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Hannover (epd). Als Zeichen der ökumenischen Verbundenheit wollen die größte evangelische und die größte katholische Kirche in der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover in der Osternacht erneut ihre beiden neuen «Zwillingskerzen» entzünden. Der kommissarische katholische Regionaldechant Wolfgang Semmet von der Basilika St. Clemens übergab am Dienstag wieder eine gezielt für das diesjährige Osterfest gestaltete Kerze an den Pastor der evangelischen Marktkirche, Marc Blessing, wie die katholische Kirche mitteilte.

 

 

 

Beide erinnerten daran, dass Ostern in diesem Jahr unter dem Eindruck des Krieges in der Ukraine stehe. Semmet betonte, Christen dürften nicht nachlassen, für Frieden und Zusammenhalt einzutreten: «Wir vertrauen darauf, dass das Licht weiter stärker ist als die Dunkelheit.» Blessing sagte, mit dem Kriegsbeginn vor einem Jahr seien Gewissheiten zerbrochen. «Aber Hoffnung wächst, wenn man merkt, man kann etwas tun.» Dafür stehe die Osterkerze.

 

 

 

Entworfen und gefertigt wurden die Zwillingskerzen in diesem Jahr wieder von der Karmeliterin Schwester Marija Marta, einer gebürtigen Lettin, die in Hannover lebt und arbeitet. In roter Farbe ist dabei ein Bibelvers aus dem Johannes-Evangelium auf ein golden-marmoriertes Kreuz geschrieben, umspielt von gewundenen Linien, die einen Weg andeuten. Für Schwester Marija Marta ist der Weg von Jesus der Weg zum wahren Leben, zur Freiheit und zur Zukunft. Seit November 2013 ist der katholische Frauenorden der Karmelitinnen in der Stadt ansässig. Die Gemeinschaft besteht aus elf Schwestern.