Hildesheim/Bonn (epd). Infolge der militärischen Eskalation in Nahost zwischen Israel, dem Iran und den USA sorgt sich der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Heiner Wilmer, um die Bevölkerung der betroffenen Länder. Die neuerlichen Kampfhandlungen erfüllten ihn mit tiefer Sorge, erklärte der Hildesheimer Bischof am Samstag. Israels Sicherheit sei für ihn von herausragender Bedeutung, betonte er. Zu der Lage im Iran sagte Wilmer: «Jeder, der Freiheit liebt, sehnt sich nach dem Moment, an dem die iranische Bevölkerung das Joch einer brutalen Herrschaft abschütteln kann.»
Er bezweifelte jedoch, dass die militärischen Auseinandersetzungen dem Mittleren Osten mehr Frieden und Freiheit bringen. «Ich bete in dieser Stunde für die Menschen in Iran und Israel, die einmal mehr Opfer der Gewalt werden. Und ich bete für die Region, dass sie sich endlich zu einer Stätte echten Friedens statt immer wiederkehrenden Blutvergießens wandeln möge», fügte Wilmer hinzu. Juden, Muslime und Christen seien an den Kämpfen dieser Tage beteiligt und von ihnen betroffen. Er lade die Gläubigen der abrahamitischen Religionen ein, sich dem Gebet anzuschließen.