaligen GUS-Staaten Evgenij, als Kosename Shenja. Der Autor Eugen Litwinow, Berliner Photograph selben Alters, interviewt und lichtet collagenartig ab, für was dieser Namenswechsel symbolisch im Leben der jungen Leute steht. Was sagt er über das Aufwachsen zwischen zwei Kulturen aus?

 

Dabei lässt der Autor die Sprechsprache der Befragten stehen, erklärt dazu ganz nebenbei im Glossar-Stil Fakten, die bei Russlanddeutschen ganz selbstverständlich zum Kulturschatz gehören. Das Buch nimmt einen dadurch ganz leicht in die Welt der jungen Leute hinein. Es bietet eine erfrischende Form moderner junger Gedächtniskultur dar. Mentalitätsgeschichte direkt aus dem Munde junger Menschen; wen das interessiert, dem oder der ist das Buch als Lektüre nur allzu gerne ans Herz gelegt.

 

Von Pfarrer Dr. Oliver Dürr

  

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