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Das bremische Kirchenparlament tritt an diesem Sonnabend zusammen. Auf der Tagesordnung der Delegierten aus allen Kirchengemeinden steht unter anderem eine Erklärung zum Umgang mit demokratischen Werten und Prinzipien.

Bremen (epd). Die Stärkung der Demokratie steht im Mittelpunkt des nächsten Kirchentags (Synode) der Bremischen Evangelischen Kirche (BEK) an diesem Sonnabend (6. Juni). «Angesichts der Gefährdungen der Demokratie werden neue Erwartungen an die Kirche gestellt», sagte Kirchenpräsident Bernd Kuschnerus am Montag. Die Kirche sei selbst zu einer Akteurin im Streit um die Demokratie geworden: «Wir werden uns allerdings kritisch selbst fragen müssen, wie weit unsere bisherigen Strategien zum Schutz der Demokratie erfolgreich waren.»

Konkret habe die Kirchenleitung eine Selbstverpflichtungserklärung verfasst, die dem Kirchenparlament vorgestellt und künftig allen Kirchenbeschäftigten zu Beginn ihres Arbeitsverhältnisses vorgelegt werden soll. Das Papier enthält den Angaben zufolge Verhaltensregeln, die unter anderem die Themen Menschenwürde und die Akzeptanz der freiheitlich-demokratischen Grundordnung umfassen. Zudem mache die Erklärung deutlich, dass gewalttätiges, diskriminierendes, rassistisches und sexistisches Verhalten nicht ignoriert werde, sondern zu Konsequenzen führe.

Das Gremium tagt im evangelischen St. Pauli-Gemeindezentrum. Auf der Tagesordnung stehen weiter ein Bericht und ein Beschluss zur Gebäudesituation sowie die aufsuchende Seelsorge in der Bremer City, die Menschen ohne Obdach und in Armut unterstützt. Die Tagung ist öffentlich und kann im Livestream über die Internetseite www.kirche-bremen.de verfolgt werden. Zur Bremischen Evangelischen Kirche gehören 48 Gemeinden mit zusammen knapp 145.000 Mitgliedern.