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Wolfenbüttel (epd). Die Synode der braunschweigischen Landeskirche wird am 27. und 28. September über die Neuordnung der Diakonie in Niedersachsen beraten. Vier von fünf Diakonischen Werken im Land wollen zum Jahresbeginn 2014 ein umfassendes «Diakonisches Werk in Niedersachsen» gründen. Der Spitzenverband soll die Interessen gegenüber dem Land deutlicher vertreten.

Sowohl die Landeskirche von Braunschweig als auch die von Hannover verzichten künftig auf ein eigenes Diakonisches Werk. Die Werke der Evangelisch-reformierten Kirche sowie der Landeskirche Schaumburg-Lippe bleiben eigenständig, sind aber zugleich Mitglieder im landesweiten Werk. Mit der Diakonie der oldenburgischen Kirche schließt das neue Werk eine Sondervereinbarung. Die Oldenburger beteiligen sich zunächst nicht am Zusammenschluss.

Außerdem befasst sich das Kirchenparlament auf dem Kirchencampus in Wolfenbüttel mit einem Gutachten zur Evaluation der Verwaltung in der Landeskirche, teilte ein Kirchensprecher am Dienstag mit.

Bei der dann folgenden Tagung der Synode vom 21. bis 23. November in Goslar steht die Wahl eines neuen Landesbischofs auf der Tagesordnung. Bisher gibt es drei Kandidaten: Superintendent Ralph Charbonnier (51) aus Burgdorf bei Hannover, der lutherische Superintendent Andreas Lange (48) aus dem lippischen Lemgo in Nordrhein-Westfalen und Pastor Christoph Meyns (51) aus dem schleswig-holsteinischen Husum.

Der derzeitige Bischof Friedrich Weber geht im Mai 2014 in den Ruhestand. Zur braunschweigischen Landeskirche im Südosten Niedersachsens gehören rund 400 Gemeinden mit rund 370.000 Mitgliedern und 300 Pfarrern.