Aus den Kirchenkreisen

Do, 14.01.2021Familienzentrum West: Abschied von Olaf Kordecki

In 2021 feiert das Zentrum sein 7jähriges Bestehen

Olaf Kordecki (rechts) mit dem Team des Familienzentrum West (von links): Norma Krause-Tichy, Dennis Schmill, Gabi Willich und Britta Hansen-Maschke.

Eingang zum Familienzentrum West in Wilhelmshaven.

So möchten sich die Besucherinnen und Besucher des Familienzentrum West gerne bald wieder treffen. Fotos: efb

Sieben Jahre lang war Olaf Kordecki im Auftrag des Caritasverbandes als einer der beiden Geschäftsführer für das Familienzentrum West in Wilhelmshaven verantwortlich, zusammen mit Rüdiger Schaarschmidt von der Ev. Familien-Bildungsstätte Friesland-Wilhelmshaven. Jetzt verabschiedete das Team des Familienzentrums den 65jährigen Kordecki in den Ruhestand. Neben wichtigen Utensilien für seinen Rentneralltag wie einem Drehmomentschlüssel, einer CD mit Tanzmusik und diversen (Über-)Lebensmitteln gab es auch ein Erinnerungsbuch mit Fotos aus den vergangenen sieben Jahren und einem Rückblick auf diese Zeit in Reimform aus der Feder von Britta Hansen-Maschke. Das Team mit Norma-Krause-Tichy, Dennis Schmill, Gabriele Willich und Britta Hansen-Maschke wünschte dem jungen Rentner alles Gute und hofft, ihn demnächst mit seinen Enkeln als Gast im Familienzentrum West begrüßen zu können.
   
Das ökumenische Familienzentrum West feiert in diesem Jahr sein siebenjähriges Bestehen. Als das Haus im Frühjahr 2014 feierlich eröffnet wurde, konnte niemand ahnen, welche Erfolgsgeschichte hier seitdem geschrieben wird. Rein rechnerisch war jede Bürgerin und jeder Bürger Wilhelmshavens schon einmal hier: In den letzten Jahren zählte das Team des Familienzentrums pro Jahr bis zu 25.000 große und kleine Gäste im Haus und bei den vielen Aktivitäten rundherum. 
   
„Das Familienleben fordert Eltern heraus, weil die alltäglichen Familienaufgaben immer wieder Fragen aufwerfen“, sagt Gabi Willich, als Sozialpädagogin von Beginn an im pädagogischen Team dabei. „Die Eltern sollten deshalb frühzeitig den Weg ins Familienzentrum finden, damit sie beispielsweise im Café Kinderwagen alle ihre Fragen rund um den Säugling einbringen können.“ Bereits in der Schwangerschaft finden junge Paare im Familienzentrum kompetente Ansprechpartnerinnen und das fortlaufend bis zum Kindergarteneintritt. Die Angebote von Gabi Willich und ihren Kolleginnen Britta Hansen-Maschke und Norma Krause-Tichy reichen bis zum Ende der Grundschulzeit und darüber hinaus. „Gleichzeitig ist es sinnvoll, frühzeitig im Familienzentrum West um Rat zu fragen, bevor aus kleinen Fragen große Probleme werden.“ 
   
Gut vier Jahre nach den anderen drei Familienzentren gestartet, machen die drei Pädagoginnen zusammen mit viel Unterstützung in Hauswirtschaft und Verwaltung und vielen Ehrenamtlichen jede Menge Programm für Kinder und Familien im Westen Wilhelmshavens. Nach vier Jahren ist klar: Der Aufwand für den Umbau des Gebäudes und das Engagement der beiden Träger, der Ev. Familien-Bildungsstätte und des Caritasverbandes hat sich gelohnt. 
   
Aktuell ist das Familienzentrum wie alle sozialen Einrichtungen auf einen Notbetrieb heruntergefahren. In normalen Zeiten ist das Familienzentrum Woche für Woche Anlaufpunkt für mehrere Hundert Familien: Zum „Café Klönschnack“ kommen stillende Mütter ebenso wie Eltern mit ihren Kleinkindern und ältere Menschen. Am „kreativen Nachmittag“ verbringen die Kinder ihre Zeit beim gemeinsamen Basteln, während die Eltern mit den Mitarbeiterinnen des Familienzentrums über Erziehungsfragen ins Gespräch kommen. In Spitzenzeiten sind auch schon einmal 200 Menschen gleichzeitig im Haus. Zum „Café Bobbycar“ für junge Mütter mit ihrem Kleinkind kommen Mittwochvormittag und Freitagnachmittag jeweils mehr als ein Dutzend Frauen mit ihren Kindern. Hier und bei den vielen anderen offenen Angeboten können Eltern mit ihren Kindern jederzeit auch ohne Anmeldung dazu kommen. 

