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Hannover (epd). Die niedersächsische Landtagsabgeordnete Thela Wernstedt (SPD) wird neue Präsidentin der Klosterkammer Hannover. Das Landeskabinett habe der Besetzung des Spitzenamtes mit der 1968 geborenen Ärztin am Dienstag zugestimmt, teilte Kulturminister Falko Mohrs (SPD) in Hannover mit.

 

 

 

Wernstedt tritt als neue Chefin der Landesbehörde die Nachfolge von Hans-Christian Biallas an, der im Februar 2022 überraschend gestorben war. Der Ratsvorsitzende der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen, der Oldenburger Bischof Thomas Adomeit, gratulierte Wernstedt zum neuen Amt. Aus ihrer bisherigen Berufsbiografie bringe sie «beste Voraussetzungen» mit, um eine Aufgabe voller «enormer Herausforderungen» zu meistern. Als öffentlich-rechtliche Einrichtung trage die Klosterkammer Verantwortung für eine Vielzahl von Baudenkmälern, Gemeinwohlangeboten und Kulturgütern.

 

 

 

Die Präsidentin des Landeskirchenamtes Hannover, Stephanie Springer, würdigte Wernstedts «vielfältige berufliche und politische Erfahrungen» und eine «große Kompetenz bei den entscheidenden gesamtgesellschaftlichen Fragestellungen.» In Ihrer Funktion als Mitglied im Kuratorium der Evangelischen Akademie Loccum, als Gründungsmitglied der Initiative Niedersächsischer Ethikrat und als Mitglied der hannoverschen Landessynode pflege die designierte Kammerpräsidentin schon jetzt eine vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit mit der Kirche.

 

 

 

Wernstedt kündigte an, ihr neues Amt nach Aufgabe ihres Abgeordnetenmandats voraussichtlich ab «Mitte September oder Anfang Oktober» anzutreten. Sie freue sich darauf, die Aufgabenfelder der Klosterkammer kennenzulernen, allen voran den forstwirtschaftlichen Zweig und die 17 Klöster und Damenstifte, die von der Behörde betreut werden.

 

 

 

Zudem wolle sie vor allem Kinder und Jugendliche stärker an die Arbeit der Klosterkammer heranführen, sagte die designierte Kammerpräsidentin. Auch liege ihr am Herzen, «die Schätze der Klosterkammer» - etwa die historischen Klostergebäude mit ihren bedeutenden Kunstwerken - mehr Menschen zugänglich zu machen.

 

 

 

Die Klosterkammer verwaltet als Sonderbehörde des Landes Niedersachsen das Vermögen von vier Stiftungen, die aus ehemals kirchlichem Vermögen entstanden sind. Aus den Erträgen unterhält sie insgesamt rund 800 Gebäude und 12.000 Kunstobjekte. Außerdem fördert sie neben den Calenberger Klöstern, den Heideklöstern und Damenstiften mit weiteren 2,5 Millionen Euro pro Jahr kirchliche, soziale und bildungsbezogene Projekte.