So, 09.08.2020Wasserversorgung in Gemeinde im Kreis Schaumburg zusammengebrochen

Lauenau/Kr. Schaumburg (epd). Trockenheit, Hitze und hohe Nachfrage haben in der Gemeinde Lauenau im Kreis Schaumburg zum Zusammenbruch der Wasserversorgung geführt. «Aufgrund der hohen Wasserverbrauchssituation und der extremen Witterungslage kann die Wasserversorgung im Ortsnetz Lauenau nicht sichergestellt werden», teilte die Kreisfeuerwehr im Internet mit. «Die Haushalte werden aufgerufen den Wasserverbrauch auf ein Mindestmaß zu reduzieren.»


Entsprechende Durchsagen der Feuerwehr gab es nach einem NDR-Bericht seit Freitagabend. Die Helfer hätten die Menschen in der Gemeinde per Lautsprecher dazu aufgerufen, sich Flaschen Trinkwasser im Supermarkt zu kaufen und bei der Feuerwehr mit Brauchwasser für die Toilettenspülung zu versorgen. Gleichzeitig sollten die Bürger Wasser nur verwenden, wenn es absolut nötig sei.


Auch die Gemeinde Lauenau appellierte an alle Haushalte, den Wasserverbrauch «auf ein absolut notwendiges Mindestmaß» zu reduzieren. Am Samstag richtete die Feuerwehr in der Ortschaft zehn Ausgabestellen ein, an denen sich Einwohner mit Wasser versorgen konnten. Vor dem Feuerwehrhaus wurden zudem Behälter mit Wasser aufgestellt, wo sich Bürger Wasser in mitgebrachte Kannen, Eimer und andere Gefäße abfüllten. Die Gemeinde hat überdies eine telefonische Hotline eingerichtet.


Lauenau zählt rund 4.000 Einwohner und gehört zur Samtgemeinde Rodenberg. Der Ort bezieht sein Trinkwasser aus Quellen im Höhenzug Deister. Der Verbrauch in Lauenau war nach Gemeindeangaben zuletzt deutlich höher als der Zufluss. Ein Grund für die erhöhte Nachfrage war den Angaben zufolge, dass viele Lauenauer in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht in den Urlaub gefahren sind.


Entsprechend werde mehr Wasser im Ort verbraucht, auch zum Befüllen eigener Pools und zum Bewässern von Gärten. Die Wasserversorgung hatte bereits am Freitag dringend dazu aufgerufen, die Bewässerung von Rasenflächen und das Befüllen von Poolanlagen mit Trinkwasser einzustellen sowie die Gartenbewässerung auf das unbedingt Notwendige zu beschränken.
 


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