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Hannover (epd). Die hannoversche evangelische Landeskirche will Betroffene sexualisierter Gewalt künftig besser unterstützen und frühere Versäumnisse aufarbeiten. «Am Umgang mit dem Thema sexualisierte Gewalt bemisst sich die Glaubwürdigkeit und Zukunftsfähigkeit unserer Kirche», sagte die Leiterin der Anlaufstelle für Betroffene sexualisierter Gewalt, Karoline Läger-Reinbold, am Dienstag. Das Team der Fachstelle sei jüngst mit der Diplom-Pädagogin Mareike Dee verstärkt worden. Weitere Fachkräfte kämen in den kommenden Monaten hinzu.

 

 

 

Die Kirche müsse für jede und jeden ein sicherer Raum sein, betonte Läger-Reinbold. «Mir ist wichtig, dass wir unmissverständlich für den Schutz und das Wohl von Kindern und Jugendlichen eintreten. Betroffenen, die sich an uns wenden, wollen wir zur Seite stehen. Was in der Vergangenheit vertan, versäumt oder nicht gesehen wurde, muss aufgearbeitet werden.» Mit ihren Grundsätzen zur Prävention und Intervention habe die Landeskirche sich sehr klar positioniert.

 

 

 

Dee werde sich vorrangig um Prävention und Aufarbeitung sexualisierter Gewalt kümmern und Schulungen entwickeln. Sie solle zudem die Kirchengemeinden und Kirchenkreise bei der Erstellung von Schutzkonzepten unterstützen. Bereits bei ihrer vorherigen Arbeitsstelle beim Landesjugendring Niedersachsen habe die Diplom-Pädagogin Projekte zur Prävention sexualisierter Gewalt in der Jugendarbeit mit verantwortet.