Fr, 13.11.2020Anne Gröger erhält Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis 2020

Oldenburg (epd). Die Stadt Oldenburg hat Anne Gröger mit dem Kinder- und Jugendbuchpreis 2020 ausgezeichnet. Die in Berlin lebende Autorin erhalte den mit 8.000 Euro dotierten Preis für ihr Kinderbuchmanuskript mit dem Arbeitstitel «Hallo, ich bin der kleine Tod!», wie die Stadt am Freitag mitteilte. Die Geschichte erscheine voraussichtlich im Sommer 2021 bei dtv junior. Der Preis werde an die Autorin übergeben, sobald die Pandemieentwicklung dies zulässt. Die Ehrung zählt bundesweit zu den höchst dotierten Auszeichnungen der Kinder- und Jugendliteratur.

 

Anne Gröger, Jahrgang 1983, studierte Drehbuch an der Hamburg Media School und arbeitet seit 2010 als freie Drehbuchautorin. «Hallo, ich bin der kleine Tod!» habe sie als Stipendiatin der Akademie für Kindermedien ursprünglich als Spielfilmprojekt entwickelt, sich jedoch später entschieden, neben dem Drehbuch auch einen Roman zu schreiben.

 

In der Geschichte geht es um eine kleine Gestalt namens Frida im schwarzen Umhang und mit Sense, die sich dem an einer Autoimmunkrankheit leidenden Samuel vorstellt. Das Mädchen fordert den erkrankten Jungen auf, ihr das Leben zeigen. Denn das gehöre zu ihrer Ausbildung, um einmal «Der große Tod» zu werden. Sie verschweigt Samuel, dass es ihre große Prüfung sein wird, ihn zu holen.

 

Die Jury wählte Gröger als Preisträgerin unter 342 Einsendungen aus. Wie sie «den beiden Protagonisten Leben einhaucht ist bezaubernd und ernsthaft zugleich», hieß es in der Begründung. Dass die kleine Todesbotin Tagebuch führt, sei ein gutes Stilmittel, um der Figur Tiefe zu geben. «Hallo, ich bin der kleine Tod!» sei ein Lehrstück an Ironie und gebrochenen Momenten. Das Werk sei amüsant, in der Tragik federleicht, «dabei aber nicht bedeutungslos». Das Manuskript mache «Anne Gröger zu einer vielversprechenden neuen Stimme der Kinderliteratur».

 

Der Preis wird jährlich an Autoren und Illustratoren verliehen, die mit einem eigenständigen Werk zum ersten Mal an die Öffentlichkeit treten. Er wird seit 1977 während der «Kibum» in Oldenburg vergeben, der bundesweit größten nichtkommerziellen Kinder- und Jugendbuchmesse. Die in diesem Jahr überwiegend digitale Messe endet am 17. November. Schirmfrau ist die Kinder- und Jugendbuchautorin Kirsten Boie.

 

Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderen Leonie Ossowski (1977), Mirjam Pressler (1980), Tamara Bach (2002) und Julya Rabinowich (2017). Im vergangenen Jahr erhielt die österreichische Autorin Tanja Fabsits die Auszeichnung. Die 1976 geborene und in Wien lebende Schriftstellerin bekam den Preis für ihr Kinderbuchdebüt «Der Goldfisch ist unschuldig».


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