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Hannover/Berlin (epd). Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) geht davon aus, dass der Garantiebetrag in der Kindergrundsicherung in etwa auf dem Niveau des Kindergeldes liegen wird. «Wir wollen mit dem Garantie- und Zusatzbeitrag die Systematik ändern, sodass jedes Kind unabhängig vom Einkommen der Eltern abgesichert ist», sagte die Grünen-Politikerin dem «RedaktionsNetzwerk Deutschland» (Montag). Die Kindergrundsicherung solle Kinderarmut verringern und Chancengleichheit verbessern.

 

In Zeiten von Inflation und Energiekrise ließen sich aber keine Prognosen abgeben, wie hoch die Kindergrundsicherung bei ihrer für 2025 geplanten Einführung sein muss. Das von Paus als Vergleichsgröße angegebene Kindergeld wird zum Januar um 31 auf 250 Euro erhöht. «Im Koalitionsvertrag ist verankert, dass wir die Berechnung des soziokulturellen Existenzminimums erst einmal abwarten», erläuterte die Minsterin.

 

Paus sagte, sie wolle eine unkomplizierte Auszahlung ermöglichen, damit die Kindergrundsicherung möglichst alle berechtigten Kinder erreiche. Derzeit erhielten viele Kinder ihnen zustehende Leistungen nicht, weil ihre Eltern die Möglichkeiten entweder nicht kennen würden oder das Antragswesen so kompliziert sei, dass sie gar nicht erst einen Antrag stellten.