Beim CSD in Bremen will die Bremische Evangelische Kirche ein Zeichen für Solidarität mit queeren Menschen setzen. Präses Maria Esfandiari warnt vor Hass und fordert gleiche Würde und Solidarität.
Bremen (epd). Die Präses der Bremischen Evangelischen Kirche, Maria Esfandiari, beteiligt sich am Samstag (22. August) am Christopher Street Day in Bremen und will dabei für Solidarität mit queeren Menschen werben. «Jeder Mensch ist nach Gottes Ebenbild geschaffen. Jeder Mensch ist wertvoll. Jeder Mensch hat die gleiche Würde», teilte sie am Dienstag mit. Der Christopher Street Day (CSD) steht in diesem Jahr unter dem Motto «Generationen voller Pride - glücklich, sichtbar, stark».
Esfandiari zufolge hat sich die Zahl der Straftaten in den Bereichen «Sexuelle Orientierung» und «Geschlechtsbezogene Diversität» seit 2010 nahezu verzehnfacht. 2025 wurden bundesweit durchschnittlich fast sechs queerfeindliche Gewalttaten pro Tag registriert. Die Kirche erklärte sich zudem solidarisch mit den Betroffenen des Berliner CSD-Anschlags und warnte davor, sich an Hass und Gewalt zu gewöhnen.
Vor dem Demonstrationszug lade die Bremische Evangelische Kirche zudem ab 11 Uhr zu einem ökumenischen CSD-Gottesdienst in der Stadtkirche Unser Lieben Frauen ein. Unter dem Motto «wir teilen mehr als Brot» gehe es um die Verbindung von Menschen in ihrer Vielfalt. «Beides gehört für mich zusammen, das Feiern und das Weiterkämpfen», sagte die Gleichstellungsbeauftragte der bremischen Kirche und Mitorganisatorin des Gottesdienstes, Antonia Rumpf.