Hannover (epd). Der israelische Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, wünscht sich eine Pflicht für Schülerinnen und Schüler zum Besuch von KZ-Gedenkstätten, um Antisemitismus zu bekämpfen. «Das wäre enorm wichtig, gerade für die vielen Kinder mit muslimischem Migrationshintergrund», sagte er dem «Redaktionsnetzwerk Deutschland» (Sonntag). Zudem warb er für mehr Begegnungen mit Menschen jüdischen Glaubens.
«Wenn ich in arabischen Ländern zu Besuch war und mit meinen Gastgebern über unsere Geschichte sprach, begegneten mir anfangs häufig Vorurteile gegenüber Juden und Israelis. Nach solchen Gesprächen war das Verständnis jedes Mal spürbar größer», sagte der Diplomat und fügte hinzu: «Solche Begegnungen und Gespräche mit Juden und Israelis bewirken etwas - und genau deshalb müssen sie auch hier in Deutschland viel öfter stattfinden.»