Braunschweig (epd). Die braunschweigische Landesbischöfin Christina-Maria Bammel will am morgigen Sonnabend am Christopher Street Day (CSD) teilnehmen und damit ein Zeichen für Mitmenschlichkeit setzen. Wie die Landeskirche am Freitag in Wolfenbüttel mitteilte, gehe es darum, zwei Wochen nach dem mutmaßlichen Terroranschlag auf den CSD in Berlin «Trauer und Erschütterung gemeinsam in Zusammenhalt und ein liebevolles Miteinander zu verwandeln». Neben der Landesbischöfin wollen sich den Angaben zufolge weitere haupt- und ehrenamtlich Aktive der evangelischen Kirche an der Parade in der braunschweigischen Innenstadt beteiligen.
Mit Blick auf das zentrale Symbol der queeren Community, die Regenbogenflagge, betonte Bammel, der Regenbogen sei ein Symbol für die Gegenwart der liebenden Güte Gottes und gehöre zu den ersten biblischen Hoffnungserzählungen. Zugleich erinnerte die Bischöfin an eine schmerzhafte Kirchengeschichte, «in der Liebesbeziehungen, die als anders galten, Respekt und Anerkennung verweigert worden seien». Vorbehalte und Vorurteile hätten immer wieder zu diskriminierendem Verhalten geführt. Deshalb komme es auf den gemeinsamen Einsatz für eine Stadt und Region an, in der niemand in Angst vor Gewalt oder Diskriminierung leben müsse. Die CSD-Demo startet am Samstag um 13 Uhr auf dem Bohlweg am Schlossplatz.