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„Am 20. Januar hat nun der Rat der Stadt Oldenburg getagt und beschlossen, dass das Familienzentrum unbefristet unterstützt wird und damit gesichert ist. Die Zusage lag bisher nur bis zum Ende 2020 vor“, für Hiltrud Boomgaarden, die Leiterin der EFB, sei das wie ein Sechser im Lotto.
   
Vor zwei Jahren wurde das Familienzentrum Oldenburg (FAZO) unter dem Dach der Ev. Familienbildungsstätte Oldenburg (EFB) gegründet. „Die Idee zum Familienzentrum hatten wir schon bei unserem Einzug hier vor fünf Jahren“, bestätigt Hiltrud Boomgaarden. Damals war die EFB in den Stadtteil Oldenburg-Osternburg, Gorch-Fock-Straße, in ein neues Gebäude umgezogen.
   
Hildtrud Boomgaarden hatte kürzlich ehemalige Kursleiterinnen zu einem Frühstück und zum Austausch eingeladen. Die ältesten Teilnehmerinnen waren vor über 50 Jahren in der EFB tätig und erinnerten sich gern an die früheren Zeiten.
„Der Umzug von der Haareneschstraße in diesem Stadtteil, der vielen von Ihnen schwer gefallen ist, hat uns nur gut getan. Hier sind wir sichtbar und präsent und werden anders wahrgenommen“, berichtete Hiltrud Boomgaarden. „In Osterburg übernahmen wir dann vor fünf Jahren die Angebote des Mehrgenerationenhauses, zum Beispiel die Hausaufgabenbetreuung. Das war der Grundstein für das Familienzentrum.“ Es sei das erste Familienzentrum in Oldenburg, das die Stadt Oldenburg finanziell unterstütze.
   
Schon immer habe die EFB vernetzt gearbeitet und vieles gemacht. Doch durch die Gründung des Familienzentrums und die Bündelung der Arbeit durch Andrea Haase habe sich die Vernetzung enorm entwickelt. Die jährlich rund 600 Kurse der EFB, die sich an alle Oldenburger richten, finden wie gewohnt statt. Die neuen Angebote des FAZO sind auf den Stadtteil Osternburg bezogen. Insbesondere die Eltern der Kitas in Osternburg und der Grundschule „Auf der Wunderburg“ sollen mit ihren Kindern angesprochen werden.
   
Täglich erhalten zwölf dieser Kinder hier ein Mittagessen und werden betreut. Anfangs waren Ehrenamtlich dafür zuständig. Mittlerweile kann durch einen Zuschuss der Stadt eine Honorarkraft für mehr Kontinuität sichern. Auf der Warteliste stehen zurzeit 19 Kinder, für die noch eine Möglichkeit gesucht werde. Andrea Haase will das bürgerschaftliche Engagement stärken und die Hilfe der Eltern einplanen.
   
Positiv sei weiterhin, dass in diesem Haus der EFB zwei Räume an die Ländliche Erwachsenenbildung (LEB) vermietet seien. „Das ist eine Win-win-Situation, wir profitieren voneinander. Die Gruppe Zick-Zack näht Kinderschlafsäcke, die durch das Projekt „GUSTL“ der Stadt Oldenburg an Familien mit Neugeborenen verschenkt werden.“ Die Frauen, viele von ihnen mit Migrationshintergrund, würden sich her wohl fühlen. Im zweiten Kurs, Coffee to Stay, kochten 16 Frauen Mittagessen für die Kinder und richteten auch immer wieder leckere Buffets aus.
   
„Es ist ein tolles Miteinander hier“, lobt Hiltrud Boomgaarden. „Doch hat sich die Öffentlichkeitsarbeit verändert und erfordert viel mehr Zeit.“ Der Internetauftritt sei neu gestaltet, für den Auftritt in sozialen Medien wie Facebook und Instagram müsse gesorgt werden. Viele Aktionen müssten beworben werden, um Nutzer, die mit dem Handy unterwegs sind, zu erreichen.
   
Förderverein der Familienbildungsstätte Oldenburg
„Der Förderverein ist für die EFB enorm wichtig“, Lilo Wolf, die 2. Vorsitzende, erklärte die Arbeit des Vereins: „Wir haben immer pädagogische Projekte und Anschaffungen unterstützt, ebenso das Ziel, ein neues Haus zu finden.“ Sie erinnerte an die erfolgreiche Flaschen-Kuchenaktion.
   
Nun will der Förderverein eine „Ape“ anschaffen, einen Kleintransporter auf drei Rädern, mit dem Aktionen stattfinden könnten und auf dem Werbung platziert werde. Die Mitglieder hätten zugestimmt.
   
Doch würden dringend neue Mitglieder gesucht, um Projekte weiterhin zu fördern. „Es geht uns darum, dass der Gedanke lebendig bleibt und viele Mitglieder da sind, die das unterstützen.“ So könnte bei einer Feier ein bestimmtes Projekt beworben werden, zum Beispiel ein Zuschuss für Menschen gesammelt werden, die sich einen Kurs nicht leisten könnten. Fünf Euro im Monat koste eine Mitgliedschaft.
   
https://www.efb-oldenburg.de/
   
https://www.fazo-oldenburg.de/https                                                                                                                                                                                                            Ein Beitrag von Bärbel Romey

Über die gesicherte Zukunft des Familienzentrums Osternburg freuen sich (v.l.): Andrea Haase, Kirstin Moss, Hiltrud Boomgaarden und Lilo Wolf. Foto Bärbel Romey
Über die gesicherte Zukunft des Familienzentrums Osternburg freuen sich (v.l.): Andrea Haase, Kirstin Moss, Hiltrud Boomgaarden und Lilo Wolf. Foto Bärbel Romey