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Hannover (epd). Das Land Niedersachsen will im laufenden Jahr rund233 Millionen Euro in die Krankenhäuser investieren. Das Geld fließt in Wesentlichen in 38 Einzelmaßnahmen, wie das Landesgesundheitsministerium am Dienstag in Hannover mitteilte. Bereitgestellt werden die Mittel den Angaben zufolge für Modernisierungsmaßnahmen, dringende Großprojekte sowie für Baukostensteigerungen.

 


Den größten Förderbetrag erhält das Städtische Klinikum in Braunschweig mit 25,5 Millionen Euro. Weitere namhafte Investitionen fließen in die Psychiatrische Klinik in Lüneburg mit 14,8 Millionen Euro, sowie in das Robert-Koch-Krankenhaus in Gehrden bei Hannover und die «Mediclin Seepark Klinik» in Bad Bodenteich bei Uelzen. Beide Häuser erhalten jeweils zehn Millionen Euro.

 


Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi (SPD) betonte, das diesjährige Investitionsprogramm sei Teil einer längerfristigen dreistufigen Investitionsoffensive. Als zweiter Baustein folge eine Förderung dreier Zentralklinik-Bauvorhaben in Höhe von 560 Millionen Euro. In den Krankenhäusern im Landkreis Diepholz, in Georgsheil/Uthwerdum bei Aurich sowie im Heidekreis sollen jeweils mehrere kleine Krankenhaus-Standorte zusammengelegt werden. Als dritten Baustein nannte der Minister eine «Langfriststrategie zur Investitionsförderung». In den kommenden zehn Jahre würden, den Beitrag der Kommunen eingerechnet, insgesamt rund drei Milliarden Euro für die niedersächsischen Klinken bereitgestellt.

 

 

Philippi bekräftigte Forderungen nach finanzieller Unterstützung durch den Bund. Die von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) angeschobene Krankenhausreform werde erst 2025 ihre Wirkung entfalten. Mit dem geplanten Inkrafttreten eines entsprechenden Gesetzes zum 1. Januar 2024 werde es zwangsläufig ein Übergangsjahr geben, in dem sich die Krankenhäuser auf ein neues Finanzierungsmodell umstellten. «Die Kliniken brauchen daher vom Bund kurzfristige Akuthilfe, damit ihnen auf dem Reformweg nicht die Luft wegbleibt», unterstrich der Minister.