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Oldenburg (epd). In einem internationalen Forschungsprojekt untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gerade, welche Rolle in Deutschland, Großbritannien und Schweden aktuell die Solidarität zwischen den Generationen spielt. Es geht um die Frage, was sich daraus für gegenwärtige und zukünftige Krisen lernen lässt, wie die Universität Oldenburg am Montag mitteilte.

 

 

 

Unter anderem auf dieser Basis sollen Visionen für einen neuen Generationenvertrag entwickelt werden, der auch in Krisenzeiten anwendbar ist. Beteiligt sind Forschende aus Oldenburg, Erlangen, Norrköping (Schweden) und London (Großbritannien). Geleitet wird das Projekt durch den Oldenburger Medizinethiker Mark Schweda. Die Volkswagenstiftung fördert das auf vier Jahre angelegte Vorhaben mit rund 1,3 Millionen Euro.

 

 

 

Das Team um Schweda will in einem ersten Schritt erforschen, wie die Öffentlichkeit die Solidarität zwischen den Generationen während der Corona-Pandemie wahrgenommen hat. Dann komme die Bevölkerung zu Wort, zunächst in Kleingruppeninterviews, später in einer Online-Umfrage mit 3.600 Teilnehmenden pro Land, hieß es.

 

 

 

Im zweiten Schritt analysieren die Forschenden alle erhobenen Daten aus ethischer Perspektive und tragen sie im dritten Schritt mit Diskussionsformaten zurück in die Öffentlichkeit. «Die Ergebnisse sollen einen Beitrag dazu leisten, den Zusammenhalt zwischen den Generationen in Europa insgesamt neu auszuhandeln», erklärte Schweda.