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Bremen/Delmenhorst (epd). Der Vorsitzende der Tafel in Delmenhorst, Axel Jahnz, wirbt für eine «Lobby der Armen». Der Staat müsse für einen sozialen Ausgleich sorgen, schreibt er in einem Gastbeitrag im Bremer Weserkurier (Sonnabend). «Es ist eine Schande für unsere reiche Republik, mit anzusehen, wie ein Sozialstaat versagt und es den karitativen Institutionen überwiegend überlässt, für Abhilfe zu sorgen.»

 


Täglich strömten Menschen zu den Ausgabestellen der Tafeln, um sich mit Lebensmitteln zu versorgen. Einige Tafeln hätten Aufnahmestopps verhängen müssen. Dabei gehe es um Grundbedürfnisse, mahnt Jahnz, der von 2014 bis 2021 für die SPD Bürgermeister in Delmenhorst war. «Der Personenkreis ist vielfältig. Sie kommen aus der Kinder- und Altersarmut, sind Flüchtlinge und nicht wenige sind Beschäftigte aus der Arbeitswelt.»

 


Während Milliardengelder in öffentliche Haushalte flössen, steige der Kundenstamm der Tafeln, schreibt Jahnz weiter. «Hier wird deutlich, dass unser Sozialsystem ins Wanken geraten ist und immer mehr Menschen auf der Strecke bleiben.»