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Oldenburg (epd). Ab kommendem Wintersemester startet an niedersächsischen Hochschulen ein Programm zur antisemitismuskritischen Bildung für angehende Lehrkräfte. Die Studierenden sollen darauf vorbereitet werden, angemessen mit möglichen antisemitischen Vorfällen an Schulen umzugehen und eine antisemitismuskritische Lernumgebung zu schaffen, wie die Universität Oldenburg am Freitag mitteilte. Anmeldungen sind noch bis zum 15. September möglich.

Das Programm «Zertifikat Antisemitismuskritische Bildung in Niedersachsen im Kontext Schule» (ZABIN) richte sich an Lehramtsstudierende aller Fächer und Schulformen an Hochschulen in Niedersachsen, hieß es. Die Teilnehmerzahl ist den Angaben zufolge in jedem Semester begrenzt und wird durch ein Losverfahren ermittelt.

Im Rahmen des Zertifikatsprogramms lernten die Studierenden unter anderem, verschiedene Formen von Antisemitismus zu erkennen, zu unterscheiden und im schulischen Kontext zu reagieren oder präventiv zu agieren, hieß es.

Das freiwillige Angebot werde von einer zentralen Koordinierungsstelle an der Universität Oldenburg gesteuert. Es besteht aus drei Modulen, mit denen Teilnehmende insgesamt 15 Kreditpunkte für ihr Studium erwerben. Den Angaben zufolge fördert das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur das Programm.