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Vor zwei Jahren hat das Land Niedersachsen die Social-Media-Kampagne "Shalom, Digga" gegen Judenhass gestartet. Nun stellt sich auch die katholische Kirche hinter die Aktion.

Hildesheim, Hannover (epd). Das katholische Bistum Hildesheim unterstützt Niedersachsens Social-Media-Kampagne „Shalom, Digga“ gegen Antisemitismus und Judenhass. „Antisemitismus verschwindet nicht, wenn wir wegschauen oder schweigen“, sagte der Weihbischof und Diözesanadministrator Martin Marahrens laut einer Mitteilung des Bistums vom Freitag in einem Instagram-Video. „Deshalb braucht es unsere Aufmerksamkeit, unsere Solidarität und vor allem unsere klare Haltung.“

Antisemitismus habe viele Gesichter und zeige sich nicht immer auf den ersten Blick, hieß es. Er könne auch in Vorurteilen, Verschwörungserzählungen, vermeintlichen Witzen oder scheinbar beiläufigen Bemerkungen zum Ausdruck kommen. Marahrens sagte weiter: „Wir brauchen Begegnung, Bildung und den Dialog - zwischen den Religionen und der gesamten Gesellschaft. Es liegt an uns. Wir haben Verantwortung für das, was jetzt passiert.“

Mehr als 80 Video-Beiträge

Mit der Kampagne geht das Land Niedersachsen seit zwei Jahren gegen Vorurteile, Lügen oder Mythen über Jüdinnen und Juden vor. Dazu gibt es unter anderem Beiträge in den sozialen Netzwerken TikTok und Instagram. Zu den Initiatoren gehört der Antisemitismus-Beauftragte Gerhard Wegner.

Für die Kampagne stellt das Land jährlich rund 130.000 Euro zur Verfügung. Seit 2024 wurden unter anderen bereits mehr als 80 Video-Beiträge für die sozialen Netzwerke produziert.