Di, 12.01.2021Niedersachsen will alle über 80-Jährigen zur Impfung einladen

Hannover (epd). Niedersachsen will von der kommenden Woche an alle Menschen über 80 Jahre, die zu Hause leben, zu einer Corona-Schutzimpfung einladen. «Wir impfen mit Hochdruck die Alten- und Pflegeheime durch, aber wir wollen natürlich auch so schnell wie möglich allen über 80-Jährigen ein Impfangebot im Impfzentrum eröffnen», sagte die stellvertretende Leiterin des Corona-Krisenstabs der Landesregierung, Claudia Schröder, am Dienstag in Hannover. Ab dem 18. Januar sollen möglichst viele von ihnen angeschrieben werden. Ab dem 28. Januar können sie sich laut Schröder telefonisch oder im Internet anmelden und einen Impftermin reservieren.

 

Die Impfungen in den landesweit rund 50 Impfzentren sollen dann am 1. Februar beginnen. «Die Impfzentren freuen sich alle sehr darauf, dass es jetzt losgeht, sie sind sehr gut aufgestellt», sagte Schröder. Allerdings verfüge die rot-schwarze Landesregierung nicht über alle Adressen von Menschen über 80. Deshalb könnten sich Impfwillige aus dieser Gruppe auch von sich aus melden, wenn sie keinen Brief erhalten hätten.

 

Landesweit gehören nach Angaben des Gesundheitsministeriums rund 800.000 Menschen zur ersten Priorisierungsgruppe für die Impfungen. Dazu zählen Menschen über 80 sowie Pflegekräfte und medizinisches Personal. Regierungssprecherin Anke Pörksen kündigte an, die Menschen würden über alle zur Verfügung stehenden öffentlichen Kanäle informiert: «Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir alle in Niedersachsen erreichen können, die zur ersten Gruppe gehören.»

 

Die bereits laufenden Erstimpfungen in den Alten- und Pflegeheimen durch mobile Teams sollen laut Schröder bis Ende Januar abgeschlossen sein. Sie hatten am 27. Dezember in einem Heim in Bad Rothenfelde bei Osnabrück begonnen. Ab dem 17. Januar bekämen diese Menschen nun die jeweils zweite Dosis verabreicht, die für den vollen Impfschutz nötig sei. Für flächendeckende Impfungen stehe im Moment noch nicht genügend Impfstoff zur Verfügung, erläuterte Schröder.


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