„Das Familienzentrum steht allen offen, denn die Chancengleichheit für alle Kinder auf Bildung soll unabhängig vom Geldbeutel der Eltern sein“, sagt Britta Hansen-Maschke. Die Gruppen unterstützen Eltern in Fragen von Erziehung und Gesundheit. Gleichzeitig bieten die Mitarbeiterinnen des Familienzentrums den Erwachsenen Beratung an, oder sie wissen von anderen Möglichkeiten der Unterstützung. Zugleich bilden sich jeweils Familiennetzwerke: Eltern erleben den Kontakt und Austausch in der Gruppe als unterstützend und anregend, auch im Alltag. Und die Kinder genießen das Miteinander mit Gleichaltrigen, denn bereits im Alter von sechs Monaten erfreuen sie sich an den Gesichtern anderer Kinder, sehen den anderen staunend beim Krabbeln und Laufen lernen zu und versuchen es auch. 
   
Im Familienzentrum selbst freuen sich die Kinder am großzügigen Platzangebot mit verschiedenen Spiel- und Beschäftigungsecken, und Eltern und Kinder genießen die Freiheit und das unkomplizierte Miteinander. „Im Zeitalter der virtuellen Spiele und der Mediennutzung sind reale Lebenswelten wichtiger denn je“, weiß Norma Krause.-Tichy. „Soziale Kompetenzen lernen Kinder nur im realen Tun und Erleben, hierfür sind die offenen Gruppen mit unseren erfahrenen Mitarbeiterinnen eminent wichtig“. Der offene Küchenbereich bietet viel Platz für gemeinsames Kochen und Backen. Neben den offenen Angeboten im großen Saal finden häufig parallel in den verschieden großen Nebenräumen andere Treffen, Aktionen oder Besprechungen statt. 
   
Zu normalen Zeiten ist das Haus durchgängig montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr geöffnet, außerdem am Samstag von 9.30 bis 12 Uhr. In dieser Zeit können sich Kinder und Eltern jederzeit im offenen Bereich treffen und miteinander reden oder spielen. Bei entsprechenden Aktionen ist auch am gesamten Wochenende etwas los. 
   
Wer ins Familienzentrum kommt, spürt sofort, mit wieviel Freude hier alle bei der Sache sind. Und er merkt schnell: Die Besucher kommen aus allen Schichten: Junge und ältere Eltern begegnen sich, verlieren ihre Berührungsängste und lernen miteinander und voneinander. 
   
„Wir erleben immer mehr, wie sich die Familien gegenseitig eine Stütze sind, bei persönlichen Dingen ebenso wie in Alltagsfragen. Und wenn sie nicht weiterwissen, dann sind wir ja da und helfen mit einem Gespräch oder weisen auf eines der Angebote im Haus hin“, sagt Gabi Willich. „Und wenn es hier noch nichts Geeignetes gibt, dann entwickeln wir oft ein neues Hilfsangebot “. Inzwischen engagieren sich auch viele Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich in vielfältiger Weise in und für das Familienzentrum im Stadtwesten: Sie lesen vor, bringen Kindern das eine oder andere bei und helfen Flüchtlingskindern und ihren Eltern beim Erlernen der deutschen Sprache. Auch hier zeigt sich, wie wertvoll und wichtig die gute Zusammenarbeit mit den Grundschulen im Westen der Stadt ist. „Und die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen sind eine wichtige Säule unserer Arbeit. Nur mit ihnen ist das vielfältige Angebot im Familienzentrum West so möglich“, freut sich Gabi Willich. 
   
Für notwendige Beratungen sind die pädagogischen Fachkräfte auch in Coronazeiten immer erreichbar, entweder telefonisch, Online oder dann, wenn es ganz dringend ist, auch mit Abstand persönlich. 
   
Kontakt:
Familienzentrum West
Am Wiesenhof 135
26389 Wilhelmshaven
Telefon 966 1900
info@No Spamfamilienzentrum-west.net
www.familienzentrum-west.net
facebook.com/Familienzentrum-West


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